Kreisimpfzentrum Sinsheim kann Betrieb am 15. Januar aufnehmen

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Landrat Stefan Dallinger: Wir sind startklar und können mit den Impfungen beginnen

Termine über 116 177 oder www.impfterminservice.de

„Wir sind ab dem kommenden Freitag startklar und können mit den Impfungen beginnen“, sagt Landrat Stefan Dallinger beim Presse-Vor-Ort-Termin am 13. Januar 2021 im Kreisimpfzentrum (KIZ) Sinsheim. Am 15. Januar könnten die beiden KIZ in Sinsheim und Weinheim den Betrieb aufnehmen. Das Land Baden-Württemberg hat den Start der Kreisimpfzentren am 22. Januar 2021 vorgesehen. Impftermine an den beiden KIZ sind ab dem 19. Januar 2021 ausschließlich über www.impfterminservice.de oder die Tel. 116 117 buchbar.

In Sinsheim: Kombination aus Abstrich- und Impfzentrum

Den Gebäudekomplex Breite Seite 3 in Sinsheim hat der Rhein-Neckar-Kreis bereits zur Unterbringung von geflüchteten Menschen angemietet. Bereits vor den Planungen des Landes Baden-Württemberg Zentrale Impfzentren und Kreisimpfzentren zu errichten, war klar, dass hier zumindest ein Abstrich- und ggf. auch ein Impfzentrum als Ersatz für das Testzentrum an der GRN-Klinik entstehen wird. Bereits am 10. Dezember 2020 ist dort das Corona-Testzentrum in Betrieb gegangen.

Vor rund zwei Monaten machten sich die Verantwortlichen des Rhein-Neckar-Kreises ein umfassendes Bild von der Liegenschaft im ehemaligen Parsa-Gebäudekomplex. Die ehemaligen Hallen wurden grundgereinigt, mit dem Innenausbau und der Installation der Arztkabinen wurde begonnen. Bereits vor Weihnachten war der Innenausbau abgeschlossen. Anschließend folgten Möblierung, Betriebsausstattung und die Elektroarbeiten. Parallel dazu entstanden die notwendigen Sicherheits-, Logistik- und Entsorgungskonzepte.

Impfzentrum nach dem Einbahnstraßenprinzip konzipiert

„Es gab sehr viele Details zu beachten, um einen möglichst reibungslosen Ablauf und eine leistungsfähige Infrastruktur zu gewährleisten. Alle Beteiligten gingen diese Herausforderungen mit unglaublich hohem Engagement an. Dabei bewährte sich, dass wir durch die Zusammenarbeit im operativen Stab des Landratsamtes Rhein-Neckar-Kreis gut aufeinander eingespielt sind und vieles auf dem sogenannten kurzen Dienstweg schnell und pragmatisch umgesetzt werden konnte“, lobt Landrat Stefan Dallinger die Vorbereitungen. Die ärztliche Verantwortung für die beiden Impfzentren übernimmt Christoph Schulze. Er erläuterte bei einem Rundgang den Ablauf, der nach dem Einbahnstraßenprinzip konzipiert ist, damit die Impflinge möglichst wenig in Kontakt miteinander kommen.

Nach der Registrierung, wo unter anderem Termin (ohne bekommt man keinen Zutritt) und Impfberechtigung kontrolliert werden, geht es direkt weiter in eine Registrierungskabine. Hier werden die Daten der Impflinge erfasst. Danach findet eine Gruppenaufklärung für bis zu 6 Personen in einer größeren Kabine statt, in der ein kurzes Informationsvideo über diese Schutzimpfung gegen das Coronavirus gezeigt wird. Anschließend geht es in eine Einzelkabine zu einem Arzt oder einer Ärztin. Wenn der Impfling schriftlich sein Einverständnis zur Impfung gegeben hat, kann er sich in die nächste Einzelkabine begeben, in welcher medizinisches Fachpersonal die Spritze mit dem Impfstoff verabreicht. Nach dem „Pieks“ sollen die Geimpften noch in einem Wartebereich Platz nehmen – im Fall gesundheitlicher Beschwerden steht ein Sanitätsbereich zur Verfügung. Christoph Schulze rechnet mit rund 45 Minuten bis der Impfvorgang von der Registrierung bis zum Verlassen des Beobachtungsraumes abgeschlossen ist.

„Ich freue mich, dass Sinsheim auch ein Stück zur Verbesserung der Situation beitragen kann, weshalb wir die Einrichtung eines Impfzentrums von Anfang an sehr unterstützt haben“, so der Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt, Jörg Albrecht und sagt weiter: „Gleichzeitig bitte ich um Verständnis dafür, dass die Verantwortlichen aus nahvollziehbaren Gründen nicht gleich einen reibungslosen Ablauf garantieren können. Aber jeder wird sein Bestes geben. Jedenfalls ist das für mich ein großartiger Lichtblick hin zu einer normalen Welt. Haben wir Achtung, Respekt und Wertschätzung für die Akteure übrig.“

Bis zu 500 Impfungen pro Tag

Geplant sind bis zu 500 Impfungen pro Tag, jeweils von Montag bis Sonntag in der Zeit von 7 bis 21 Uhr. Dafür ist ein Betrieb in zwei Schichten vorgesehen. Um die personalintensive Aufgabe erledigen zu können, haben das Land Baden-Württemberg und der Rhein-Neckar-Kreis einen Aufruf gestartet, damit Interessierte, die in den Impfzentren mitarbeiten wollen, sich melden können. „Die vielen Bewerbungen haben uns überwältigt“, dankte der Landrat den hilfsbereiten Menschen und bat nochmals darum, sich impfen zu lassen.

Impfberechtigung wird im KIZ geprüft

Weitere impfberechtigte Personen können ab sofort via Internet (www.impfterminservice.de) oder telefonisch (116117) selbst einen freien Termin wählen und buchen. „Es macht aber keinen Sinn, sich einen Termin zu sichern, wenn man von der Priorisierung her noch nicht an der Reihe ist. Die Impfberechtigung wird in den Impfzentren geprüft und wenn sie nicht vorliegt, wird die Person auch nicht geimpft“, stellte der Leiter des KIZ in Sinsheim, Christoph Schulze, klar.

Quelle: Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis

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