Kritische Pegelstände und Störung in Bruchsaler Wasserversorgung

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Behörden und Stadtwerke rufen zum Wassersparen auf

Die anhaltende Trockenheit sorgt in der Region für akuten Wassermangel. Im Landkreis Karlsruhe sind die Wasserstände in Flüssen und Bächen wie Alb, Pfinz, Saalbach und Kraichbach auf ein kritisches Niveau gesunken. Das Landratsamt Karlsruhe ruft deshalb dringend dazu auf, kein Wasser mehr aus Gewässern zu entnehmen – auch nicht per Gießkanne. Das Abpumpen mit Motorpumpen und das Aufstauen sind generell verboten und werden nur in begründeten Ausnahmefällen erlaubt. Besonders Tiere und Pflanzen leiden unter der Hitze, dem geringen Sauerstoffgehalt und dem Niedrigwasser. Sollte sich die Lage weiter verschärfen, drohen zusätzliche Maßnahmen.

Auch im Rhein-Neckar-Kreis gelten ähnliche Vorgaben: Dort ist das Entnehmen von Wasser aus Flüssen und Bächen nur erlaubt, solange ausreichend Wasser vorhanden ist. Bei Niedrigwasser dürfen keine Pumpen eingesetzt und keine Wasserläufe aufgestaut werden. Die Behörden rufen auch Besitzer wasserrechtlicher Entnahmeerlaubnisse zur Zurückhaltung auf.

Zusätzlich belastet eine technische Störung im Wasserwerk Bruchsal die Situation. Die Stadtverwaltung bittet alle Bürgerinnen und Bürger, bis einschließlich Freitag dieser Woche sparsam mit Leitungswasser umzugehen. Empfohlen wird, auf das Befüllen von Pools zu verzichten, Gärten nicht zu wässern und Wasch- und Spülmaschinen nur voll beladen zu starten. Auch Autowäschen sollten unterlassen und das Duschen dem Baden vorgezogen werden.

Alle drei Landratsämter appellieren an die Bevölkerung, mit dem knappen Gut Wasser verantwortungsvoll umzugehen – zum Schutz der Umwelt und zur Sicherstellung der Versorgung.

UPDATE 2. Juli

Wie die Stadtwerke Bruchsal mitteilen, konnte die Störung in der Wasserversorgung zwischenzeitlich erfolgreich behoben werden. Währenddessen verschärft sich aber in der ganzen Region die Dürre und die damit einhergehende Wasserknappheit. Auch das Landratsamt Heilbronn hat zwischenzeitlich eine allgemein Verfügung erlassen, wonach die Entnahme von Wasser zeitweilig reglementiert wird.

Wie der Landkreis mitteilt, wird demnach der wasserrechtliche Gemeingebrauch, also das Entnehmen von Wasser aus Seen, Bächen und Flüssen für Zwecke der Bewässerung, bis mindestens 30. September 2025 untersagt. Erlaubt bleibt nur das schöpfen mit kleinen Handgefäßen.

Die mit wasserrechtlicher Erlaubnis des Landratsamts Heilbronn zugelassenen Wasserentnahmen aus oberirdischen Gewässern zum Zweck der Produktion bestimmter Lebensmittel im Bereich der Landwirtschaft werden auf 50 Prozent der genehmigten täglichen Entnahme reduziert. Die Beregnung und Bewässerung darf nur in der Zeit von 18 Uhr bis 8 Uhr des Folgetags vorgenommen werden, ausgenommen Tröpfchenbewässerung. Alle anderen zugelassenen Wasserentnahmen sind ab sofort untersagt, so der Landkreis in einer Pressemitteilung.

3 Kommentare zu „Kritische Pegelstände und Störung in Bruchsaler Wasserversorgung“

  1. Also am Eschbach wird kräftig mit Motorpumpen rausgepumpt.
    Parallel dazu wurden und werden viele Brunnen gebohrt, die das Problem verschärfen.
    Kontrolle durch irgendwelche Behörden? Null!
    Rückhaltemöglichkeiten wie Seen oder Zisternen? Null!
    Nur weiter so!

  2. Die Industrie kann entnehmen soviel sie will. Die zahlt nicht mal dafür.
    Und der Schultes, der lässt die Leute den Rasen sprengen, sonst wird er ja nicht wieder gewählt. Siehe Schottergarten.
    Des Menschen ureigenster natürlicher Lebensraum hat in seinem System keine Lobby.
    Unsere Spezies vernichtet den Wirt der sie ernährt. Wie eine Krebszelle.

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