Großer Sport im kleinen Kraichgau – Der IRONMAN 70.3 Kraichgau lockt tausende in die Region
Einmal im Jahr steht der Kraichgau Kopf – dann nämlich, wenn die Triathleten des IRONMAN 70.3 über Straßen, Wege und Seen unserer Hügellandschaft jagen. Am vergangenen Wochenende war es wieder soweit: Der internationale Spitzensport machte Halt im Land der tausend Hügel und brachte ein Stück Weltklasse mitten in unsere beschauliche Heimat.
Von kleinen Helden und großen Träumen
Den Auftakt bildeten am Samstagnachmittag wie gewohnt die jüngsten Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Die Ironkids zeigten eindrucksvoll, was sie draufhaben – zu Wasser, zu Fuß und auf dem Rad. Mit Feuereifer stürzten sich die Nachwuchstalente in ihren Mini-Triathlon, angefeuert von stolzen Eltern und Zuschauern am Streckenrand. Als Lohn für den Einsatz gab es am Ziel eine glänzende Medaille – überreicht von Ubstadt-Weihers Bürgermeister Tony Löffler höchstpersönlich.








Für Löffler war es zugleich ein besonderer Moment: Zum letzten Mal nahm er in seiner Funktion als Gemeindeoberhaupt an der Veranstaltung teil. An seiner Seite bereits seine gewählte Nachfolgerin Katharina Kimmich, die in Zukunft das Staffelholz übernehmen wird.
Mehr als nur ein Wettkampf
Der IRONMAN ist längst mehr als ein Sportereignis – er ist ein Wirtschaftsfaktor für die Region. Voll belegte Hotels, volle Restaurants, internationale Aufmerksamkeit. All das bringt das Event jährlich mit sich. Und doch: Ganz ungetrübt scheint die Euphorie nicht mehr zu sein.
Weniger Zuschauer – nur dem Wetter geschuldet?
Ein Blick an die Strecke offenbarte eine Entwicklung, die sich bereits seit Jahren andeutet: Es sind weniger Zuschauer geworden. Natürlich – das Wetter war am Wochenende durchwachsen. Aber selbst bei besserer Witterung wäre wohl kaum das Flair der Anfangsjahre erreicht worden. Damals, als aus der Challenge der IRONMAN wurde, verwandelte sich der Hardtsee in ein Meer aus Menschen. Heute wirken manche Streckenabschnitte regelrecht leer. Hat der IRONMAN seinen Zenit überschritten? Die Frage darf gestellt werden.
Stolze Leistung – trotz organisatorischer Holprigkeiten
Ein kleiner Wermutstropfen war in diesem Jahr der Informationsfluss im Vorfeld des Events. Unsere Redaktion erreichten viele Details erst sehr kurzfristig – inklusive der Einladung zur offiziellen Pressekonferenz. Ähnliche Rückmeldungen erhielten wir auch aus mehreren Stadt- und Gemeindeverwaltungen.








Auch für Anwohnerinnen und Verkehrsteilnehmer war es mitunter nicht leicht, an aktuelle Informationen zu Sperrungen und Umleitungen zu gelangen. Hier könnte künftig mit etwas mehr Vorlaufzeit und Transparenz nachgesteuert werden.
Ein Spektakel auf drei Etappen
Doch ungeachtet solcher Tendenzen: Der sportliche Glanz des Wochenendes bleibt unbestritten. Schwimmen, Radfahren, Laufen – die heilige Dreifaltigkeit des Triathlon – forderte den Teilnehmenden alles ab. Mehrere tausend Athletinnen und Athleten gingen an den Start, begleitet von mindestens ebenso vielen helfenden Händen.








Ein besonderer Dank gilt dabei nicht nur den Vereinen, sondern auch der engagierten Bürgerschaft, den Feuerwehrleuten, Rettungsdiensten und der gesamten Blaulicht-Familie. Ohne ihren Einsatz wäre die Durchführung einer XXL-Veranstaltung dieser Größenordnung schlichtweg nicht möglich. Ebenso unverzichtbar war die tatkräftige Unterstützung der Bauhöfe, die im Hintergrund ganze Arbeit leisteten.
Stimmung an der Strecke – besonders auf dem Gassbuckel
Die Radstrecke war für viele Zuschauer wieder das Highlight: In Menzingen, Östringen und am berühmt-berüchtigten Gassbuckel in Gochsheim – liebevoll auch „Heartbeat Hill“ genannt – standen die Fans dicht an dicht, jubelten, trommelten, klatschten. Hier ging der Puls nicht nur bei den Sportlern hoch.
Das Finale in Bad Schönborn
Den krönenden Abschluss bildete der Laufkurs in Bad Schönborn. Hier wechselten die Athleten vom Rad auf die Laufstrecke – die letzte Etappe des Rennens. Im Fandorf herrschte Festivalstimmung, Musik und Jubel begleiteten die letzten Meter ins Ziel.
Die Sieger 2025
Bei den Männern sicherte sich Lasse Priester den Sieg – und damit auch den Titel für seine Heimat. Der Lokalmatador überquerte nach 3:45:19 Stunden als Erster die Ziellinie, dicht gefolgt von Fabian Kraft (3:45:40) und Nick Emde(3:46:06).








