Naturschutzverbände begrüßen Dammrückverlegung auf Elisabethenwört

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BUND, LNV, NABU und VVND zum Hochwasserrückhalteraum Elisabethenwört: Ja zur Dammrückverlegung. Im Vergleich beste Variante kann auch durch überzeichnete und irreführende Angstszenarien nicht erschüttert werden.

Der Regionalverband Mittlerer Oberrhein des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Arbeitskreis Karlsruhe des Landesnaturschutzverbands Baden-Württemberg (LNV), die Kreisgruppe Karlsruhe des Naturschutzbunds Deutschland (NABU) sowie der Verein für Vogel- und Naturschutz Dettenheim (VVND) sehen der Sitzung des Projektbegleitkreises und der Arbeitsgruppen zum geplanten Rückhalteraum Elisabethenwört am 22.7.2019 positiv entgegen.
Dettenheim/Philippsburg/Karlsruhe. BUND, LNV, NABU UND VVND begrüßen, dass vom Regierungspräsidium Karlsruhe am 22. Juli Planungsfortschritte auf dem Weg zur Umsetzung des Hochwasserrückhalteraums Elisabethenwört als so genannte Dammrückverlegung vorgestellt werden können. „Mit der ‚Kleinen Dammrückverlegung‘ plant das Regierungspräsidium Karlsruhe die Variante, die im Variantenvergleich am besten abgeschnitten hat“, erinnert Dr. Klaus-Helimar Rahn, Sprecher des LNV-Arbeitskreises Karlsruhe und ergänzt: „Aus Sicht der Auenökologie wäre eine wesentlich größere Fläche als jetzt geplant allerdings wünschenswert.“

„Mit der Wiederherstellung naturnahen, feuchten Offenlands aus intensiv genutzten Maisäckern lassen sich in kurzer Zeit große Erfolge für seltene und bedrohte Arten erzielen, das zeigt beispielsweise die Saalbachniederung bei Hambrücken“, erklärt Martin Klatt, Geschäftsführer des NABU Bezirksverbands Mittlerer Oberrhein. „Genau diese Chance sollte für das Naturschutzgebiet Rußheimer Altrhein-Elisabethenwört genutzt werden.“

„Es ist bedauerlich, dass örtliche Bürgerinitiativen weiterhin versuchen, die öffentliche Diskussion durch fragwürdige Behauptungen und das Schüren von Ängsten zu beeinflussen“, betont Hartmut Weinrebe, BUND-Regionalgeschäftsführer. „Wer beispielsweise den Untergang der Streuobstbäume heraufbeschwört, dem sei empfohlen, die zahlreichen regionalen Beispiele für vitale Streuobstwiesen in der Überflutungsaue zu besuchen. Hier reichte beispielsweise schon ein Besuch in Alt-Dettenheim. Wir gehen davon aus, dass das Regierungspräsidium Karlsruhe auf seiner auf der Projektseite im Internet veröffentlichten Liste der Fragen und Antworten die in der lokalen Presse verbreiteten Behauptungen einem Faktencheck unterzieht und widerlegt.

„Ein großer Vorteil der Dammrückverlegung gegenüber einem gesteuerten Polder ist auch, dass keine riesigen, die Landschaft verunstaltenden Bauwerke aus Beton und Stahl gebaut werden müssen“, ergänzt Herrmann Geyer, Vorsitzender des VVND. „Zudem erspart uns die Dammrückverlegung viel Lärm und Dreck, weil der Baustellenverkehr viel geringer sein wird.“

Gemeinsame Pressemitteilung von BUND, LNV, NABU und VVND / Symbolbild der Redaktion

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