Weihermer Dreisamkeit

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Zum 37. Mal stürzen sich Anfang September in Weiher mutige Athleten jeden Kalibers ins Wasser, schwingen sich aufs Rad und streifen die Laufschuhe über.

Wer die beiden Worte „Triathlon“ und „Hardtsee“ hört, bei dem rattern die kleinen grauen Zellen vermutlich ganz unwillkürlich zu den medial aufgeplusterten Eisenmännern durch. Klar, der Ironman und zuvor die Challenge sind hochkarätige Triathlon-Events, die jedes Jahr den Kraichgau faszinieren. Dabei wird jedoch gerne vergessen, dass der eigentliche Ursprung des sportlichen Dreigestirns der alteingesessene Hardtsee-Triathlon ist.

Denn an der Weihermer Riviera ging man schon Mitte der Achtzigerjahre erstmals aufs Ganze – also zu einer Zeit, als die heutigen Eisenharten entweder noch nicht geboren waren oder in den Windeln lagen. Doch auch seit das medienträchtige Spektakel alljährlich am Hardtsee abgehalten wird, gibt sich der hinter Hardtsee Triathlon stehende TSV Ubstadt gelassen, denn eine echte Konkurrenz ist die Großveranstaltung nicht.

„Wir sind eine lockere und familiäre Alternative zu den Mega-Events“, wusste schon vor zehn Jahren der damalige TSV-Vorstand Heinz Harlacher. Sein Nachfolger Eric Küstern sieht das genauso. Schließlich sei das mittlerweile zum 37. Mal ausgetragene Sportereignis bereits Wochen im Vorfeld restlos ausgebucht.

Sport für alle Generationen

Eine Amateurveranstaltung ist der Hardtsee-Triathlon aber auch nicht – eher eine ausgewogene Mischung aus ein paar waschechten Profis, solchen, die es werden wollen, und vor allem vielen Freizeitsportlern, die einfach nur aus Spaß am Sport und an der Bewegung an den Start gehen.

Die Altersspanne deckt dabei im Grunde alle Generationen ab: Hier schwimmen, radeln und laufen Teenager neben Senioren – familiärer kann ein Sport-Event kaum noch werden.

Eric bei der Einweisung vor dem Start

Die Strecke ist moderat und für jeden mit ein bisschen Übung und Kondition machbar. Zuerst geht es 600 Meter durch den Hardtsee, danach 16 Kilometer auf dem Fahrrad und schließlich noch vier Kilometer zu Fuß rund um das See-Gelände.

Während die Profis schon nach vergleichsweise kurzer Zeit über die Ziellinie gehen, brauchen andere dafür deutlich länger. Doch das juckt hier niemanden wirklich. Es geht um eine gute Zeit miteinander, um Bewegung in ihrem schönsten Sinn und um gemeinsamen Spaß.

Nicht nur Einzelkämpfer gehen an den Start, sondern ganze Teams: manchmal Kollegen, manchmal Freunde, manchmal Familien. Jeder wird angefeuert, jeder wird willkommen geheißen.

Gemeinsam anpacken

Dieses Miteinander hört auch nicht bei den Sportlerinnen und Sportlern auf, sondern zieht sich durch die gesamte Organisation des Triathlons. Die TSV-Familie packt gemeinsam an und wird dabei von anderen Vereinen unterstützt, beispielsweise von den DRK-Ortsgruppen Ubstadt und Stettfeld, der freiwilligen Feuerwehr Ubstadt und der DLRG Ubstadt-Weiher.

Anders wäre das auch gar nicht machbar, erzählt Eric Küstner, der quasi der Fixstern in der Organisation des Hardtsee-Triathlon ist. Früher habe man sogar die einzelnen Zeiten noch händisch mit der Stoppuhr erfasst, alles per Hand in Windeseile notiert und ausgewertet.

Seit einigen Jahren übernimmt jedoch ein professioneller Anbieter die Zeiterfassung. Seither sei die Organisation deutlich entspannter, weiß Eric.

Bewährter Zeitplan

Der Zeitplan für die diesjährige Ausgabe am Sonntag, dem 6. September, weicht ebenfalls nicht vom Bewährten ab. Um 10.30 Uhr fällt der Startschuss, dann stürzen sich die Sportlerinnen und Sportler in die Fluten des Hardtsees.

Um 13.30 Uhr gibt es die große Siegerehrung. Davor und danach gibt es reichlich gute Laune, etwas zu essen und zu trinken sowie viele nette und freundliche Menschen – Ubstadt-Weiher eben.

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