Die Wahlergebnisse im Hügelhelden-Verbreitungsgebiet
Hier sind die Ergebnisse der Bundestagswahl 2025 für die relevanten Wahlkreise und die einzelnen Städte und Gemeinden in unserem Verbreitungsgebiet.
Die Würfel sind gefallen, die Menschen haben gewählt. Die Wahlergebnisse im Hügelland bilden im Großen und Ganzen die Ergebnisse auf Bundesebene ab, ein paar bemerkenswerte Eigenheiten gibt es aber dennoch bei dieser vorgezogenen Bundestagswahl vom 23. Februar 2025 hervorzuheben. So hat in den beiden Städten Philippsburg und Eppingen die AfD jeweils das stärkste Ergebnis bei den Zweitstimmen eingefahren, sogar die CDU knapp hinter sich gelassen. In Eppingen kommt die Alternative für Deutschland auf gute 30 Prozent, in Philippsburg liegt man leicht darunter.
Die Wahlkreise in unserem Verbreitungsgebiet bleiben jedoch trotz der starken Zuwächse der AfD größtenteils in der Hand der Union. Deutlich wird dies unter anderem am Ergebnis der Christdemokraten im “Spargelwahlkreis” Bruchsal Schwetzingen. Hier verteidigt der Bundestagsabgeordnete Olav Gutting sein Mandat mit 32,1 % der Stimmen, das entspricht sogar einem Plus von 6 % im Vergleich zur Bundestagswahl 2021.
Im benachbarten Wahlkreis 272 kann ebenfalls die CDU einen Sieg verbuchen. Für den Abgeordneten Nicolas Zippelius bedeutet dies nun eine zweite Amtszeit für die Union als Vertreter der Region in Berlin. Der Weingartener holt das Direktmandat mit nochmals deutlicheren 39,2 Prozent der Stimmen im Vergleich zu seinem Parteikollegen Gutting.
Wichtig zu wissen, durch das reformierte Wahlrecht sind seit dieser Wahl die Direktkandidaten nicht mehr automatisch Wahlsieger, wenn sie in ihrem Wahlkreis die meisten Stimmen auf sich verbuchen können. Erst das Zweitstimmenergebnis entscheidet darüber, wie viele Mandate den Parteien letztendlich effektiv zustehen.
Aus diesem Grund wird nach aktuellem Kenntnisstand der Kandidat der CDU im Wahlkreis Rhein-Neckar, Moritz Oppelt, nicht in den deutschen Bundestag einziehen, obwohl er in seinem Wahlkreis 34,4 Prozent der Stimmen und damit ein Direktmandat holen konnte. Stattdessen ziehen über die Landesliste die Kandidaten der AfD (Achim Köhler) und der SPD (Lars Castellucci ) in den Bundestag ein. Achim Köhler von der Alternative bekam 20,36 Prozent der Stimmen.
Über die Landesliste zieht auch im Wahlkreis Heilbronn der Kandidat der AfD Jürgen Kögel in den Bundestag ein, auf ihn entfallen 25,1 % der Erststimmen. Direkt gewählt wurde CDU Kandidat Alexander Throm mit 35 % der Stimmen, wenngleich dieser Umstand nur über das Verpassen der Fünf-Prozent-Hürde des BSW in letzter Minute möglich wurde.
Wahlkreis 272 Karlsruhe-Land
Erststimmen

| Kandidat | Stimmen | Prozent |
|---|---|---|
| Zippelius (CDU) | 68.439 | 39,16 % |
| Hussain (SPD) | 26.152 | 14,96 % |
| Grässer (GRÜNE) | 22.739 | 13,01 % |
| Weber (FDP) | 7.333 | 4,20 % |
| Möckel (AfD) | 32.290 | 18,48 % |
| Creutzmann (Die Linke) | 8.836 | 5,06 % |
| Stoll (FREIE WÄHLER) | 4.592 | 2,63 % |
| Schulz (Die PARTEI) | 2.083 | 1,19 % |
| Mexner (Volt) | 2.310 | 1,32 % |
Wahlkreis 272 Karlsruhe-Land
Zweitstimmen

| Partei | Stimmen | Prozent |
|---|---|---|
| CDU | 58.135 | 33,14 % |
| SPD | 26.361 | 15,03 % |
| GRÜNE | 23.378 | 13,33 % |
| FDP | 9.721 | 5,54 % |
| AfD | 33.393 | 19,04 % |
| Die Linke | 9.790 | 5,58 % |
| dieBasis | 458 | 0,26 % |
| FREIE WÄHLER | 2.329 | 1,33 % |
| Tierschutzpartei | 1.774 | 1,01 % |
| Die PARTEI | 889 | 0,51 % |
| Volt | 1.524 | 0,87 % |
| ÖDP | 255 | 0,15 % |
| Bündnis C | 408 | 0,23 % |
| MLPD | 50 | 0,03 % |
| BÜNDNIS DEUTSCHLAND | 193 | 0,11 % |
| BSW | 6.744 | 3,84 % |
Wahlkreis 278 Bruchsal-Schwetzingen
Erststimmen

