Beim Schuster in der Kloschdergass

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Bild: Stadtarchiv Bruchsal

Das Schuhmacher Rill Haus ist ein lebendes, atmendes Stück Bruchsaler Geschichte

Es war einmal vor langer Zeit mitten im Herzen des alten Bruchsals. In Hausnummer 37 in der Klostergasse, lebten und wirkten dereinst der alte Schuhmacher Stadtmüller und seine Frau. Von überall aus dem Rübenviertel strömten die Kunden damals zu Andreas und Barbara um ihre Sohlen flicken zu lassen – denn zu jener Zeit waren Schuhe noch keine billigen Wegwerfartikel, sondern ein kostbares Hab und Gut.

Barbara Stadtmüller schenkte ihrem Mann Andreas insgesamt 13 Kinder, einer der Söhne, Christian Rill, übernahm schließlich die Werkstatt anno 1948. Bis ins hohe Alter ging Christian seinem uralten Handwerk Tag für Tag nach und vermachte schließlich 2006 des Schumacher Rill Haus samt und sonders der Stadt Bruchsal. Als Kleinod und lebende Zeitkapsel der Handwerksgeschichte, eng verknüpft mit der Historie der Stadt, wurde das kleine Haus schließlich hergerichtet, im Originalzustand konserviert und für die Nachwelt erhalten.

Durch die finanzielle Unterstützung durch die Stiftung der Volksbank Bruchsal-Bretten und das Engagement von Menschen wie Thomas Adam, kann das Schuhmacher Rill Haus noch heute allen Besuchern seine Kleinen und großen Geschichten erzählen – aus den vielen bewegten Jahrzehnten in der Kloschdergass.

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