Das wurde aus den alten Schlecker-Märkten im Kraichgau

Vor sechs Jahren fiel das Schlecker-Imperium in sich zusammen

Am 27. Juni 2012 ging in Deutschland die Ära Schlecker zu Ende. Bis zum Ende der Insolvenz des einstigen Drogerie-Riesen, schlossen in Deutschland rund 7000 Filialen endgültig die Türen – über 20.000 Mitarbeiter verloren ihren Arbeitsplatz. Derzeit ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den früheren Schlecker-Chef Anton Schlecker. Er soll in 36 Fällen große Summen Geld beiseite geschafft haben um sein Vermögen vor dem Zugriff der Gläubiger zu schützen, so die Ermittler weiter. Während der Fall Schlecker die Behörden immer noch in Atem hält, verblassen hier in der Region die Spuren des einstigen Riesen-Konzerns zunehmend. Doch was wurde aus den vielen Schlecker-Filialen hier im Kraichgau eigentlich? Wir haben uns mit der Kamera auf Antwortsuche begeben.

In der Bruchsaler Innenstadt wurde aus dem Schlecker-Markt ein Geschäft für Outdoor-Mode. Durch die Neuansiedlung von dm und Müller ist das Drogerie-Vakuum jedenfalls sofort gefüllt worden.
Hier war der Brettener Innenstadt-Schlecker in früheren Tagen untergebracht. Dort wo sich nun Touristen über die Sehenswürdigkeiten der Stadt informieren, packten früher die Kunden Putzmittel und Zahnpasta in ihre Einkaufskörbe,
In Kraichtal-Unteröwisheim wurde die Schlecker-Filiale durch ein Geschäft für Haushaltsgeräte übernommen. Statt Haushaltswaren gibt´s nun eben Haushaltsgeräte – nah dran!
In Kraichtal-Münzesheim gibt es statt der alten Schlecker-Hausmarke AS nun viel mehr PS. Der einst zu den modernen Schlecker-Märkten 2.0 zählende Verkaufsbereich, wird nun durch das Mercedes-Autohaus Bürkle genutzt.
Im Östringer Teilort Odenheim gehen nun statt Haushaltswaren eher Backwaren über die Theke. Die Bäckerei Grimberg hat in den alten Schlecker-Räumen eine neue Filiale samt Stehcafé eingerichtet.
Im Ubstadt-Weiherer Teilort Zeutern hat sich offenbar noch keine konkrete Nutzung für die alte Filiale des einstigen Drogerie-Riesen ergeben. Die Räume werden als Lager oder Ausstellungsfläche genutzt.
In Ubstadt fand sich kein gewerblicher Mieter für die Verkaufsräume in der Ortsmitte. Deshalb wurde der Laden zu privatem Wohnraum umfunktioniert.
Hier war der Brettener Innenstadt-Schlecker zuletzt beheimatet. Seit der Insolvenz werden die Räume durch den Filialisten STEPHAN genutzt

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