Lionspreis für naturwissenschaftliche Projekte 2025

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Energieerzeugung macht das Rennen

(PR) Der Lions Club Bruchsal verleiht in jedem Frühjahr einen Schülerpreis für besondere naturwissenschaftliche Projekte. Schülerinnen und Schüler mit Lehrern folgten der Einladung des Clubs zur feierlichen Preisvergabe. Unter der Leitung von Volker Saile und Hans-Peter Bopp erfolgte eine Vorauswahl, über die Endplatzierung der drei Finalisten entschieden die anwesenden Mitglieder und Gäste des Clubs per Abstimmung. Zuvor wurden die Projekte durch die Schülerinnen und Schüler präsentiert, übrigens ohne den Einsatz von digitalen Hilfsmitteln. Dotiert ist der Lionspreis 2025 mit 2.200 Euro, wovon das Gewinnerteam 1.000, das zweitplatzierte Team 700 und das drittplatzierte Team 500 Euro erhält. Das Geld wird an die jeweilige Schule ausbezahlt.

Das erste Projekt wurde von zwei Schülern des Edith-Stein-Gymnasiums vorgestellt. Ihr Ziel war es, ein Objekt zu konstruieren, das eine Strecke von 0,7 Metern überspannt und in der Mitte eine Lücke von 0,4 Metern lässt. Es soll freitragend, elegant gebaut und maximal 2 kg schwer sein. Die Schüler stellten uns ihr selbstgebautes, brückenförmiges Bauwerk vor – welches mittels eines Elektromotors ein Gewicht vom Tisch auf den Boden ablassen konnte.

Beim zweiten Projekt beschäftigten sich drei Schülerinnen der Käthe-Kollwitz-Schule mit der sogenannten Grätzel-Zelle, benannt nach ihrem Erfinder Michael Grätzel. Diese Zellen ahmen den natürlichen Prozess der Photosynthese in Pflanzen nach und erzeugen auf der Basis von Farbstoffen Strom – und nicht mithilfe von Silizium, wie herkömmliche Solarzellen. Diese Zellen können preiswert hergestellt werden und sind flexibel einsetzbar. Die Schülerinnen entwickelten eigene funktionsfähige Grätzel-Zellen mit Farbstoffen aus der Aroniabeere.

Ein Schüler des Heisenberg-Gymnasiums stellte das dritte Projekt vor. In mehr als drei Jahren Entwicklungszeit hat er einen Neutralisationsautomaten in einem Experimentierkoffer konstruiert und programmiert. Der Koffer ist preiswert herzustellen und besteht aus einfach austauschbaren Teilen. Sein Ziel war es, ein funktionsfähiges Gerät zu entwickeln und den Koffer auch so zu konzipieren, dass er ab der 9. Klasse im Unterricht eingesetzt und für anspruchsvollere Aufgaben erweitert werden kann.

Die Auszählung der Stimmen ergab die Platzierungen 1. Käthe-Kollwitz-Schule, 2. Heisenberg-Gymnasium und 3. Edith-Stein-Gymnasium. Zum Ende des Abends gab es viel Applaus für die Schülerinnen, Schüler, Lehrkräfte und natürlich auch für die Organisatoren des Lions Club Bruchsal.

Text: Michael Koch – Pressebeauftragter / Lions Club Bruchsal