Philippsburg prüft eigene Stadtwerke

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Philippsburg will die eigene Energiezukunft aktiv mitgestalten. Wie die Stadt in ihrer Pressemitteilung vom 13. Oktober 2026 mitteilt, hat der Gemeinderat einstimmig den Weg für die Prüfung einer eigenen, kommunal mehrheitlich gehaltenen Stadtwerke-Struktur freigemacht. Ein Partner dafür steht auch schon in Aussicht – gemeinsam mit der Thüga Energie soll nun untersucht werden, ob sich ein Modell eignet, bei dem die Stadtwerke Eigentümer der lokalen Energieinfrastruktur werden und die Netze lediglich an erfahrene Betreiber verpachten. Ziel ist es, die wirtschaftliche Wertschöpfung vor Ort zu halten und die Chancen der Energiewende lokal zu nutzen.

Bürgermeister Stefan Martus betont: „Wir wollen die Energie- und Wärmeversorgung in Philippsburg künftig aktiv mitgestalten.“ Dafür sei eine sorgfältige Prüfung der Wirtschaftlichkeit und Tragfähigkeit nötig. Als solide Basis dient bereits ein neuer Gas-Konzessionsvertrag mit Thüga Energienetze, der am 30. Mai 2026 unterzeichnet wurde und bis Januar 2047 läuft. Auch die Stromnetze stehen auf der langen Liste der Optionen, wobei die aktuelle Konzession erst 2030 ausläuft und eine Vorentscheidung bewusst vermieden wird.

Ein weiterer Zukunftsschwerpunkt ist die Wärmeversorgung. Geprüft wird unter anderem, ob Abwärme aus einem geplanten Rechenzentrum für lokale Fernwärmenetze genutzt werden kann – ein Schritt hin zu einer klimafreundlichen Versorgung für Bürger und Gewerbe. Bis Mitte 2027 sollen alle offenen Fragen zu Finanzierung, Investitionsbedarf und Aufbau geklärt sein, damit der Gemeinderat eine fundierte Entscheidung treffen kann.

Gut zu wissen: Bei der Thüga handelt es sich um einen kommunalen Energie- und Wasserdienstleister, der in seinen Ursprüngen auf die 1867 gegründete Thüringer Gasgesellschaft zurückgeht. In seiner heutigen Form steht er für ein großes Netz an kommunalen Stadtwerken in ganz Deutschland, deren Mehrheit im Wesentlichen von den Städten und Gemeinden gehalten wird.

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