Ein weiterer Hut im Ring der Bürgermeisterwahl in Ubstadt-Weiher

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Kraichtals Hauptamtsleiterin Katharina Kimmich kandidiert

Allmählich kommt Bewegung in den Wahlkampf um das Ubstadter Rathaus: Mit Katharina Kimmich hat die erste Bewerberin um das höchste Amt der Kleeblatt-Gemeinde ihre Kandidatur angekündigt. Die gebürtige Sulzfelderin lebt in Eppingen und ist derzeit Hauptamtsleiterin der Stadt Kraichtal – eine Position, die sie seit vier Jahren innehat. Nun strebt sie offenbar eine neue Herausforderung an. In einer am späten Abend versandten Pressemitteilung erklärt sie: „Ubstadt-Weiher ist eine attraktive Gemeinde mit viel Potenzial – die Lage in einer reizvollen Landschaft, die Größe, die Menschen, das rege Vereinsleben und die anstehenden Aufgaben und Projekte“ so die 37-Jährige.

Katharina Kimmich bringt umfassende Erfahrung im kommunalen Verwaltungsalltag mit. Vor ihrer Leitungsfunktion in Kraichtal war sie bereits stellvertretende Hauptamtsleiterin in Bruchsal und davor fünf Jahre lang in Bischweier im Landkreis Rastatt tätig. Grundlage ihrer beruflichen Laufbahn ist ein Studium an der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl sowie ein Abschluss in Europäischer Kultur- und Ideengeschichte.

Als parteilose Kandidatin setzt Kimmich auf eine sachlich orientierte, zielgerichtete Politik, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt. „Ich bringe ein Jahrzehnt an wertvollen Erfahrungen und Kompetenzen mit. Als unabhängige Kandidatin von außen möchte ich neue Impulse setzen – ohne Bindung an einen bestimmten Ortsteil. In der Zielfindung sehe ich mich vor allem als Moderatorin, in der Umsetzung als professionelle Gestalterin.“ Ihre Schwerpunkte als potenzielle Bürgermeisterin sieht sie in der Stärkung des Gewerbestandorts, der Sicherung der Lebens- und Wohnqualität, der Weiterentwicklung der Betreuungs- und Bildungslandschaft sowie im Erhalt und Ausbau der kommunalen Infrastruktur.

In ihrer Freizeit engagiert sie sich in einer Amateurtheatergruppe, treibt Sport und ist mit ihrem Lebensgefährten regelmäßig in der Kraichgaulandschaft unterwegs – zu Fuß oder mit dem Fahrrad, wie sie in ihrer Mitteilung ergänzt.

Mit Katharina Kimmich bewirbt sich die vierte Person um die Nachfolge von Bürgermeister Tony Löffler. Zunächst hatte Alexander Seifert seine Kandidatur erklärt, einige Tage später folgte Ingo Licha, gestern dann zuerst Arved Oestringer und schließlich Katharina Kimmich. Ob noch weitere Bewerber*innen hinzukommen, bleibt abzuwarten. Nach Ablauf der Bewerbungsfrist werden sich alle Kandidierenden in den vier Ortsteilen der Bevölkerung vorstellen. Die Termine dafür sind der 28. und 29. April sowie der 5. und 7. Mai. Weitere Informationen folgen zeitnah auf der Webseite der Gemeinde Ubstadt-Weiher.

Hinweis: in der ersten Version dieses Artikels haben wir geschrieben, Katharina Kimmich sei die dritte Bewerberin um das Amt. Wie sich nach Rückfrage bei der Gemeinde Ubstadt-Weiher herausstellt, hat allerdings Herr Arved Oestringer am gestrigen Donnerstag seine Bewerbung noch vor Frau Kimmich bei der Gemeindeverwaltung eingereicht. Wir haben den Text entsprechend angepasst

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17 Kommentare zu „Ein weiterer Hut im Ring der Bürgermeisterwahl in Ubstadt-Weiher“

  1. Ich möchte es auch mal erleben, dass jemand, der nicht aus diesem Verwaltungsdschungel kommt, einen solchen Posten bekommt.
    Vielleicht ändert sich dann mal was.

  2. Ein Bürgermeister/in muss aus der Verwaltung kommen. Er muss mit den Aufgaben vertraut sein und die Abläufe kennen. Kann mir keinen Bäcker, Metzger, Lehrer, Apotheker, Schreiner als Bürgermeister vorstellen

  3. Nicht unbedingt, so findet man z.B. in Bayern öfters
    Leute aus anderen Berufen. Man erhofft sich damit, dass der Bürgermeister nicht nur ein Verwalter ist, sondern andere Ideen und Erfahrungen mitbringt. Es gibt schließlich im Rathaus üblicherweise Fachbereichsleiter (z.B. Hauptamtsleiter) die die entsprechende Expertise mitbringen. Natürlich kann man argumentieren, dass ein fachfremder Bürgermeister über den Tisch gezogen würde, aber wäre das der Fall, wäre er ohnehin eine schlechte Führungskraft und das muss er vor allem sein. Er muss auch ein top Netzwerker sein, um die Interessen der Gemeinde umsetzen zu können. In Baden-Württemberg sind traditionell die Bürgermeister überwiegend Verwaltungsleute und die Gemeinden mögen ja alle ganz gut verwaltet sein, ob das aber die Gemeinden letztendlich wirklich nach vorne bringt, ist eine andere Frage.

  4. Als Bürgermeister muss man nichts können, man muss nur gewählt werden. Jeder andere der in der Verwaltung arbeitet braucht eine Ausbildung oder ein Studium, nur der Chef oder die Chefin nicht…. :-D

  5. Eben nicht.
    Ich halte es für essenziell, dass Ämter von Bürgermeistern und darüber von Menschen bekleidet werden, die eine gewisse Zeit ihres Lebens (> 5 Jahre) eben nicht in Verwaltung oder Politik gearbeitet haben. Wie soll man Menschen vertreten, wenn man keinerlei Gefühl für deren Lebenswirklichkeit hat?!
    Leider gibt es selten Kandidaten mit so einer Vita…

  6. Also ich hab die Nase voll von dieser Verwalterei.
    Egal ob Finanzamt, Landkreis, Stadt oder Arbeitsplatz…
    In diesem Land wird jede Kreativität und Innovationskraft kaputt verwaltet.
    Und das muss sich ändern!

  7. Mittlerweile habe ich den Eindruck, dass Menschen ohne Verwaltungs-vitae regelrecht ausgeschlossen sind.
    Sichtbar ist dies allein schon an der Zs.setzung politischer Gremien…Rechtsanwälte, Beamte, Verwaltungsleute…
    Und die sollen die Probleme des Volks kennen?

  8. Es kann sich doch jeder aufstellen lassen. Er sollte sich aber vorher schon etwas mit der Gemeinde vertraut machen und Kozepte erarbeiten, Klingeln putzen. Dann klappt das eventuell auchmit der Wahl.

  9. Ich finde die Diskussion ziemlich interessant, verstehe aber das Problem nicht.
    Es kann sich wirklich jeder (ohne Verwaltungserfahrung o. Ä.) zur Wahl aufstellen lassen. Wer also mit der Situation nicht zufrieden ist, hat jetzt die Chance selbst aktiv zu werden.
    Wer das nicht tut, kann sich meines Erachtens dann aber auch nicht über die Bewerberauswahl beschweren.

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