Oberderdingen: Kellerbrand in Mehrfamilienhaus

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Zu einem Brandeinsatz wurde am Montagmittag zunächst die Abteilung Oberderdingen von der integrierten Leistelle Karlsruhe in Silcherstraße alarmiert. In einem Mehrfamilienhaus wurde ein Kellerbrand gemeldet.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte drang dichter Rauch aus dem Kellergeschoss des Wohnhauses. Mitarbeiter des zuerst eingetroffenen Rettungsdienstes hatten alle Bewohner des Hauses bereits gewarnt und aus dem Haus gebracht. Verletzt wurde niemand. Umgehend wurde von der Feuerwehr ein Innenangriff von zwei Trupps unter Atemschutz mit zwei C-Rohren und der Wärmebildkamera eingeleitet und das Gebäude stromlos gemacht. Durch „Nullsicht“ und verschlossene Türen der Kellerräume war ein Orten und Vordringen zum Brandherd allerdings äußerst schwierig. Parallel dazu wurde die Wasserversorgung über das Hydrantennetz aufgebaut und sichergestellt, das Gebäude kontrolliert sowie weitere Trupps unter Atemschutz als Sicherungstrupps bereitgestellt. Außerdem wurden im Verlauf die Abteilungen Flehingen und Großvillars sowie der Gerätewagen Atemschutz und weitere Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Bretten nachgefordert.

Im Außenangriff kam schließlich ein weiteres C-Rohr über ein Kellerfenster zum Einsatz. Außerdem wurde mit mehreren Hochdrücklüftern eine Belüftung bzw. Entrauchung des Kellergeschosses und des Erdgeschosses vorgenommen. Da durch die eingeleiteten Maßnahmen kein richtiger Löscherfolg erreicht werden konnte, entschied sich die Einsatzleitung um den stellvertretenden Kommandanten Marc Leimkötter dazu, den Keller mit Schaummittel zu fluten, wodurch das Feuer schließlich gelöscht werden konnte.

Danach musste das Schaum-/Löschwassergemisch mit mehreren Wassersaugern aufgenommen und über die Kanalisation abgeleitet werden, weshalb das Klärwerk in Flehingen verständigt wurde, um entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Die Silcherstraße musste während des Einsatzes komplett gesperrt werden. Im Einsatz bzw. in Bereitstellung waren insgesamt 66 Feuerwehrangehörige mit 12 Fahrzeugen, der Rettungsdienst des DRK-Kreisverbands Karlsruhe mit einem Notarzt, drei Mitarbeitern und zwei Fahrzeugen unter der Leitung des organisatorischen Leiters Rettungsdienst Klaus Müller vor Ort.

Der Rettungsdienst wurde unterstützt von sechs Helfern der DRK-Ortsvereine Oberderdingen und Flehingen, die mit vier Fahrzeugen angerückt waren. Sie übernahmen außerdem die sanitätsdienstliche​ Absicherung und die Getränkeversorgung der Einsatzkräfte. Die Polizei war mit sechs Beamten und drei Streifenwagen vor Ort und hat die Ermittlungen übernommen. Auch Bürgermeister Thomas Nowitzki, Amtsleiter Dieter Motzer und Benjamin Koch von der Freiwillige Feuerwehr Gemeindeverwaltung machten sich vor Ort ein Bild von der Lage.

Bericht: Michael Wöhrle (FF Oberderdingen)

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