Bruchsal schiebt den Tunnel ein -Bahnstadt und Innenstadt sind verbunden

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Ingenieurstechnische Meisterleistung im Zeitraffer zu sehen

Überall im Land wird in diesen Tagen die Wiedervereinigung gefeiert, heute auch in Bruchsal, wenngleich auch auf etwas andere Weise. Nach rund 100 Jahren der Trennung sind die Oststadt und die Weststadt Bruchsal wieder miteinander verbunden. Nachdem das erste Baggermaul bereits Mitte Juli seine Zähne durch die dicke Betonwand im Untergrund unter dem Bruchsaler Bahnhof gegraben hatte, ist nun das ganze Kunststück geglückt. In einer konzertierten Aktion wurde heute die gesamte Unterführung in die Bahnstadt an ihre endgültige Position geschoben und bildet damit den direkten Anschluss an die bereits bestehende Untertunnelung unter den Gleisen des Bruchsaler Bahnhofs.

Mitten durch die alten Güterhallen erfolgte der Durchbruch

„Wir sind durch“ – so hieß es am Montag auf der Westseite Bruchsal beim finalen Durchstich der Gleisquerung. Um 8.45 Uhr gab Bürgermeister Andreas Glaser das Go. Dann setzten sich die zwölf Pressen in Bewegung. Zunächst wurde das Unterführungsbauwerk angehoben und anschließend Richtung Tunnelloch geschoben. Innerhalb von 45 Minuten war der 25 Meter lange, neun Meter breite und 1.000 Tonnen schwere Betonkubus an seinem Platz. In den kommenden Tagen wird das Stahlbetonbauwerk mit der 15 Meter langen Unterführung, die auf Bahnhofseite betoniert worden ist, verbunden. Damit ist ein weiterer, wichtiger Projektabschnitt zur Fertigstellung der Gleisquerung vollendet. Voraussichtlich ab Herbst 2020 werden die Bruchsaler/-innen durch diese „Röhre“ die Bahngleise unterschreiten und auf kurzem Weg von der Bahnstadt in die Bruchsaler Innenstadt gelangen.

Wie eindrucksvoll dieser Vorgang vonstatten gegangen ist, zeigt ein Zeitraffer-Video, das uns die Stadt Bruchsal heute mit freundlicher Genehmigung von Haas / Ingenieurbüro Mund und Ganz zur Verfügung gestellt hat:

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