Nach zwei Bränden im Bereich Bruchsal Heidelsheim und der Südstadt im Frühjahr dieses Jahres hat die Staatsanwaltschaft Karlsruhe Anklage gegen zwei Männer vor dem Amtsgericht Bruchsal erhoben. Das geht aus einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft und des Polizeipräsidiums Karlsruhe hervor. Einen Zusammenhang der beiden Vorfälle mit einer größeren Brandserie gibt es nach derzeitigem Ermittlungsstand der Polizei nicht.
Der erste Fall datiert auf den 11. April 2026, als gegen 18:00 Uhr eine Gartenhütte im Bereich der Straße Lindenbaum komplett ausbrannte. Nach kriminaltechnischen Untersuchungen ergab sich der Verdacht einer vorsätzlichen Brandstiftung. Die Ermittlungen des Kriminalkommissariats Bruchsal führten zu einem 21-jährigen Deutschen. Bei einer anschließenden Wohnungsdurchsuchung stellten die Beamten Beweismittel sicher, die den Tatverdacht erhärteten. Am 7. Juli erhob die Staatsanwaltschaft Anklage wegen Brandstiftung vor dem Schöffengericht.
Im zweiten Fall bemerkte eine Polizeistreife am 30. April 2026 gegen 02:40 Uhr einen Entstehungsbrand auf einer Wiese nahe der Kleingartenanlage Hanfröste. Die Beamten löschten das Feuer vor Ort ab und verhinderten ein Übergreifen auf umliegende Bäume. In der Nähe des Tatorts nahmen sie einen 79-jährigen Deutschen fest, der sich hinter einem Gebüsch versteckt hielt. Die Staatsanwaltschaft erhob am 13. Juli Anklage wegen Sachbeschädigung vor dem Strafrichter.