Bei den Frauen ließ Laura Philipp der Konkurrenz keine Chance. Sie gewann souverän in 4:16:30 Stunden, gefolgt von Caroline Pohle (4:20:50) und Laura Jansen (4:21:41). Für Philipp war es bereits der sechste Sieg beim IRONMAN 70.3 Kraichgau – eine beeindruckende Bilanz.
Ein Wochenende zum Erinnern
Trotz Regen, trotz Kritik – der IRONMAN 70.3 bleibt ein Fixpunkt im Kalender der Region. Für ein Wochenende richtet sich der Blick der internationalen Triathlon-Welt auf unsere kleine Ecke in Südwestdeutschland. Und das ist – ungeachtet aller Diskussionen – eine große Sache. Bis zum nächsten Jahr, wenn es wieder heißt: Willkommen im Land der tausend Hügel!

















Ergebnisse IRONMAN 70.3 Kraichgau 2025
| Platz | Frauen | Zeit | Männer | Zeit |
|---|---|---|---|---|
| 1. | Laura Philipp (GER) | 4:16:30 | Lasse Priester (GER) | 3:45:19 |
| 2. | Caroline Pohle (GER) | 4:20:50 | Fabian Kraft (GER) | 3:45:40 |
| 3. | Laura Jansen (GER) | 4:21:41 | Nick Emde (GER) | 3:46:06 |
Mehr Ergebnisse auf ironman.com

Vielen Dank für die tollen Bilder und dem tollen Bericht. allerdins sollte man bei so einer Profi Veranstaltung meinen, daß die wichtigsten Multiplikatoren nämlich die Vertreter der Presse rechtzeitig informiert werden.
Ich bedanke mich bei der Hügelhelden-Redaktion ausdrücklich, daß es bei euch noch KEINE Artikel hinter einer Bezahlschranke gibt.
Ich bin froh, dass es rum is!!!
Warum immer hier?
Bis nächstes Jahr? zuerst muss der Vertrag frisch gemact werden, da der letzte 2025 ausgelaufen ist 😉
Fazit : Kalt, Nix Los , Langweilig
Vielen Dank, dass ich schon seit vielen Jahren meinen Lieblingssport in Eurer tollen Gegend genießen darf.
Als direkt von der Sperrung Betroffene (über den ganzen Tag abgeschnitten) können wir sowohl auf diese Veranstaltung als auch auf eine Verlängerung sehr gut verzichten.
„Voll belegte Hotels, volle Restaurants…“? Da haben wir andere Informationen -gerade entlang der gesperrten Strecke.
Und wie jedes Jahr wird wieder gebruddelt, dass man nicht jederzeit mit dem Auto vom Wohnzimmer aus bis ins Kühlregal bei Kaufland kommt.
Anstatt sich zu freuen solch ein Event direkt vor der Haustür zu haben. Mit Spitzensportlern und Olympiasiegern zum anfassen nah.
Ich schäme mich eurer Engstirnigkeit.
Ich bin absolut für dieses Event, bin aber auch nicht von irgendwelchen Sperrungen betroffen. Gehe ich nicht zur Veranstaltung, bekomme ich davon so gut wie nichts mit.
Ich kann durchaus verstehen, dass die Einschränkungen für Anwohner schwierig sind. Wie ich einem Kommentar aus einem anderen Artikel hierzu entnehmen konnte, ist die Kommunikation bezüglich der geplanten Streckensperrungen durchaus ausbaufähig.
Und zur Engstirnigkeit …
Das möchte ich Ihnen gleichermaßen unterstellen!
Sie haben nicht zu bewerten, ob eine Beschwerde über die durchaus umfangreichen Einschränkungen, die Anwohner über sich ergehen lassen müssen, gerechtfertigt ist oder nicht. Es gibt gebügend Gründe damit nicht einverstanden zu sein. Auch dann wenn es nur mangelndes Interesse an diesem Sport ist. Geschmäcker sind unterschiedlich, Meinungen vielfältig.
So nehme ich Ihre Meinung wertungsfrei zur Kenntnis auch wenn ich sie nicht teile.
Ganz ehrlich, einmal im Jahr findet diese tolle Veranstaltung satt, aber mega….. ich bin so froh und stolz das wir sowas im Ort bieten können… tolle menschen, super Sportler, ich hoffe es findet noch lange bei uns statt…..
Ich bin direkt von IRONMAN betroffen was es Sperrungen angeht, aber das ist uns allen bekannt und es ist gut so….
LG