Linhardt trennt sich von der Hambrücker Tube

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Strategische Neuausrichtung beschlossen – Werk in Hambrücken soll nun doch verkauft werden

Diese Neuigkeiten aus dem bayerischen Viechtach dürften in Hambrücken für ein Déjà-vu sorgen. Schon im Frühling 2023 stand ein möglicher Verkauf des Linhardt-Standorts Hambrücken im Raum, damals prüfte das Unternehmen den Schritt intensiv, um sich stärker auf das Aluminiumgeschäft zu konzentrieren. Drei Kaufinteressenten waren seinerzeit im Gespräch. Letztlich entschied sich Linhardt jedoch wenige Wochen später, den Standort im Unternehmensverbund zu belassen und ihn darüber hinaus sogar mit umfangreichen Investitionen im zweistelligen Millionenbereich zu stärken.

Nun scheint sich der Wind erneut gedreht zu haben. Wie Linhardt aktuell mitteilt, wird das Werk Hambrücken nun doch verkauft. Der Schritt sei Teil einer strategischen Neuausrichtung, bei der der Fokus klar auf das Wachstum im Bereich Aluminiumtuben und Dosen gelegt werde, so das Unternehmen in einer ersten Mitteilung an die Medien. Bereits im vergangenen Jahr hatte Linhardt seine internationale Marktstellung durch die Übernahme von vier Produktionsstandorten in Indien weiter ausgebaut.

Ebenfalls aus der Pressemitteilung geht hervor, dass die Kunststoffkompetenz innerhalb der Gruppe fast ausschließlich in Hambrücken gebündelt ist, was eine technologische Weiterentwicklung innerhalb des Verbundes erschwert habe. Ein externer Partner mit Branchenerfahrung oder ein Finanzinvestor wird deshalb als besser geeignet angesehen, den Standort künftig weiterzuentwickeln.

Trotz des geplanten Verkaufs betont Linhardt die starke Marktposition des Werks Hambrücken: Laut Unternehmensangaben erzielt der Standort einen Marktanteil von über 25 Prozent bei Kunststofftuben in der DACH-Region, verfügt über eine loyale Kundenbasis und wurde mehrfach für seine Innovationskraft ausgezeichnet – unter anderem mit dem German Packaging Award und dem WorldStar Award in der Kategorie Nachhaltigkeit. Auch die aktuelle Auftragslage wird in der Mitteilung als gut beschrieben.

Der laufende Betrieb soll uneingeschränkt weitergeführt werden. Laut Pressemitteilung soll der Verkaufsprozess bis Herbst 2025 abgeschlossen sein. Ein neuer Eigentümer werde den Standort vollständig weiterführen, sodass die Kontinuität für die Belegschaft gewährleistet bleibe.

Die Eigentümerfamilie und die Geschäftsführung bedankten sich in ihrer Mitteilung ausdrücklich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Geschäftspartnern für ihr Vertrauen und ihr Engagement. Man werde einen reibungslosen Übergang sicherstellen.

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