Mitten in den Alpen: Eppinger Zimmer auf neuer Heilbronner Hütte eingeweiht

In einem ruhigen Seitental, inmitten der eindrucksvollen alpinen Berglandschaft des Verwallgebirges, thront in 2.320 Meter Höhe die Neue Heilbronner Hütte. Sie ist ein Drehkreuz für Bergwanderer und Moutainbiker. Alpinfreunde finden dort eindrucksvolle Übergänge zu benachbarten Hütten und Tagesausflügler bequeme Wege vor. Oberbürgermeister Klaus Holaschke und Bürgermeister Peter Thalmann haben gemeinsam mit Vertretern des Eppinger Gemeinderates und der Vorstandschaft der Sektion Eppingen des Deutschen Alpenvereins Heilbronn am ersten Septemberwochenende das Eppinger Zimmer auf der Heilbronner Hütte offiziell eingeweiht. Der Vorsitzende der Sektion Eppingen des DAV Heilbronn, Klaus Zürner, brachte gemeinsam mit Oberbürgermeister Klaus Holaschke das Türschild mit dem Wappen der Stadt und einer Ansicht des Eppinger Marktplatzes an der Eingangstür an. Vorausgegangen war der einstimmige Beschluss des Verwaltungsausschusses des Gemeinderats, die Zimmerpatenschaft von Seiten der Stadt Eppingen zu übernehmen. Das Zimmer Nummer 9 – ein 14-Betten-Lager – wurde eigens dafür neu hergerichtet. Mit der Zimmerpatenschaft verbunden ist die bevorzugte Belegung für Familien und Wandergruppen aus Eppingen. Die einmaligen Kosten für die Zimmerpatenschaft belaufen sich auf 6.500 Euro, von denen die Brauerei Palmbräu die Hälfte übernimmt. Seit vielen Jahren liefert die Eppinger Traditionsbrauerei das Bier für die Heilbronner Hütte. Hüttenwirt Manfred Fredi Immler, der jüngst erst seinen 70. Geburtstag feierte, ist seit 40 Jahren Pächter.

Bereits freitags hatte sich die Sektion Eppingen mit einem Reisebus auf den Weg gemacht. Ein Kleinbus mit der Verwaltungsspitze und Eppinger Stadträten reiste am Samstag nach. Überrascht wurde die rund 50-köpfige Reisegruppe aus Eppingen in der Nacht auf Samstag, 2. September von einem Wintereinbruch und fand rund um die Heilbronner Hütte 20 Zentimeter Neuschnee vor. Die Silvretta-Hochalpenstraße von Partenen über die Bieler Höhe zum Zeinisjoch war nur mit Schneeketten passierbar, sodass die Eppinger Delegation den Kleinbus stehen lassen musste und sich von der Mautstelle aus auf den Weg zur 2.320 Meter hoch gelegenen Hütte machte. Unterwegs trafen die Wanderer den Bürgermeister der Gemeinde Gaschurn, Martin Netzer, der mit dem Mountainbike zur Hütte hochgefahren war. Die Heilbronner Hütte auf der Landesgrenze zwischen Vorarlberg und Tirol ist von Mitte Juni bis Anfang Oktober geöffnet und bewirtschaftet. Die Hütte wurde 1928 erbaut und feiert nächstes Jahr ihr 90-jähriges Bestehen. Jedes Jahr finden sich zahlreiche Familien und Wandergruppen auch aus der Region und der Raumschaft Eppingen auf der Neuen Heilbronner Hütte ein. Vom nächstgelegenen Parkplatz Zeinisjoch ist die Hütte in 2 ½ Stunden zu erreichen.

Redaktion: Sönke Brenner

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