Gleich zwei Wiedereröffnungen an einem Tag konnte jetzt die Gemeinde Karlsdorf-Neuthard feiern. Dort wurden ein komplett neu gestalteter Spielplatz in der Schulstraße sowie das grundlegend renovierte Rathaus nacheinander wieder der Öffentlichkeit übergeben.
Redaktion: Thomas Huber / Bürgermeisteramt Karlsdorf-Neuthard
Viele junge Einwohner und ihre Familien erwarteten insbesondere die Wiedereröffnung „ihres“ Spielplatzes schon sehnlichst. Weshalb Bürgermeister Sven Weigt seine Ansprache bewusst kurz hielt: „Wir tun das sehr gerne für unser wichtigstes Ziel: Dass unsere Kinder glücklich sind. Denn sie sind das Wertvollste, was wir haben“, bekundete der Rathauschef und erhielt dafür viel Beifall. Ebenso wie Gemeinderat Martin Bellm, der die Kosten für die neue Seilbahn privat übernommen hat und somit für eines der Highlights auf dem Spielgelände sorgt, wie zu erfahren war.
Weigt dankte den beteiligten Planern von der Fachfirma „die Werkstatt“, die schon mehrere örtliche Kindergärten erfolgreich umgestaltet habe, und dem Gemeinderat und dem Technischen Bauamt für die gute und engagierte Zusammenarbeit zur erfolgreichen Umgestaltung. Dafür habe die Gemeinde rund 70.000 Euro investiert, hieß es. Auch weiterhin wolle die Gemeinde im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten regelmäßig die örtlichen Spielplätze nach einem festgelegten Konzept ertüchtigen, war zu erfahren.
Und was meinen die Kinder so zu ihrem neuen Spielplatz? „Einfach supertoll“, hieß es einhellig von vielen jungen Einwohnerinnen und Einwohnern, die unter anderem die Seilbahn und die neue Rutsche ausgiebig testeten, eine weitere Attraktion auf dem weitläufigen Gelände mit viel Grün und verschiedenen Spielmöglichkeiten.
Anschließend folgte die Wiedereröffnung des komplett renovierten Neutharder Rathauses. Dessen Optik hat sich nicht nur von außen, sondern auch innen sehr gelungen nachhaltig verändert, wovon sich viele Besucherinnen und Besucher überzeugen konnten.

Bürgermeister Sven Weigt erläuterte die Planungen für eine „neue Ortsmitte Neuthard“, wozu das Rathaus – das früher einmal als Schulhaus diente – eine zentrale Rolle spiele. Kinderbetreuung, Räume für die Ratsfraktionen und Wohn- und Geschäftsräume in unmittelbarer Nachbarschaft, begleitet von einladend gestalteten öffentlichen Plätzen, seien die Kernpunkte dieses Vorhabens, war zu erfahren.
Aufgrund wirtschaftlicher Überlegungen müsse die komplette Verwaltung an einem Standort im Rathaus Karlsdorf noch etwas warten, erklärte der Bürgermeister. Deshalb werde der Fachbereich 2 (Rechnungsamt) mit Teilen des Fachbereichs 1 (Standesamt und Friedhofsverwaltung) zunächst wieder in das sanierte Rathaus einziehen, wofür die neu renovierten Räume in ihrer Dimension und Gestaltung sehr gute Voraussetzungen bieten würden.
Die Vertretung des ausführenden Architekturbüros erläuterte die Grundzüge der Planung mit einem stimmigen, ruhigen Farbkonzept, der Kombination von neuem und altem, Holz, Putz und Natursteinen samt Außenfassade, die historische Elemente des geschichtlich bedeutenden Gebäudes aufgreife.
Ziel sei es gewesen, neben der notwendigen Modernisierung samt Gebäudedämmung, einem neuen barrierearmen Zugang und der Erfüllung von Brandschutzauflagen, den Charakter und Charme des Bauwerks zu erhalten.
Dies alles sei sehr gut gelungen, attestierte der Bürgermeister, wobei die Vergabe an einen Generalunternehmer sich als zielführend und richtig erwiesen habe. Nicht zuletzt deshalb habe man den noch vom Jahr 2021 ermittelten Kostenrahmen von rund zwei Millionen Euro einhalten können.
Auf einen Hinweis der Heimatforschung Neuthard hin konnte zudem dankenswerterweise ein historisches Ortswappen im Flur des Rathauses erhalten und aufbereitet werden. Es wurde unter großem Interesse und mit viel Applaus der Gäste von Bürgermeister Sven Weigt und der Vereinsvorsitzenden Gabriele Gieser erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.
