Breitbandstart in Kronau

|

Highspeed auf Knopfdruck

Buzzern für den Fortschritt

Mit dem symbolischen Druck auf den roten Buzzer wurde das Breitband Zeitalter in Kronau begonnen. Mit diesem Schritt sind nun die Betriebe im Gewerbegebiet Heidig sowie die Anwohner an der Backbone-Strecke in der Seestraße, der Laurentiusstraße, der Jahnstraße und dem östlichen Teil der Bahnhofstraße mit Glasfaser versorgt. Eine Stichleitung führt zum Rathaus.

Vertreter der am Projekt beteiligten Firmen, Ämter und Institutionen, die Gemeinderäte, die Verwaltung und die gesamte Bevölkerung waren zum epochalen Ereignis geladen. Bürgermeister Frank Burkard begrüßte seinen Vorgänger Bürgermeister a.D. Jürgen Heß, der gemeinsam mit anderen Kollegen das kommunale Breitband-Netz initiierte, das mittlerweile von rund 30 Kommunen und dem Landkreis getragen wird. Trotz aller Euphorie über die erfolgreiche Gründung und Etablierung der „Breitbandkabel Landkreis Karlsruhe GmbH“, die die digitale Fernleitung, das Backbone, zur Verfügung stellt, betonte Bürgermeister Frank Burkard, dass eine komplette Versorgung der Gemeinde rund 5 Millionen Euro kosten würde. Er forderte mehr Unterstützung von Bund und Land. Landrat Dr. Christoph Schnaudigl hatte Ragnar Watteroth, den Leiter des Dezernats für Finanzen und Beteiligungen beim Landratsamt mitgebracht. Er erläuterte die technische Überlegenheit der Glasfaserleitungen, die 1000 mbit erreichen, während die alten Kupferleitungen mit maximal 50 mbit die Datenmengen nicht mehr bewältigen könnten.

Der Leiter des EnBW Regionalzentrums sprach über die technischen Details: In Kronau seien 4 km Backbone Rohre verlegt, zwei Übergabestellen (Point of Precences) errichtet, sieben Verteilerschränke aufgestellt sowie 75 Hausanschlüsse gebaut. Damit sei ein Meilenstein auf dem Weg zum Lebens- und Wirtschaftsraum von Morgen gelegt. Anwendungen für das schnelle Internet gäbe es zuhauf: Telemedizin, Videotelefonie, Fernsehen auf Abruf, 5 G Technologie und vieles mehr. Bürgermeister a.D. Jürgen Heß blickte in seinen Worten zurück: Kronau sei Kronau bereits in den späten achtziger/ frühen neunziger Jahren als eine der ersten Gemeinden mit Coaxialkabel versorgt worden. Katja Kiefer, die Vertreterin der Provider Firma Inexio, berichtete, dass die Gewerbetreibenden bereits angeschrieben seien, um sie auf die Möglichkeit des Anschlusses hinzuweisen, die Privatkunden würden in nächster Zeit folgen.

Redaktion: Frieder Scholtes

Stimmt etwas nicht? Haben wir einen Fehler gemacht oder etwas vergessen? Sagen sie's uns! Hier finden Sie alle Kontaktmöglichkeiten mit unserer Redaktion.Ihr Feedback zählt!

Vorheriger Beitrag

„Bunt in den Frühling“ mit den bunten Hunden

Strohballenbrand in Oberderdingen – Feuerwehr verhindert Schlimmeres

Nächster Beitrag