Forst organisiert Impfung für über 80-jährige

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Landratsamt stellt mobile Impfteams

Auch die Gemeinde Forst macht sich auf den Weg in der Waldseehalle Impfungen für die über 80-jährigen zu organisieren. Die Federführung hat dabei das Familienzentrum übernommen. In Forst ist geplant die Zielgruppe telefonisch zu kontaktieren. Dieses Angebot wird möglich, weil die Katholische Kirchengemeinde am Ort die Aktion mit Ehrenamtlichen unterstützt. Auf diese Weise kann nicht nur ein Impftermin vereinbart werden, sondern im Rahmen der Nachbarschaftshilfe ist auch ein nettes Gespräch möglich, das in Lockdown-Zeiten für einen wichtigen sozialen Austausch sorgt. Das Familienzentrum bemüht sich auch um die Ein- und Anbindung der Forster Hilfsvereine DRK und DLRG, die in der Waldseehalle für einen perfekten Rahmen für die mobilen Impfteams sorgen werden.

Bürgermeister Bernd Killinger freut sich über das Zusammenwirken der ehrenamtlichen Akteure und bedankt sich dafür sehr herzlich. Ihm ist es wichtig, dass möglichst viele Hochaltrigen vom lokalen Angebot Gebrauch machen. Er ist mit dem Angebot jedoch nicht nur zufrieden. Die mobilen Impfteams sind nicht mobil genug, um die immobilen Älteren zu erreichen. Auch jüngere Impfberechtigte sind leider von der Impfung ausgeschlossen. Zudem ist der organisatorische Rahmen sehr aufwändig. Aufwand und Ertrag stehen seiner Meinung nach nicht in einem guten Verhältnis. Wenn bis zum Herbst allen 6500 Erwachsenen Einwohnern ein Impfangebot gemacht werden soll, dann muss noch viel passieren. Dankbar ist Killinger, dass die Hausarztpraxen zum Impfen bereit stehen, weil diese einen echten und wichtigen Beitrag leisten können. Wenn die Impfkampagne bis Herbst jedoch erfolgreich abgeschlossen sein soll, um einen weiteren Lockdown-Winter zu verhindern, dann muss noch mehr passieren. Über den Gemeindetag hat das Forster Gemeindeoberhaupt deshalb ein Angebot und eine Erwartung an die Landesregierung formuliert:

Ich biete dem Land an:

  • dauerhafte kommunale Unterstützung beim Impfen,
  • Bereitstellung von Räumen und Personal,
  • Organisation und Einbindung von ehrenamtlichen Akteuren mit Ortskenntnis. Ich fordere vom Land:
  • mindestens zweimal im Monat ein mobiles Impfteam vor Ort,
  • Kostenersatz für die Leistung der Kommune,
  • Aufwandsentschädigungen für die ehrenamtlichen Helfer.“

Dem Landratsamt dankt Killinger grundsätzlich für das Angebot der mobilen Impfteams, mit denen die Gemeinde Forst schon sehr gute Erfahrungen im Seniorenheim gemacht hat. Für die Zukunft hofft er auf eine vielfache Wiederholung des Angebots in einem flexibleren Rahmen.

Mitteilung der Gemeinde Forst

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