| Kandidat | Stimmen | Prozent |
|---|---|---|
| Gutting (CDU) | 57.953 | 36,11 % |
| Yildirim (SPD) | 26.193 | 16,32 % |
| Dr. Rink (GRÜNE) | 17.222 | 10,73 % |
| Melchior (FDP) | 6.690 | 4,17 % |
| Dammert (AfD) | 35.699 | 22,25 % |
| Zeltmann (Die Linke) | 8.289 | 5,17 % |
| Geyer (FREIE WÄHLER) | 5.664 | 3,53 % |
| Hippert (Volt) | 2.759 | 1,72 % |
Wahlkreis 278 Bruchsal-Schwetzingen
Zweitstimmen

| Partei | Stimmen | Prozent |
|---|---|---|
| CDU | 51.746 | 32,11 % |
| SPD | 23.130 | 14,35 % |
| GRÜNE | 17.612 | 10,93 % |
| FDP | 8.450 | 5,24 % |
| AfD | 36.132 | 22,42 % |
| Die Linke | 9.271 | 5,75 % |
| dieBasis | 497 | 0,31 % |
| FREIE WÄHLER | 2.544 | 1,58 % |
| Tierschutzpartei | 2.048 | 1,27 % |
| Die PARTEI | 797 | 0,49 % |
| Volt | 1.258 | 0,78 % |
| ÖDP | 218 | 0,14 % |
| Bündnis C | 182 | 0,11 % |
| MLPD | 35 | 0,02 % |
| BÜNDNIS DEUTSCHLAND | 208 | 0,13 % |
| BSW | 7.009 | 4,35 % |
Ergebnisse der Städte und Gemeinden
Die detaillierten Wahlergebnisse für einzelne Städte und Gemeinden können über die folgenden, externen Links aufgerufen werden. Sie werden weitergeleitet auf das Angebot von komm.one, eine Anstalt des öffentlichen Rechts, die die Wahlergebnisse digital aufbereitet.
- Bad Schönborn
- Bretten
- Bruchsal
- Eppingen
- Forst
- Gondelsheim
- Hambrücken
- Graben-Neudorf
- Karlsdorf-Neuthard
- Kronau
- Kraichtal
- Kürnbach
- Oberderdingen
- Östringen
- Philippsburg
- Sinsheim
- Sulzfeld
- Ubstadt-Weiher
- Zaisenhausen
- Waghäusel
Diese Ergebnisse bieten eine detaillierte Übersicht über das Wahlverhalten in unserem Verbreitungsgebiet.

