In zwei Wochen fällt in Gondelsheim „die Mauer“

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Das Ende der Sperrung des Bahnübergangs rückt in greifbare Nähe

Wenn die Schranken am 31. Oktober hochgehen, wird in Gondelsheim gefeiert

Das Leiden hat ein baldiges Ende. Ein halbes Jahr war er gesperrt, der Bahnübergang in Gondelsheim. Am 31. Oktober gehört die Trennung der Gemeinde in einen West- und Ostteil der Vergangenheit an. Grund genug, um diesen Tag mit einem kleinen Wiedervereinigungsfest an den Bahnschranken zu feiern. „Ein echter Tag der Freude und die Rückkehr zur Normalität“, sagt Bürgermeister Markus Rupp und ergänzt: „Die Sperrung hat den Bürgerinnen und Bürgern einiges abverlangt. Als Gemeinde mit einem regen Vereinsleben, in der das Miteinander einen sehr hohen Stellenwert besitzt, hat uns das besonders getroffen. Auch der Einzelhandel und die Gastronomie hatten es alles andere als leicht. Deshalb ist das Fest auch ein Dank an die Geduld aller.“

Am Tag der Wiederöffnung des Bahnübergangs geht es um 19 Uhr los und zwar am „Ort des Übels“. Dann beginnt der kommunale Bauhof mit dem Abräumen der Absperrungen, damit der offiziellen Wiedereröffnung im wahrsten Sinne des Wortes – nichts mehr im Wege steht. „Wir feiern mit Bedacht und dem in Zeiten von Corona gebotenen Abstand, aber wir feiern“, macht Rupp deutlich. Für die nötige Stimmung sorgt unter anderem der Musikverein, der an diesem Abend aufspielt.

Die Gemeinde Gondelsheim hat auch Sponsoren für den historischen Abend gefunden. So spendet die Brauerei Höpfner die Getränke und die Bäckerei Thollembeek die Backwaren. Thollembeeks Freude dürfte nicht minder groß sein über die Wiedereröffnung, war die Bäckerei doch ebenfalls Leidtragende der Sperrung. Viele Ladengeschäfte westlich der Schienen und die große Backstube auf der anderen Bahnseite in Neibsheim – keine einfache Zeit und eine logistische Herausforderung. „So erging es einigen, Betrieben wie Bürgerinnen und Bürger. Umso glücklicher bin ich nun, dass dieser Zustand ein Ende hat“, betont der Bürgermeister. Die Freude wird am Abend des 31. Oktober auch durch die eine oder andere Leuchtrakete zum Ausdruck gebracht. „Alles in Maßen, so wie es unsere Art ist“, sagt Rupp schmunzelnd.

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