Östringer Sozialraumanalyse wird auch in den kleineren Stadtteilen durchgeführt

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Neue Impulse zur Förderung von Kindern, Jugendlichen und Familien

In Östringen erörterte das für die Kraichgaustadt gebildete Sozialraumteam jetzt den Abschlussbericht zu der zwischenzeitlich unter Federführung von Experten des Jugendamts durchgeführten Analyse der im Kernort vorhandenen sozialen Infrastruktur sowie der Situation der hier lebenden Kinder, Jugendlichen und Familien.
Das Projekt, das mit Zustimmung des Gemeinderats im Rahmen einer Kooperation der Jugendbehörde des Landratsamts mit der Stadtverwaltung zustande kam, umfasste von März bis November vorigen Jahres eine Stadtteilbegehung, eine detaillierte Analyse der statistischen Sozialdaten, zahlreiche Interviews mit vor Ort tätigen Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe sowie des Bildungsbereichs sowie außerdem eine öffentliche Sozialraumkonferenz.

Wie die Projektleiter Claire Wiebelt und David Werner vom Jugendamt nun auch bei der Besprechung mit dem Östringer Sozialraumteam hervorhoben, haben die vielfältigen Maßnahmen und Initiativen, mit denen die Stadt in den zurückliegenden Jahren schon wichtige Impulse zur Förderung von Kindern, Jugendlichen und Familien gesetzt hat, ihre Wirkung nicht verfehlt. Aus der Sicht der Fachleute des Landratsamts haben deutlich ausgebaute kommunale Betreuungsangebote, die Etablierung des Jugendtreffs, die Ausweitung der Schulsozialarbeit sowie weitere teils ehrenamtlich getragene Projekte wie die Lesepaten-Gruppe oder der Sprachmittlerpool bereits zu einer positiven Entwicklung beigetragen. So sind beispielsweise in Östringen auch die Fallzahlen bei ambulanten, teilstationären und vollstationären Hilfen entgegen dem Trend auf Ebene des Landkreises deutlich rückläufig beziehungsweise steigen weniger stark an.

Für die Zukunft wird nun von den Fachkräften übereinstimmend mit den auch im Rahmen der Sozialraumkonferenz gewonnenen Erkenntnissen der weitere Ausbau von Orten der Begegnung empfohlen, in die sich präventive Hilfen für Kinder, Jugendliche und Eltern integrieren lassen. Ein erstes niederschwelliges Angebot in dieser Hinsicht ist das im Zusammenwirken von Stadtverwaltung und Ehrenamtlichen in der Gartenstraße entstandene Repair-und-mehr-Café, das am 18. September offiziell seiner Bestimmung übergeben wird. Mittel- und längerfristig soll nach Maßgabe der verfügbaren Mittel auch die Einrichtung eines Familien- und Begegnungszentrums mit einem noch umfassenderen Angebot in den Blick genommen werden.

Gutgeheißen wurde vom Östringer Sozialraumteam im Beisein von Repräsentanten aus Odenheim, Tiefenbach und Eichelberg, dass die im Kernort durchgeführte Sozialraumanalyse in entsprechender Weise auch für diese Ortschaften erstellt wird. Darüber hinaus will das Jugendamt des Landkreises dementsprechende Untersuchungen nach dem erfolgreichen Pilotprojekt in Östringen auch in anderen
kreisangehörigen Kommunen anstellen.

Von Wolfgang Braunecker / Stadt Östringen

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