Philippsburger Spedition entdeckt Flüchtlinge in LKW

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Symbolbild

Wie die Bundespolizeiinspektion Karlsruhe in der folgenden Presseerklärung mitteilt, hat einen Philippsburger Spediteur am gestrigen Abend beim Öffnen eines Lastwagens nach dessen Rückkehr aus der Türkei, eine unbekannte Person im Inneren angetroffen. Erst gestern ereignete sich ein ähnlicher Vorfall in Mannheim-Friedrichsfeld.

Montagabend gegen 22:15 Uhr wurde das Polizeirevier Philippsburg durch eine ortsansässige Speditionsfirma verständigt. Der Anrufer gab an, soeben die Ladefläche seines LKW geöffnet zu haben. Dabei sei ihm eine Person entgegengekommen und weggerannt.

Zuvor hatte der Fahrer Geräusche aus dem Innenraum seines Aufliegers vernommen. In Absprache mit seinem Disponenten öffnete er die intakte Versiegelung an der Tür und anschließend eine Seite des Aufliegers. Die scheinbar unter Schock stehende Person im Innern sprang unmittelbar heraus und flüchtete. Eine Fahndung im Nahbereich verlief negativ.

Nachdem der Auflieger entladen war, konnten die eingesetzten Kräfte der Landes- und Bundespolizei mehrere Kleidungsstücke und Reste von Nahrungsmitteln auffinden. Ein Rettungswagen befand sich ebenfalls vor Ort, um bei Bedarf eine schnellstmögliche Versorgung zu gewährleisten. Weitere Personen befanden sich zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht mehr in dem LKW. Aufgrund der Umstände kann allerdings davon ausgegangen werden, dass der Geflüchtete nicht alleine reiste.

In seiner Vernehmung gab der Fahrer glaubhaft an, von den Personen auf der Ladefläche keine Kenntnis zu haben. Auf seiner Route aus der Türkei nach Deutschland sei ihm zudem nichts Außergewöhnliches aufgefallen, was auf den Zustieg der Personen hingedeutet habe.

Ein Zusammenhang mit dem Aufgriff drei afghanischer Flüchtlinge am 14.12.2019 in Mannheim Friedrichsfeld ist Gegenstand der Ermittlungen.

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