Volles Stadion ohne Maske – KSC setzt auf 2G

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Neue Regelung greift erstmals bei Heimspiel gegen Paderborn

Sie war im Grunde ohnehin ein eher zahnloser Tiger – die Maskenpflicht im Stadion. Wer selbst in letzter Zeit einmal ein KSC Heimspiel erlebt hat, kann ein Lied davon singen. Sobald die Ordner vorbei sind, wird in vielen Fällen der Mund-Nasen-Schutz wieder abgesetzt. Allein bei der letzten Begegnung gegen Erzgebirge Aue, registrierte die Polizei laut offizieller Mitteilung in der Vorspielphase knapp 2000 solcher Verstöße gegen die Maskenpflicht.

Dieses Ärgernis soll demnächst der Vergangenheit angehören. Wie der KSC in einer aktuellen Presseerklärung mitteilt, will der Verein künftig auf das sogenannte 2G-Optionsmodell setzen. Diese, seit Inkrafttreten der jüngsten Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg mögliche Regelung, erlaubt Veranstaltern den Zutritt für Gäste nur auf Geimpfte und Genesene zu beschränken. Lediglich getestete Gäste wären hierbei außen vor. Im Gegenzug ermöglicht das Modell den Wegfall von Obergrenzen bei den Besucherzahlen sowie einen vollständigen Verzicht auf die Maskenpflicht.

„Nach intensiven internen Abwägungen und dem Austausch mit Gesundheitsamt, Ordnungsamt, dem Fandachverband ‚Supporters Karlsruhe 1986‘ e.V. sowie Vertretern der aktiven Fanszene haben sich Beirat und Geschäftsführung des KSC für die Einführung der 2G-Regelung entschieden. Nur so ist die Rückkehr zur Maximalauslastung und damit der nächste Schritt in Richtung Normalität möglich. Zudem macht es uns die 2G-Regelung möglich, die viel diskutierte Maskenpflicht im Stadion komplett abzuschaffen. Zuletzt kam es hier bekanntlich immer wieder zu Verstößen, die so nun der Vergangenheit angehören. Durch die Umstellung ist nun auch wieder der Tageskartenkauf von günstigeren Stehplatztickets möglich. Zudem wird die Ansteckungsgefahr im Stadion weiter reduziert“, so KSC-Geschäftsführer Michael Becker.

Als weiteren, positiven Nebeneffekt des Modells, sieht der KSC die nun gegebene Möglichkeit der anonymisierten Nachverfolgung. Somit besteht kein Zwang mehr die verkauften Tickets zu personalisieren, auch ein Verkauf günstigerer Tagestickets für die Stehplätze sei wieder möglich, so der Verein weiter.

Ab dem kommenden Heimspiel gegen Paderborn greift also ab sofort der neue Grundsatz: Geimpft, Genesen, Punkt. Ausnahmen gibt es gemäß der Landesverordnung für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sowie für Personen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können und die mit einem entsprechenden Attest ausgestattet sind. Inhaber von Dauerkarten, die durch die neuen Regelungen keine Heimspiele mehr besuchen können, haben die Möglichkeit sich das Geld für die Tickets zurückerstatten zu lassen. Weitere Informationen sowie eine Liste mit FAQ gibt es auf der Webseite des KSC.

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