Auch hier ein unglaublich starkes Ergebnis für die AFD – was mich ein Stück weit betroffen macht. Dennoch sollten die Parteien der Mitte anfangen zu verstehen, warum sich so viele Bürger eine echte Alternative in Blau versprechen.
Nachdem (beginnend in den Merkel-Jahren) die politische Mitte komplett entkernt wurde, gehen die Wählerstimmen zunehmend in extreme Richtungen.
Wenn die neue Regierung (wie auch immer sie aussehen wird) die bestehenden Probleme nicht angeht (und zwar unabhängig davon, ob die Früchte der Arbeit noch in dieser Legislaturperiode geerntet werden können), werden die extremen Ränder bei der nächsten Bundestagswahl die stärksten Parteien stellen.
Und dann sind Sorgen mehr als angebracht!
Der Herr Gutting darf weiter Lobbyistentermine in Berlin wahrnehmen. Für mich unverständlich, aber auch das kann man unter Demokratie verstehen ….
Einfach nur traurig!
Es fängt schon wieder an wie vor 100 Jahren. Faschistische Regierungen verbünden sich mit der wirtschaftlichen Elite und versprechen dem Volk ihren Sozialstatus zu sichern.
Ja, ich mache mir auch große Sorgen.
Es sind so viele Ähnlichkeiten wie in der Weimarer Republik.
Hat jemand eine Erklärung dafür, dass alle Wahlkreise in der SBZ/DDR blau sind ?
Was geht dort vor ?
Wie soll sich ein derart gespaltenes Land jemals gegen einen äußeren Gegner zur Wehr setzen?
Gar nicht! Der Osten ist „blau“ (braun wäre die korrekte Farbe), der Westen schwarz.
Lese grad das Buch „Braunes Erbe“, über das 3. Reich und die deutschen Wirtschaftsgrößen…das wird einem ganz anders…
„Wiedervereinigung“ rückgängig machen, die DDR zahlt jeden Pfennig/Cent zurück, dann können sie ihren faschistischen russischen Lieblingen in den Hintern kriechen bis nuff – wie wär’s damit ?
Vielleicht ist eine Erklärung, dass die Menschen im Ostern noch wissen wie es in einer Gesellschaft war, in der die Partei alles geregelt hat. Wenn ich mir die Bürokratie und Regelungswut der Ampel anschaue, geht das in die Richtung. Der Westen hat sich arrangiert, der Osten rebelliert. Ein Erklärungsversuch – wobei ich mir auch die Frage stelle wie die Ostdeutschen das mit Russland und der AFD so komplett ausblenden..
Bester Leserbrief vor Jahren im Spiegel:
„Lasst uns die Mauer wieder aufbauen. Diesmal mit Glasbausteinen. Damit die da drüben sehen, wie wir uns wieder erholen.“
Im Osten hat man eine linke Bevormundungsherrschaft vor noch nicht allzulanger Zeit erst hinter sich gebracht. Darauf hat dort niemand mehr Lust.
Darüber hinaus ist die Wohlstandsdecke immer noch deutlich dünner als hier im Westen.
Auf die katastrophalen wirtschaftlichen Fehlentscheidungen reagiert man deshalb sensibler.
Meine Meinung.
Chrupalla behauptet „Zwei Nationalspieler gratulieren afd“.
Ich vermute Toni Turek und Max Morlock ?
„Wiedervereinigung rückgängig machen“ …
Geht’s auch eine Nummer kleiner?!
Bundesweit liegt die AFD bei 20 %, in Baden-Württemberg ebenso, genau wie im Landkreis und in den meisten Wahlkreisen hier.
Bei einer Union, die nur bei ca. 30 % liegt, ist der Unterschied dann gar nicht so deutlich, wie Sie sich das wünschen.
Bevor Sie also die Menschen im Osten so hart angehen, sollten wir uns mit dem Gesamtergebnis auseinandersetzen. Hinter den abstrakten Zahlen stehenen Millionen Menschen, die sicher nicht alle zu doof sind, es zu kapieren oder gar Faschisten. Wenn aber die Lösung der Parteien der Mitte weiterhin nur sein wird, den Menschen „die Politik einfach nur besser erklären“ zu müssen, wird auch im Westen die AFD bald zur stärksten Partei gemacht.
Die AFD muss dafür nicht mal etwas tun, den Wahlkampf für Blau übernhemen seit einigen Jahren die anderen Parteien …
Als ob die AFD eine Lösung wäre😮
Die AfD und ihre Stärke bei Wahlen, spiegelt einfach nur gesellschaftliche Probleme wieder.
Der Osten ist blau, weil er erniedrigt (die „Wiedervereinigung“ war eher ein „Anschluß/Auflösung“ der DDR), ausgeplündert (die Treuhand hat einfach alles was noch halbwegs wert hatte im Osten, an Großkapitalisten im Westen weiterverschachert), ausgeblutet (wer wohnt noch wirklich da? Viele Leistungsfähige und Junge sind in den Westen) und ist jetzt abgehängt (reale Wirtschaftsleistung Ost-Bundesländer und DDR plus ca. 10 % in 35 Jahren Inflationsbereinigt !).
Der Westen wird blau, weil die sogenannten „Altparteien“ auf die Belange von Bürgern längst nicht mehr eingehen. Wie auch. Es handelt sich ja um Berufspolitiker die häufig in ihren vorher angestrebten Karrieren Schiffbruch erlitten haben (ich nenne keinen hier, aber da sind genug Beispiele) und dann einfach sich gedacht haben: „oben mitspielen, aber als Spielball von Konzernen/Industrie/Mächtigen“.
Flankiert wird dies alles von einer immer unfähiger werdenden Verwaltung, die teilweise nicht mal mehr ihre Grundfunktionen erfüllen kann.
Um es klar zu stellen: Ich bin hier geboren, bin kein Deutscher, weder blau noch möchte ich es jemals werden. Möglicherweise habe ich dadurch einen neutraleren Blick auf die Dinge.
Statt dass die „Wessis“ auf die „Ossis“ einhauen (siehe weitere Kommentare hier), sollte man sich vielleicht Gedanken dazu machen warum der „Osten“ jetzt einen Sonderweg geht. Der Osten hat im Gegensatz zum Westen einen Staat schon erlebt, hautnah, in dem Versprechen nicht gehalten wurden, und der Bürger / Gesellschaft obskuren Zielen geopfert hat, und der dann in letzter Konsequenz untergegangen ist.
Die Wiedervereinigung war der bis dato größte Verstoß gegen die Verfassung.
Von wegen auf Grundlage einer gemeinsam zu schaffen den Verfassung…
Das GG würde einfach „übergestülpt“, wirtschaftliche Interessen hatten Vorrang.