Wandern und Kultur – in Kraichtal als Kombi gut möglich

|

Viel los bei KRAICHTAL WANDERT und dem Tag des offenen Denkmals

von Carmen Krüger / Stadt Kraichtal

(PM/PR) Bei bestem Wanderwetter begaben sich drei Wandergruppen aus verschiedenen Kraichtaler Stadtteilen auf den Weg nach Gochsheim. Sowie vor 500 Jahren die Bauern beim Aufstand, wurde auf belieb­ten Kraichtaler Wanderrouten in Richtung Graf-Eberstein-Schloss gewandert.

Unter der erfahrenen Führung von Gästeführer Gerhard Wöhrle folg­ten zahlreiche Wandersleute dem Martinusweg ab Menzingen und erfuhren auf der Strecke so manches über die Ortsgeschichte sowie über den „Kraichgauer Haufen“, wie die aufständischen Bauern sei­nerzeit genannt wurden.

Gästeführer Willi Dehn begleitete eine Gruppe auf dem Rundwanderweg Gochsheim. Mit herrlichem Blick auf die Altstadt und die Kraichgaulandschaft konnten alle Teilnehmerinnen und Teil­nehmer die Tour und die Ausführun­gen Ihres Begleiters genießen.

Am Kraichbach entlang und dem Europäischen Fernwanderweg folgend, wanderte die Münzesheimer Wander­gruppe nach Gochsheim. Gästefüh­rer Reinhold Müller erzählte vieles zur Geschichte Kraichtals und informier­te fachkundig über den tragischen Verlauf des Bauernaufstands.

Nachdem alle drei Gruppen der KRAICHTAL WANDERT Stern-wanderung nach und nach auf dem Berthold-Zimmermann-Platz im Gochsheimer Schlosshof angekommen waren, wurde sich erst­mal gestärkt. Die Stadt Kraichtal hatte für alle großen und kleinen Gäste Obst, ein Wandervesper und erfrischen­de Getränke so­wie sonnige und schattige Plätze zum Ausruhen vorbereitet.

Als kleine Belohnung für die bis zu sechs gelaufenen Kilometer, gab es für Jeden eine Kugel Eis.

Ab 14:30 Uhr haben sich weitere Gäste eingefunden. Karl-Heinz Glaser, 1. Vorsitzender des Heimat- und Museumsvereins, zog die Anwesenden mit der Geschichte um Anton Eisenhut, den „leicht­fertigen Pfaffen“, in seinen Bann. Am „Tag des offenen Denkmals“ stand in Gochsheim alles unter dem Motto: 500 Jahre Bauernauf­stand im Kraichgau, denn genau hier beim Graf-Eberstein-Schloss traf sich der Kraichgauer Haufen, um sich gegen die Ungerechtig­keiten des Adels zu wehren. Nach der Einleitung draußen und der weiteren, kurzweiligen Führung im Inneren des Schlosses, betrach­teten Alle die Wechselausstellung im Ebersteinsaal zum Thema: Bauernkrieg.

Glaser wies auf die Grablege in der benachbarten Martins­kirche hin, die eigens für diesen Aktionstag ihre Pforten ge­öffnet hatte. Zahlreiche Besuchende waren auch im Schloss-Café zu verzeichnen, sie genossen den Blick auf die Kraichgau­er Hügellandschaft von der Sonnenterasse.

Die nahegelegenen Bäckereimuse­en hatten – ebenso bei freiem Ein­tritt – geöffnet und trotz des Regens der vergangenen Nacht, konnte der Sinnengarten seinen beliebten Barfußpfad öffnen. So war, einmal mehr, viel los in den Gassen des Kraichtaler Museumsstädtchens. 

Ein Dank an alle Beteiligten, die vor und hinter den Kulissen, zum Gelingen dieser Kombi-Veranstaltung beigetragen haben.

Herzliche Einladung zum Familienbacktag, am 28. September, im Badischen Bäckereimuseum und zum Schokoladentag, am 12. Oktober, im Ersten Deutschen Zucker­bäckermuseum.

1 Kommentar zu „Wandern und Kultur – in Kraichtal als Kombi gut möglich“

Die Kommentare sind geschlossen.