Dem Himmel so nahe

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Das Himmelreich zwischen Zeutern und Oberöwisheim ist ein magischer Ort

Eine Wanderung für Sinn und Seele

Es ist ein besonderes Stück Erde – der lange Hügelkamm zwischen Zeutern, Unter- und Oberöwisheim. Durchzogen von Hohlwegen und üppig bewaldet, offenbart das Himmelreich gerade an diesen stillen und kalten Herbsttagen seine ganze Schönheit. Unsere Wanderung dorthin beginnt in Odenheim. Von dort führt unser Weg entlang des Kneipp-Pfades, an der erstarrten Idylle des Pfannwaldsees vorbei, bis zur tiefen Galgenhohle. Von hier an geht es aufwärts – dem Himmelreich entgegen. Durch tief in die Wiesen und Äcker eingesunkenen Furten wandern wir weiter zur Himmelreich-Hütte und schauen in uns gehend auf das im Winternebel dösende Zeutern hinab.

Nach dieser Pause brechen wir erneut auf und folgen dem Pfad am Waldrand noch für einige hundert Meter. Irgendwann betreten wir den im Raureif majestätisch erstarrten Forst und hören minutenlang kein Geräusch außer den Schuhen auf dem gefrorenen Herbstlaub. Die Ruhe ist königlich, die kalte Luft und der weiße Atem göttlich. Wir lassen die Brandwaldhütte zur linken liegen und wandern aus dem Wald hinaus auf die Höhenzüge der Weinberge. Vor uns schält sich Unteröwisheim aus dem Nebel und glitzert in den diffusen Strahlen der spät-nachmittäglichen Sonne. Noch bevor der Abstieg ins Tal beginnt, wenden wir uns nach links auf einen kleinen Pfad mitten durch ein Feld. Dieser wird von einem kleinen Hohlweg verschluckt dessen verwundene Spur uns schließlich wieder auf unseren Rückweg geleitet. Rund zwei Stunden dauert diese kleine Reise durch diesen wunderschönen Winkel Heimat – niemals sonst ist man dem Himmel so nahe.

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