Silvester 25/26: Polizei zieht Bilanz

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Zum Jahreswechsel 2025/2026 ist es im Stadt- und Landkreis Karlsruhe überwiegend ruhig geblieben. Wie das Polizeipräsidium Karlsruhe in einer Mitteilung zum Einsatzgeschehen informiert, ging das vorbereitete Sicherheitskonzept aus polizeilicher Sicht auf. Die eingerichteten Feuerwerksverbotszonen wurden von der Bevölkerung größtenteils eingehalten, das Einsatzaufkommen blieb insgesamt beherrschbar.

In der Karlsruher Innenstadt hielten sich in der Silvesternacht rund 3.000 Menschen auf den öffentlichen Plätzen der Kernstadt auf. Trotz zahlreicher abgebrannter Feuerwerkskörper zeigte die Polizei insbesondere rund um Mitternacht eine starke Präsenz. Durch konsequentes Einschreiten bei sich anbahnenden Konflikten konnten größere Auseinandersetzungen verhindert werden. Im Verlauf der Nacht kam es dennoch zu einzelnen kleineren Körperverletzungsdelikten im gesamten Zuständigkeitsbereich des Präsidiums.

Auch außerhalb der Innenstadt registrierten die Einsatzkräfte vereinzelte Verstöße. Teilweise wurde Feuerwerk unsachgemäß gezündet, in einigen Fällen beschossen sich Personengruppen gegenseitig mit Pyrotechnik. Schwere Verletzungen wurden dabei nach Angaben der Polizei nicht bekannt. Zudem stellten die Beamten mehrere verbotswidrig mitgeführte Schreckschusswaffen sicher.

Deutlich gefordert waren in der Silvesternacht auch Feuerwehr und Rettungsdienste. Die Polizei verzeichnete zahlreiche Brände, unter anderem an Mülleimern, Altkleidercontainern, Buschwerk und Grünflächen. Nach bisherigen Erkenntnissen wurden diese überwiegend durch Feuerwerkskörper ausgelöst.

Zu den gravierendsten Einsätzen zählte ein Brand in Graben-Neudorf. In der Nagoldstraße geriet eine Garage in Brand, das Feuer griff anschließend auf ein Wohnhaus über. Eine Bewohnerin erlitt leichte Verbrennungen am Kopf und musste im Krankenhaus behandelt werden. Ein in der Garage abgestelltes Fahrzeug brannte vollständig aus, das Wohnhaus ist derzeit nicht bewohnbar. Der Sachschaden wird auf rund 250.000 Euro geschätzt. Die Ursache des Feuers ist bislang unklar, die Ermittlungen hat der Kriminaldauerdienst übernommen.

Ein weiterer Brand ereignete sich in Karlsbad-Langensteinbach. Dort setzte ein fehlgeleiteter Feuerwerkskörper einen Balkon in Brand. Eine Sitzgruppe wurde beschädigt, zudem drang Rauch in die Wohnung ein. Personen wurden nicht verletzt, der Sachschaden liegt nach ersten Schätzungen bei etwa 10.000 Euro.

In der Karlsruher Waldstadt wurde zudem eine Streife aus einer Gruppe Jugendlicher heraus mit einer Rakete beschossen. Ein Tatverdächtiger konnte identifiziert und vorläufig festgenommen werden. Ihn erwartet nun eine Anzeige wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte.

Für einen weiteren Polizeieinsatz sorgte gegen 3.30 Uhr die Sprengung eines Zigarettenautomaten in Karlsruhe-Durlach. Der Automat wurde vollständig zerstört. Ob Feuerwerkskörper oder ein anderes Sprengmittel verwendet wurden, ist derzeit noch unklar und Teil der laufenden Ermittlungen. Die Polizei bittet Zeuginnen und Zeugen, die Hinweise zu dem Vorfall geben können, sich unter der Telefonnummer 0721 666-5555 bei der Kriminalpolizei zu melden.

12 Kommentare zu „Silvester 25/26: Polizei zieht Bilanz“

  1. Statt die schönen und guten Nachrichten zu verkünden, scheint man auch hier lieber dem Motto “ Verbot privater Feuerwerke“ und Entmündigung der Bevölkerung Vorschub zu leisten. Und dafür kommen ein paar einzelne, die es immer geben wird und immer gab, die über die Stränge schlagen, eben gerade Recht. Alles schön von oben delegieren…und bestimmen! Als ob es alle bereits aufgegeben haben tatsächlich mit Freiheit umzugehen! Lieber nimmt man noch mehr hierarchische Strukturen – und das sogar freiwillig!- dazu und obendrauf. Und, auf die Ursachen, warum es in Deutschland so rumort, darüber spricht man lieber nicht?! Wieso werden Feuerwerkskörper der Klasse 4 an privat verkauft? Diejenigen muss man doch abstrafen! Wieso unternimmt man nichts gegen den immer und überall verkauften, omnipräsenten Alkohol???!!!! Eben! Weil es darum geht, dass viele kräftig daran verdienen. Es gab hier ein sehr schönes privates Feuerwerk in Sulzfeld. Und: Freiheit ist das höchste Gut. Anscheinend haben viele vergessen oder kennen das nicht, oder wollen nicht sehen, dass Freiheit kein Selbstläufer ist. In diesem Sinne: viel Mut, Courage für 2026 und alles Gute 🌼🐞Ich beziehe mich mit meinem Kommentar auch auf die letzte Meinung, dessen Fenster leider sehr schnell geschlossen wurde.

