Wenn Street Food sesshaft wird

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Angetestet – In Oberderdingen gibt es nun den ersten Street Food Laden weit und breit

Volkan, Kazim und ihre beiden Power-Frauen sind echte Street Food Veteranen. Vor einigen Jahren beschlossen sie ihre biederen Schreibtischjobs sausen zu lassen und etwas ganz Neues auf die Beine zu stellen. Gemeinsam investierten sie in einen mobilen Hot Dog-Stand und versuchten ihr Glück auf den boomenden Street Food Festivals überall im Land. Schnell hatten sie in der quirligen Szene Fuß gefasst und Lust auf mehr bekommen. 2018 ersteigerten sie bei einer Auktion ein gebrauchtes Feuerwehrauto aus dem Jahr 1972 und bauten den Oldtimer zu einem Street Food-Mobil aus. Seither touren sie jedes Wochenende nonstop durch die Lande, von der Schweizer Grenze bis hinauf nach Koblenz, mit bereits jetzt bis weit ins kommende Jahr hinein gefüllten Auftragsbüchern.

Lokal statt Mobil geht auch

Für manche mag das bereits genug Arbeit sein, nicht aber für die Besatzung des Fire Truck. Ende vergangenen Jahres eröffneten sie in der alten Metzgerei Antoni in Oberderdingen den ersten Street Food Laden der Region. Hier gehen seither frisch zubereitete Burger, Burritos, Hot Dogs und Pommes mit allen erdenklichen Toppings über die Theke. Mit einem normalen Imbiss lässt sich der kleine, auf den Namen “Street Food 22” getaufte Laden, allerdings nicht vergleichen – tatsächlich viel eher mit einem stationären Street Food Wagen. Die in der Branche obligatorische Mischung aus unkonventionellem Design und kreativer Küche, greift hier in der Brettener Straße genauso wie auf Achse mit dem Truck.

Der kleine, nur an drei Tagen in der Woche geöffnete Laden ist derart “fancy” und “chic”, dass man ihn instinktiv eher in die Großstadt als in ein Kraichgau-Dörfchen verorten würde. Doch auch wenn man die Kraichgauer bei neuen Dingen oftmals zum Jagen tragen muss, brummt “Street Food 22” bereits vom ersten Augenblick an. Oft trifft man hier bereits auf eine kleine Schlange an Wartenden, die von der Crew in dem sehr kleinen Gastraum mit wenigen Sitzgelegenheiten mit fantasievollen “Wartenamen” bei Laune gehalten wird. Dann hört man hier durchaus auch Sätze wie “Der Burger für Mister James Bond ist fertig”, oder “Wie hätte George Clooney seine Pommes denn gerne?”. Wer es mag bei Starbucks mit seinem Vornamen aufgerufen zu werden, der wird sich auch hiermit schnell arrangieren können.

Wie schmacket es denn nun?

Nach unserem heutigen Test müssen auch wir unumwunden zugeben – das Warten lohnt sich. Für 5,50 € testen wir den Burger “Cheese Extreme” und erhalten dafür zwei ordentliche Hände voll aromatisch schmeckender Zutaten und einer Soße die uns absolut zu überzeugen weiß. Die Portionen sind mehr als ausreichend und alles schmeckt zu vollster Zufriedenheit frisch und charakterstark. Von unserer Seite aus also eine klare Empfehlung.

Geht noch weiter

Weil man bekanntlich das Eisen schmieden soll, solange es heiß ist, wird “Street Food 22” übrigens auch nicht die letzte Heimatbasis der Fire Truck Crew bleiben. Schon bald soll ein zweiter Laden im Kraichgau eröffnen, wo – wollen uns die vier Street(food)worker aber noch nicht verraten. Bis dahin trifft man sie also wie gehabt von Dienstags bis Donnerstags ab 11 Uhr in Oberderdingen oder irgendwo in den grünen Hügeln mit ihrem feuerroten Street Food Truck.

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2 Gedanken zu „Wenn Street Food sesshaft wird“

  1. Vielleicht sollte man fairerweise aber auch erwähnen, dass es kaum Sitzplätze gibt und es zur Stoßzeit zu langen Wartezeiten kommt.

    Mit George Clooney o. Ä. wurden wir aber noch nie angesprochen.

    • da hast du recht Linda, die ehemalige Metzgerei bietet nur eine Handvoll Sitzplätze und bei einer längeren Schlange kann es schon einmal kuschelig voll werden

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