Bretten nimmt Starkregen-Alarmsystem in Betrieb

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Ein Netz intelligenter Sensoren soll künftig rechtzeitig vor Überflutungen warnen

Mit Überflutungen und Starkregen kennt sich keine andere Kraichgau-Stadt so gut aus wie Bretten. Mehrere Starkregen-Ereignisse in den letzten Jahren haben immer wieder dazu geführt, dass Teile der Stadt überflutet wurden. Dementsprechend nervös reagieren viele Brettener wenn der Wetterbericht einmal mehr starke Regenfälle für die Melanchthonstadt prognostiziert.

Um künftig besser auf solche Extremereignisse vorbereitet zu sein, hat die Stadt Bretten nun die Installation eines Starkregen-Frühalarmsystems auf den Weg gebracht. So entstand in Zusammenarbeit mit der Spekter GmbH aus Herzogenaurach ein digitales Frühwarnsystem, das seit gestern nun in Betrieb ist.

Das Cloud-basierte System greift dabei ständig auf Echtzeitdaten mehrerer Sensoren an neuralgischen Punkten überall in der Stadt zu. Diese befinden sich an der Oberfläche, in Kanälen und entlang der Wasserläufe. Sie geben Ihre Daten permanent an einen zentralen Server weiter der auf diese Weise das Gefahrenpotenzial errechnen kann.

Die Gefahrenstufen reichen farblich hervorgehoben von S 0 – Keine Gefahr über S 1 – Rückstaugefahr und S 2 – Überflutungsgefahr bis hin zu S 3 – Sturzflutgefahr. Sobald der Zentralrechner eine entsprechende Gefahrenstufe erkannt hat, werden mehrere Prozesse in Gang gesetzt. Die Bürger werden über E-Mail und SMS informiert, die Rettungsdienste aktiviert und technische Schutzvorkehrungen in die Wege geleitet, so beschreiben es die Macher des Systems auf ihrer Webseite.

Die Stadt Bretten hat nun als erste Stadt in Baden-Württemberg ein solches System in Betrieb genommen. Während einer Bürgerinformationsveranstaltung im Hallensportzentrum am gestrigen Abend ging das System dann auch live. Jeder kann sich ab sofort online für den Infodienst registrieren und künftig vielleicht bei Regen dadurch etwas beruhigter zu Bett gehen.

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