Schlamm und Sedimente werden nun vorgabengemäß abgeschieden
Von Wolfgang Braunecker / Stadt Östringen
Auf dem Gelände der Östringer Kläranlage konnten jetzt in unmittelbarer Nachbarschaft zur Bundesstraße 292 die Bauarbeiten zur Herstellung eines großen Regenklärbeckens abgeschlossen werden, das nun zukünftig das von den befestigten Flächen des Industriegebiets der Kraichgaustadt stammende Niederschlagswasser aufnehmen soll. In dem rechteckigen Bassin mit einem lichten Innenmaß von 40 auf 10 Meter werden Schlamm und sonstige Sedimente abgetrennt und zudem können auch Schwimmstoffe wie Fette und Öle aus dem Niederschlagswasser separiert werden.
Zur Gewährleistung einer ausreichenden Klärwirkung wird der Regenwasserabfluss aus dem neuen Becken mittels selbstregulierenden Klärüberläufen gedrosselt. Bei größeren Regenereignissen können die stark verdünnten Oberflächenabflüsse aber auch über ein dem Regenklärbecken vorgeschaltetes Trennbauwerk direkt in Richtung des Freibachs als Vorfluter gelangen.
Im Anschluss an ergiebigere Niederschlagsereignisse wird das neue Regenklärbecken künftig jeweils mit Hilfe von Tauchpumpen „restentleert“ und wird die Beckensohle durch Spülkippen gereinigt.
Mit der Umsetzung des Bauvorhabens hat die Stadt auf die mittlerweile verschärften Vorgaben des Wasserhaushaltsgesetzes reagiert, die eine Fortführung der bisherigen Praxis, bei der Oberflächenabflüsse gemeinsam mit Schmutzwasser als Mischwasser der Kläranlage zugeführt wurde, nicht mehr zulassen.
Vor Ort auf der Baustelle stellten jetzt Bürgermeister Felix Geider und Klärwärter Bernhard Maier den Mitgliedern des Gemeinderats das fertiggestellte Bauwerk vor und erläuterten die Abläufe auf der Anlage bei starken und ergiebigen Regenfällen.
Die kostenträchtige Baumaßnahme, für die Östringen rund 2,2 Millionen Euro investieren muss, wurde über den Wirtschaftsplan des städtischen Eigenbetriebs für die Abwasserbeseitigung finanziert.
Wegen der vergleichsweise langen Abschreibungsfristen für dementsprechende Bauwerke erwartet die Verwaltung jedenfalls aus diesem Projekt heraus keine größeren Auswirkungen auf die Höhe der kommunalen Abwassergebühren für solches Niederschlagswasser.

Überschwemmungen und Schlamm überall: Seit dem Starkregen vom 13. August wird in Bruchsal über einen effektiven Schutz diskutiert. Doch dafür scheint es keine einfache Lösung zu geben? Was hat sich denn für die Bürger der Stadt Bruchsal verändert – verbessert? Oder harren wir der Dinge die da kommen – auch Hochwasser genannt ! Das wäre eine wundervolle Aufgabe für das neu gewählte Stadtoberhaupt. Einfacher ist es wohl nichts zu machen.
Kann Östringen ein Beispiel sein?