Ein neuer Förster im Kronauer Revier

|

Seit der Forstreform von einigen Jahren wird die Gemeinde Kronau von zwei Förstern betreut. Ein Forstexperte ist für den Staatswald, der andere Kollege für den Kommunal- und Privatwald zuständig. Letztgenannte Aufgabe nahm bis vor kurzem noch Jens Schweizer wahr. Da er in ein heimatnäheres Forstrevier gewechselt hat, kümmert sich jetzt Fabian Barthold um den Gemeinde- und Privatwald auf Kronauer Gemarkung, ebenso wie in den Gemeinden Bad Schönborn und Ubstadt-Weiher. Gemeinsam mit seinem Chef, Dr. Simon Boden stattete er kürzlich seinen Antrittsbesuch bei Bürgermeister Frank Burkard ab.

Bei Fabian Barthold handelt es sich gewissermaßen um ein Eigengewächs des Landkreises Karlsruhe. Nach seinem Studium an der Hochschule für Forstwirtschaft in Rotenburg war er zunächst Trainee beim Landkreis, um dort jetzt Jens Schweizer abzulösen.

Beim Treffen im Bürgermeisterbüro wurden etliche Punkte besprochen. So tauschte man sich über die Radwegeverbindungen im Wald aus; ebenso wie über die drohende Güterbahn-Neubaustrecke von Mannheim nach Karlsruhe parallel zur Autobahn, welche unter Umständen durch den Gemeindewald zwischen dem A 5 Quartier und der Autobahn führen könnte. Auch die Erweiterung des Baggersees in den Staatswald hinein und der gegebenenfalls jenseits der Autobahn zur Realisierung kommende Windpark, teilweise ebenfalls auf Gemarkung Kronau, boten Diskussionsstoff.

Hinsichtlich der Option, anfallendes Kommunalholz als Holzhackschnitzel für das Geonetz zu nutzen, anstatt es zu verkaufen, kam Skepsis auf. Angesichts der geringen und zudem nur unregelmäßig anfallenden Mengen kam man überein, jährlich im Voraus zu prüfen, inwieweit eine Eigennutzung sinnvoll und wirtschaftlich ist.

Weiteres wichtiges Besprechungsergebnis war es daneben, dass es im Frühjahr 2023 wieder eine öffentliche Waldbegehung mit dem Gemeinderat gegeben soll.
Für den Start in Kronau wünschte Bürgermeister Frank Burkard dem neuen Förster Fabian Barthold alles Gute, verbunden mit der Bitte, die stets offenen Türen der Gemeindeverwaltung gegenüber ihren Forstpartnern zu nutzen.

Bericht: Armin Einsele / Gemeinde Kronau

Vorheriger Beitrag

11.700 Euro für die Region gespendet

Sinsheim: Fußgängerin nach Unfall schwer verletzt

Nächster Beitrag