Sperrung des Bahnübergangs ab April 2020 – Gondelsheim macht Tempo bei Umsetzung des Maßnahmenkatalogs

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Pressemitteilung der Gemeinde Gondelsheim

Im „Altenwingert“ entstehen kostenlose Parkplätze für Bewohner östlich der Gleise

Die Auswirkungen der Sperrung des Bahnübergangs Gondelsheim für die Bürgerinnen und Bürger so gering wie möglich zu halten – das hat sich die Gemeinde zum Ziel gesetzt. Dafür wurde ein entsprechender Maßnahmenkatalog entwickelt, der mit Nachdruck umgesetzt wird.

Eine der darin enthaltenen Maßnahmen ist die Schaffung von zusätzlichen Parkplätzen im Westen der Gemeinde. „Im Altenwingert in unmittelbarer Nähe der Fußgängerunterführung beim Schlossstadion entstehen rd. 100 kostenfreie Parkplätze für diejenigen, die im Osten, die auf der anderen Seite der Gleise wohnen“, sagt Bürgermeister Markus Rupp. „Wir stehen derzeit aber in Grundstücks-Verhandlungen, um diese Zahl noch einmal erhöhen zu können.“

Seit Anfang dieser Woche können die Bewohner der östlichen Seite einen entsprechenden Antrag stellen. Das Formular dafür gibt es im Bürgerbüro des Rathauses und ist auf der Webseite www.gondelsheim.de (Aktuelles) abrufbar. „Das grundsätzliche Problem lösen können wir damit nicht, nur die Folgen ein wenig lindern“, betont Rupp.

Das Problem, damit ist die mehr als sechsmonatige Sperrung des innerörtlichen Bahnübergangs von April bis Oktober kommenden Jahres gemeint. Auslöser ist die Sanierung der Schnellbahnstrecke zwischen Mannheim und Stuttgart und die dadurch verbundene Verlagerung des Schienenverkehrs auf die durch Gondelsheim führende Strecke.

Damit die Bewohner z.B. des Schlossbuckels, der Mühlstraße oder der Mühlhecke weiterhin mobil bleiben, entstehen für sie temporäre Parkplätze auf der anderen Gleisseite. Sollte es mehr Anträge als Stellplätze geben, dann entscheiden Faktoren wie Berufstätigkeit, ÖPNV-Anbindung des Arbeitsplatzes oder die Zahl der Fahrzeuge in einem Haushalt über die Vergabe der nummerierten Parkplätze. „Wir wollen denen helfen, die am Meisten auf ihr Fahrzeug angewiesen sind“, erklärt Rupp.

DRK-Kreisverband Karlsruhe unterstützt Gemeinde Gondelsheim in einer schwierigen Lage

Bei der zurückliegenden Gondelsheimer Kerwe kam es zu einem spontanen Treffen zwischen Bürgermeister Markus Rupp, DRK-Kreisgeschäftsführer Jörg Biermann und der Bereitschaftsleitung des DRK Gondelsheim.

Es wurde dabei auch über die halbjährige Sperrung des Gondelsheimer Bahnübergangs im nächsten Jahr gesprochen und die daraus resultierende Problematik, dass die DRK-Notfallhilfe Gondelsheim den östlichen Teil Gondelsheims in dieser Zeit nicht erreichen bzw. versorgen kann. „Wir wollen nicht akzeptieren, dass unsere Bürgerinnen und Bürger auf der östlichen Bahnseite bei einem medizinischen Notfall schlechter dastehen als bisher“, waren sich Rupp und DRK-Bereitschaftsleiter Sven Willi einig.

Bei Kreis-Geschäftsführer Jörg Biermann stießen sie mit ihrer Forderung auf offene Ohren. Und das Ergebnis der Unterredung kann sich sehen lassen. Aus einsatztaktischen Gründen stellt der DRK-Kreisverband für die Zeit der Sperrung des Bahnübergangs der Gemeinde Gondelsheim und ihrem DRK einen Krankentransportwagen zur Verfügung.

Dieser wird im Bereich des Schlossstadions stationiert und bei Notfällen durch Helfer der DRK-Notfallhilfe Gondelsheim nach fußläufigem Queren der dortigen Unterführung besetzt.

Bürgermeister Markus Rupp bedankt sich ausdrücklich bei Biermann und den örtlichen DRK-Mitgliedern unter der Vorstandschaft von Claus Steinbach für die unbürokratische Hilfe. „Es tut unglaublich gut, dass Gondelsheim in dieser wahrlich nicht leichten Zeit auf die Solidarität so vieler Behörden und Institutionen zählen kann“, zeigt sich das Gondelsheimer Ortsoberhaupt dankbar.

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