Das Drama geht in die Verlängerung

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Statt der angekündigten, üppigen Regengüsse, wich uns die Dürre auch in dieser Woche nicht von der Seite. Auch in der nächsten Woche scheint sich daran nichts zu ändern

Aloha Freunde, ich schätze, wir sind Euch eine Erklärung schuldig. In unserem letzten großen Wetterausblick vergangene Woche, haben wir Euch mit hoher Wahrscheinlichkeit Regengüsse im Land der 1000 Hügel prognostiziert. Bis kurz vor knapp sah es auch sehr gut aus, fast alle Wettermodelle haben reichlich Nass von oben gesehen… eingetreten ist davon am Ende – gar nichts. Man könnte fast sagen, es ging wie verhext zu. Wer sich Baden-Württemberg auf dem Strömungsfilm bzw. dem Regenradar von oben angesehen hat, der sah ein regelrechtes Wolkenloch über unserer Heimat – kaum eine Regenwolke hat sich in unsere Breitengrade verirrt. Stattdessen ist das wertvolle Nass einfach Richtung Österreich hinweg gezogen. Oder anders ausgedrückt: Der Lieferwagen ist vorbeigefahren, hatte am Ende doch kein Päckchen für uns dabei. Bitter Freunde, das ist bitter.

Dazu muss man wissen, dass die Vorhersagen im Wesentlichen auf einzelnen Parametern beruhen, von denen dann mathematisch angenommen wird, dass diese sich auch so erfüllen. Da mehr oder weniger alles aufeinander aufbaut, reicht es schon aus, wenn sich nur ein Prozess anders verhält, als dies „berechnet“ wurde. Das kennt man noch aus der Mathematik-Stunde, wird an einer Variablen gedreht, sieht das Ergebnis gleich ganz anders aus. Die Niederschlagsignale dieser Tage, beruhen alle auf Gewitter und Schaueraktivität. Diese lassen sich einfach nicht mit endgültiger Sicherheit vorhersagen und somit gibt es diese starken Ausschläge in den Mengen oder Wahrscheinlichkeiten. Wobei diese %-Angaben nichts anderes sind, als der Hinweis, dass es bei z.B. 80% an 8 von 10 Tagen mit der gleichen oder ähnlichen Wetterlage Regen gab. Eine verbindliche Zusage ist das freilich nicht.

Was die besondere Wetterlage in Baden-Württemberg in den letzten Wochen und Monaten angeht, so halten auch Meteorologen der großen Institutionen diese für außergewöhnlich. Etwas ausführlicher erklärt das über diesen YouTube Link der Kollege vom Kachelmannwetter: https://www.youtube.com/watch?v=Bpn-Kt7n8x8

So, nun aber genug der langen Vorrede, schauen wir uns die Prognose für die kommenden Tage an, deren rechnerische Unsicherheiten ihr nun besser auszulegen wisst:

Samstag

Die letzte Chance auf etwas Regen, bevor sich das nächste Hoch über unseren Landen aufbaut, haben wir am Samstag-Vormittag. Hier sind einzelne Regenschauer und/oder Gewitter über der Region unterwegs, die teilweise heftigen Starkregen mit sich bringen können (aber nicht müssen). Wer leer ausgeht, hat nur einen ungestörten Blick auf einen völlig bewölkten, aber trockenen Himmel. Ab dem Nachmittag gehen die Chancen auf Regen dann gegen Null, der Himmel lockert auf und es wird wieder deutlich sommerlicher. Die Temperaturen dazu erreichen höchstens 25 Grad.

Sonntag

Der Sonntag bringt dann genau das Wetter, das wir im Grunde seit zwei Monaten nonstop keinen: Sonne, ein paar harmlose Wolken und dazu Temperaturen um 27 Grad. Regenwahrscheinlichkeit: verschwindend gering

Ausblick

Wer dieses heiße, trockene und sommerliche Wetter liebt, kommt in den folgenden Tagen erneut voll auf seine Kosten. Wir erwarten das gleiche Muster, an das wir uns in den vergangenen Wochen gewöhnt haben: Reichlich Sonnenschein bei Temperaturen um 30 Grad. Regen dagegen ist weit und breit nicht in Sicht – Land, Landschaft und Leute darben weiter in dieser außergewöhnlichen und dramatischen Dürre des Sommers 2022.

Marco Weiß

Marco ist unser Mastermind in Sachen Wetter. Mit seiner eigenen Wetterstation, ausgestattet mit allem Zipp und Zapp, beobachtet er fortwährend Veränderungen in der Atmosphäre, Windgeschwindigkeiten, Niederschläge, Temperaturen und sogar das Auftreten und die Koordinaten von Gewitter-Aktivitäten. Im Netz stellt er diese Informationen übersichtlich zusammen und gibt präzise Auskunft über das was uns in den kommenden Tagen in Sachen Wetter im Hügelland erwartet

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1 Gedanke zu „Das Drama geht in die Verlängerung“

  1. Höchste Zeit zu überlegen wie man Wasserstellen in der Natur bereitstellen kann. Wir leben ja nicht alleine auf unserem Planeten. Und das Problem ist nun mal mensch gemacht.

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