Aufatmen in Bretten – Aus für katholische Altenhilfe scheint abgewendet

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Das Seniorenheim St.Laurentius in Bretten
Aufatmen in Bretten - Aus für katholische Altenhilfe abgewendet
Das Seniorenheim St.Laurentius in Bretten
Überraschung in Bretten

Wolff treibt Standortsicherung und Ausbau der angezählten katholischen Altenpflege voran.

Sie schien bereits besiegelt, die Zukunft der katholischen Altenpflege in Bretten. Der Caritas-Verband Ettlingen hatte unlängst das Aus für das St.Laurentius-Heim in der Apothekergasse beschlossen, nachdem man keine Perspektive mehr für den Standort gesehen hat. Zum 31. Dezember 2018 sollten hier eigentlich die Lichter ausgehen – für die Heimbewohner und das Personal natürlich eine schlimme Situation.

Doch nun scheint sich das Blatt zu wenden! In einer eilig einberufenen Pressekonferenz präsentierte Oberbürgermeister Martin Wolff am Donnerstag ein umfangreiches Planungspaket um die katholische Altenhilfe nicht nur in Bretten zu halten, sondern zudem noch weiter zu stärken. Unter Hochdruck habe er in den vergangenen Wochen mit Behörden, Verbänden und Kirche verhandelt um den Bewohnern und Mitarbeitern von St. Laurentius eine nachhaltige Perspektive zu bieten, so Wolff.

Diese Perspektive sieht ein mehrteiliges Paket für die Unterbringung und die Betreuung der Senioren vor! Zum einen soll der Standort des bisherigen Altenheims in der Apothekergasse erhalten und saniert werden. Vier Säulen sollen hier künftig ein attraktives Angebot für die Menschen schaffen: Anstatt der bisherigen Pflegeplätze sind Plätze für das betreute Wohnen, ergänzt durch ambulant betreute Wohngruppen angedacht. Dazu soll noch eine Begegnungsstätte sowie die Tagespflege für ältere Mitbürger entstehen.

Desweiteren soll am Standort des ehemaligen Mellert-Fibron-Geländes ein Ersatz für die in der Apothergasse wegbrechenden Pflegeplätze errichtet werden. Dementsprechende Änderungen und Weiterentwicklungen des Bebauungsplanes werden laut Aussagen der Stadtverwaltung bereits vorangetrieben.  So können neue Wohn- und Pflegeplätze entstehen um die Versorgungssituation für Senioren in Bretten nachhaltig zu stabilisieren und auszubauen. Auf diese Weise werden die bisherigen Pflege- und Arbeitsplätze in der Stadt erhalten.

Die Krise um die Zukunft der katholischen Altenpflege, die zu nicht unerheblichen Teilen den noch laufenden Wahlkampf um den Posten des Oberbürgermeisters geprägt hat, scheint damit nun doch zu einem erfreulichen Ende finden zu können. „Für mich ist es wichtig unseren älteren Mitmenschen zu helfen und Ihnen eine sicheren und würdigen Lebensabend in unserer Stadt zu ermöglichen“, so Oberbürgermeister Martin Wolff gegenüber hügelhelden.de

Nun muss noch der Brettener Gemeinderat den Plänen zustimmen, die nächste Sitzung ist für den 30. November angesetzt. Zudem steht noch die Änderung des Bebauungsplanes für das Mellert-Fibron-Gelände an – die Stadtverwaltung rechnet hier aber mit grünen Lichtern bis zum Frühsommer – die Weichen hierfür wurden im Rat bereits vor Monaten gestellt. Bis dahin soll aber der Betrieb am alten Standort vollumfänglich erhalten bleiben. Laut Sitzungsvorlage für die kommende Gemeinderatsitzung wurden die „…wesentlichen Inhalte und Ziele des von der Stadtverwaltung erstellten Entwurfs… ….von Vertretern der katholischen Kirchengemeinde und der Vorstandsvorsitzenden des Caritasverbandes Ettlingen bereits anerkannt und die vorgeschlagene Vorgehensweise befürwortet.“  Es scheint sich also in einer der dringendsten Fragen der Brettener Politik ein Happy End anzubahnen. Schon James Bond wusste bekanntlich: Sag niemals nie.

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