  2. Das ist ein Bericht der Polizei, seine Aufgabe ist es nicht schöne und gute Nachrichten zu verkünden, sondern die sachlich-faktischen Folgen der Silvesternacht. In Selbiger gab es leider eben nicht nur schöne und gute Momente. Danke für Ihr Verständnis

  3. Ich kann die armen Polizistinnen und Polizisten verstehen ! Sie machen die Arbeit, und wir haben das Vergnügen. Trotzdem muss die Regierung reagieren und die Idioten die aus dem Rahmen fallen bestrafen! Es kann nicht sein, daß wegen einer Minderheit das Bollern verboten werden soll ! Klar das ist der Einfache Weg.

  4. Es ist gut, dass beide Seiten gehört werden. Aber warum “ die armen Polizisten“ ? Nochmal: es ist deren Job, bei Ausschreitungen auch einzugreifen. Lehrer, Richter, etc. sind öffentliche Personen, die genau dafür ausgebildet sind und deshalb auch vom Staat bezahlt werden. Ich kann nicht nachvollziehen, wenn jemand diese provoziert, absichtlich verletzt. Aber: nirgends ist davon die Rede! Außer bei einem Fall, bei dem angeblich Jugendliche einen Böller auf eine Streife zielten. Sowas hat es auch schon immer gegeben… mich hat diese Überschrift “ Böllern bis der Arzt kommt“ sowie die Unterstellung die Mehrheit wolle nur noch Feuerwerk aus öffentlicher Hand bewegt. Wie gesagt: Freiheit ist das höchste oder eins der höchsten Güter.

  5. Nun ja, in ihrem Grundgedanken sind wir durchaus bei Ihnen, aber Freiheit bedeutet eben nicht alles tun und lassen zu können was man möchte… Ihre Freiheit endet da, wo sie die Freiheit anderer einschränkt.

  6. Auch die Polizei ist keine Truppe von Weissenknaben ! Gerade dort wird Eingruppiert und zum Teil diskriminiert ! Das Gewaltmonopol ausnutzen, weil man anderes nicht drauf hat , ist kein Zeichen von Stärke …

  7. Ich muss mich wundern, dass es warnhinweise gibt.
    Es wird neben holzstapeln, mitten im wald geböllert- was der geldbeutel hergibt.
    Warum gibt es kein profifeuerwerk?
    Dann hätte auch die berufsgruppe der pyromatikern ne chance.

  8. Meinen Werkstattofen muss ich verschrotten, weil er auf einmal zuviel Feinstaub freisetzt, sagt mein Kaminfeger. Gleichzeitig machen einige Wenige einen Millionenreibach mit Raketen und Böllern, die nicht nur Staub, sondern auch Schwermetalle über das ganze Land verteilen, Menschen verstümmeln und Tiere quälen. Die Allgemeinheit bezahlt dafür die Notärzte, Sanitäter, Polizei und die Feuerwehr. Die Stadtreinigung nicht zu vergessen, die wochenlang dem Dreck hinterherräumt und ihn entsorgt. Das nenn‘ ich wahre Freiheit. Wo aber bleibt die Freiheit des Ofenbesitzers ? Hoffentlich gibt es bald eine Partei für Ofenbesitzer, dann geht es denen da oben wie dem Habeck, der jetzt auch nicht mehr in die Heizungskeller darf. Da sitzen schon andere. Wer verteidigt jetzt mit mir Demokratie und Freiheit oder gründet mit mir eine Alternative für Ofenbesitzer ?

  9. Ja, hier wird mal wieder der Begriff Freiheit mit Rücksichtslosigkeit verwechselt.
    Und jemand, der mit Freiheit das Böllern verbindet, kann einem eigentlich nur Leid tun.
    Viele haben diese „Freiheit“ nicht, Ältere, zentral Wohnende, Tiere und Umwelt.
    Die haben sich der Böllerei zu beugen.

  10. Was hat dieses unsinnige Geböller mit Freiheit zu tun?
    Nebenbei bemerkt, ist diese Böllerei der größte Dioxineintrag in die Atmosphäre…

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