Blick zurück und nach vorne in Eppingen

Eppingens Oberbürgermeister Klaus Holaschke

Die Neujahrsansprache von Oberbürgermeister Klaus Holaschke

Bereits zum 14. Mal hatte Oberbürgermeister Klaus Holaschke am 1. Januar die Bevölkerung zu seiner Neujahrsansprache eingeladen. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus der Kernstadt und den Stadtteilen säumten aus diesem Anlass bei milden Temperaturen den Eppinger Marktplatz. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung vom Musikverein aus Kleingartach unter der Leitung des Dirigenten Frank Weiß und des Vorsitzenden Daniel Daub sowie von den Sängerinnen und Sänger des MGV Liederkranz Kleingartach unter Leitung des Vorsitzenden Friedrich Bothner und des Dirigenten Jörg Paßura. Mit Böller- und Salutschüssen begrüßten Schützen der Schützengesellschaft Eppingen auf dem Marktplatz das neue Jahr. Für die Bewirtung sorgte die Hexenzunft Eppingen.

„Die Bilanz für Eppingen fällt positiv aus, es gibt jedoch auch Kehrseiten des Aufschwunges“, blickte Oberbürgermeister Klaus Holaschke in seiner Ansprache zurück. Der Wohnungsmarkt sei überhitzt, die Stadt werde sich 2018 verstärkt diesem Thema annehmen. In seinem Streifzug beleuchtete er unter anderem die Kinderbetreuung. „Die Stadt lässt sich die qualitativ hochwertige Betreuung in den 16 Kinderbetreuungseinrichtungen einiges kosten; allein 2018 beträgt das Defizit rund 4,5 Millionen Euro für die 800 Kindergartenplätze und 170 Krippenplätze in der Gesamtstadt“, so der OB.

In 2017 gab es einige Anlässe zum Feiern, wie 500 Jahre Reformation am 31. Oktober, 50 Jahre Gymnasium in Eppingen, das 20-jährige Bestehen des Stadtmarketingvereins oder das Bürgerparkfest, ausgerichtet von den Bürgerparkfreunden anlässlich des zehnjährigen Bestehens. „Es kommt Leben in die Innenstadt“, betonte das Stadtoberhaupt mit Blick auf die Neueröffnungen „einfach nordisch“, „Rhein-Neckar-Akustik“ oder der Holzofenbäckerei Mitterer in der Brettener Straße. Nicht neu, aber um 550 Quadratmeter größer ist das Modehaus Spiess. Und 523 Tage nach dem Spatenstich feierte EDEKA im November die Neueröffnung auf dem ehemaligen Hecker-Areal. Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft eröffnete auch die Kaufland-Filiale nach dem Umbau in neuem Ambiente wieder. „Werden Sie Kunde Ihrer Eppinger Stadtwerke“, machte der OB Werbung, denn „ein Großteil der Erträge bekommt die Stadtkasse und die Vereine profitieren durch eine eigens aufgelegte Vereinsaktion durch bares Geld.“

Mit jedem weiteren Unternehmen, das sich ansiedelt, entwickelt sich Eppingen mehr und mehr von einer ehemals stark landwirtschaftlich geprägten zu einer technologieorientierten Stadt. Als Beispiele nannte das Stadtoberhaupt die bauliche Erweiterung der Firma H+W Härte- und Werkstofftechnik in der Eppinger Weststadt, den Neubau einer Produktionshalle bei der Firma Andreas Rupp im Wiesental in Rohrbach und die Ansiedlung des Roboterspezialisten IPR-Intelligente Peripherien für Roboter im Eppinger Industrie- und Gewerbegebiet Tiefental.

„Eppingen – eine starke Gemeinschaft auch dank der Vielfalt unserer Stadtteile“, skizzierte Holaschke. Jeder Einzelne trage zum Ganzen bei – das Miteinander werde groß geschrieben. Vielfältig sei das Engagement der Kultur- und Heimatvereine, von Sport und Kirche und der sozialen Einrichtungen. Beispielhaft nannte er das Engagement der Ehrenamtlichen in den Arbeitskreisen Asyl, die sich um die Flüchtlinge kümmern und den Menschen auf der Flucht ein Stück Würde zurückgeben. Eppingen zeige eine Willkommenskultur, die von Hilfsbereitschaft, Nächstenliebe und Einsatz für den Hilfesuchenden geprägt sei. In einem Ausblick auf 2018 ging der Holaschke auf die Fertigstellung des Parkhauses und die Anpassung der Wilhelmstraße mit Umgestaltung des Pausenhofes der Grundschule im Rot ein. „Praxisräume und Wohnungen sind die Nutzungen, die die Projektentwickler Jako Baudenkmalpflege für das Pfeifferturm-Quartier am Eppinger Marktplatz im Blick haben“, informierte der OB. Schon weit gediehen sei die Stadtpfarrer Emil Thoma Wohnanlage der Baugenossenschaft Familienheim Eppingen im ehemaligen Druckereigebäude Kepner in der Brettener Straße.

Ab Frühjahr wird die Mühlbacher Straße in Eppingen von der Brettener Straße bis zum Bahnübergang umgestaltet – und zwar in einem Zug. Mit zwei Kreisverkehrsplätzen wird der Verkehrsfluss der stark belasteten Knotenpunkte wesentlich verbessert. Auch die Planungen der Gartenschau 2021 in Eppingen seien auf einem guten Weg: „Mit der Genehmigung der Entwurfsplanung für die Daueranlagen durch den Gemeinderat in der Februar-Sitzung erreichen wir einen markanten Punkt“. Eppingens Rolle in der Region werde mit der Durchführung der Gartenschau und der damit verbundenen landesweiten Aufmerksamkeit sicher gestärkt, erinnerte OB Holaschke an den positiven Schub durch die baden-württembergischen Heimattage vor zehn Jahren. Abschließend dankte Holaschke allen, „die sich für unsere Stadt engagiert haben – sei es durch ihre tägliche Arbeit im Beruf oder ehrenamtlich im politischen, sozialen und kirchlichen Bereich, in den Schulen, den Rettungsdiensten wie DRK oder Feuerwehr oder bei unseren über 200 Vereinen“. (pep)

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