Essen wie bei Großmama

Zu Besuch im „Holzhacker“

Bei den Karlsruher Schützen steht klassische Küche hoch im Kurs

Viel ist vom Karlsruher Hardtwald nach dem Bauboom der vergangenen Jahrzehnte nicht übrig geblieben. Wer sich dennoch aufmacht um einen Spaziergang durch Karlsruhes grüne Lunge anzutreten, der trifft in regelmäßigen Abständen auf kleine, gepflegte und mitunter versteckte Vereinsgaststätten der Karlsruhe Vereine. Abseits des Karlsruher Innenstadt-Trubels und des Verkehrs, bieten sich diese nahezu ideal für einen Ausflug mit der ganzen Familie an. Hier hat auch die altehrwürdige Schützengesellschaft Karlsruhe 1721 ihren Stammsitz. Geführt wird die angeschlossene Vereinsgaststätte, die den urigen Namen “Holzhacker” trägt von Ingo Zimmermann und seinem Team. Als Ausflugsziel ist die Wald-Gaststätte bestens geeignet, liegt sie doch mitten in der grünen Natur, verfügt über die notwendigen Parkplätze, einen großen Biergarten und auch einen angeschlossenen Spielplatz für die Kinder.

Im Inneren schafft der Betreiber den schwierigen Spagat zwischen Tradition und Moderne. Der Holzhacker ist eine klassisch-badische Gaststätte, strahlt das Traditionsbewusstsein der mehrere hundert Jahre alten Schützengesellschaft aus und ist dennoch rundum gemütlich. Die dunklen Holzelemente im Gastraum erinnern durch ihre Kombination mit den klassisch-floralen Tapetenmustern und den samtbezogenen Stühlen tatsächlich sofort an Großmutters gute Stube von anno dazumal – der lodernde, warme Kamin in der Ecke tut sein übriges.

Eine solche Umgebung weckt hohe Erwartungen an die Speisekarte und das was die Küche zu bieten hat. Um es kurz zu machen: Diese Erwartungen werden unserer Meinung nach mehr als erfüllt. Bei unserem Besuch waren alle durchweg zufrieden. Die Enten-Brust war zart und rosa, der Salat frisch und das hausgemachte Dressing ein echtes Gedicht. Die Rumpsteaks zeigten ebenfalls keinerlei Schwäche und waren – je nach Wunsch – medium rare oder gut durchgebraten. Die Schnitzel kamen gut durchgeklopft direkt aus der Pfanne und die Semmelknödel waren definitiv keine Tütenware, sondern echte Hausmannskost. Dazu ein zuvorkommender und aufmerksamer Service und die heute nicht mehr selbstverständliche Rückfrage direkt aus der Küche.

Die Karte bietet einen breiten Mix aus traditioneller, badischer Küche aber auch Anleihen aus anderen Stilrichtungen um für jeden das passende Angebot parat zu halten. So kommen auch Veganer und Vegetarier mit Quinoa-Talern oder Gemüse-Ravioli voll auf ihre Kosten. Besonders die Salat-Liebhaber sollten diese Adresse im Hinterkopf behalten. Wo sonst bekommt man schon Feldsalat mit Pastinaken-Chips oder einen großen Vinaigrette-Salatteller mit Kichererbsen-Talern, grünem Spargel und Rotbarbenfilet? In Kombination mit den hausgemachten Limonaden für uns jetzt schon ein Garant für weitere Besuche in den warmen Monaten des Jahres.

Transparenz: (unbezahlte und nicht beauftragte Werbung) Dieser Artikel bildet unsere subjektive Meinung ab. Er wurde weder bezahlt noch in irgendeiner anderen Weise vergütet.

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