Gleise zwischen Autobahn und Baggersee Büchenau möglich
Die Planungen für die neue Güterzugstrecke zwischen Mannheim und Karlsruhe gehen in die nächste Runde. Wie die Stadt Bruchsal mitteilt, hat die Bahn-Tochter DB InfraGO AG beim Regierungspräsidium Karlsruhe eine sogenannte Raumverträglichkeitsprüfung für die bevorzugte Strecke (Variante R4) beantragt. Bei dieser Prüfung wird untersucht, ob der Bau der Trasse zu Problemen vor Ort führt – zum Beispiel beim Lärmschutz oder beim Umweltschutz.
Die geplante Strecke verläuft von Norden her zuerst neben den bestehenden Gleisen. Vor Graben-Neudorf knickt sie ab, führt an Hambrücken vorbei zur Autobahn 5 und verläuft dann parallel zur A5 weiter nach Karlsruhe. Das betrifft Bruchsal ganz direkt: Die Schienen sollen westlich der Autobahn gebaut werden, also auf der Seite des Stadtteils Büchenau, und auch an Untergrombach vorbeiführen. Da die Strecke sehr nah am Baggersee „Alte Allmend“ vorbeilaufen würde, plant die Bahn eine technische Sonderlösung, um genügend Platz zwischen See und Autobahn zu schaffen. Um die Menschen in Büchenau und Untergrombach vor dem Bahnlärm zu schützen, sind Lärmschutzwände im Gespräch.
Jetzt können sich die Bürgerinnen und Bürger zu den Plänen äußern. Die offiziellen Unterlagen sind im Internet auf den Webseiten der Stadt Bruchsal und des Regierungspräsidiums Karlsruhe zu finden. Bis zum 19. Juli 2026 kann man die Dokumente dort einsehen, und bis zum 31. Juli 2026 bleibt Zeit, eine eigene Stellungnahme über ein Online-Formular beim Regierungspräsidium einzureichen. Auch die Stadt Bruchsal selbst bereitet eine offizielle Rückmeldung vor. Darüber stimmen die Ortschaftsräte in Büchenau und Untergrombach sowie der Gemeinderat in ihren Sitzungen im Juli ab.