WERBUNG
In der Weite liegt die Kraft
Der Schwarzwald: endlose Hügel, Berge und Täler, Wald und Natur, so weit das Auge reicht. Inmitten dieses grünen Ozeans eine Gartenschau zu veranstalten, mag auf den ersten Blick wie ein Overkill wirken. Doch die Macher von TAL Xin Freudenstadt haben das Projekt so angepackt, dass es Respekt verdient. Denn anders als bei den meisten Gartenschauen, bei denen sich die Aktionsflächen auf engem Raum drängen und ein Highlight das nächste jagt, während Besucherströme durch die Anlagen ziehen, erstreckt sich die Gartenschau in Freudenstadt über eine Strecke von rund acht Kilometern. Das gesamte Tal zwischen Freudenstadt und Baiersbronn wird so zur Bühne – der gluckernde Forbach verbindet nicht nur beide Orte, sondern sorgt auch für Abwechslung und Vielfalt. So kam die Gartenschau zu ihrem mysteriös inspirierten Namen: TAL X.
Das Konzept ist ein Wagnis, denn es verlangt den Besuchern einiges ab. Wer acht Kilometer in die eine Richtung geht, muss auch acht Kilometer zurück – das will und kann nicht jeder. Doch keine Sorge: Wer nicht die ganze Strecke zu Fuß bewältigen möchte, kann auf regelmäßige Shuttle-Verbindungen zwischen den Hotspots zurückgreifen, E-Bikes ausleihen oder den öffentlichen Nahverkehr nutzen, der im Eintritt bereits inkludiert ist.
Doch wer kann, sollte das Tal zu Fuß erkunden. Ganz entschleunigt, ohne Zeitdruck und mit ausgeschaltetem Smartphone. Alle Sinne offen, Herz und Seele der intensiven Natur des Schwarzwalds und den vorgestellten Projekten zugewandt. Denn es gibt viel zu sehen, viel zu entdecken: Aktionsbereiche, Lerninseln, Ausstellungen und über 1.300 Veranstaltungen, die sich über den gesamten Zeitraum der Gartenschau verteilen.
Viele davon finden im Xentrum statt – ein Wortspiel, das im TAL X niemand erklären muss. Hier, auf halber Strecke zwischen Baiersbronn und Freudenstadt, schlägt das kulturelle Herz der Gartenschau. Etwas oberhalb, im Treffpunkt Baden-Württemberg, präsentieren Landesbetriebe ihre Arbeit und ihr Können. Aktuell ist das Vollzugliche Arbeitswesen Baden-Württemberg (VAW) vor Ort, das diese Woche hier Quartier bezogen hat und Produkte aus den Werkstätten zahlreicher Justizvollzugsanstalten des Landes zeigt. Das VAW war schon auf vielen Gartenschauen vertreten, doch diese ist etwas Besonderes.
Wer ist das VAW? Wer den Namen noch nicht kennt, wird schnell ins Bild gesetzt: Das Vollzugliche Arbeitswesen Baden-Württemberg gibt Menschen in Haft durch sinnvolle Beschäftigung, handwerkliche Förderung und geregelte Tagesstrukturen neue Perspektiven – und leistet so einen essenziellen Beitrag zur Resozialisierung und gesellschaftlichen Teilhabe. Das schwierige Thema Haft wird dabei nicht umschifft, sondern offen und transparent kommuniziert. Auf der Gartenschau gibt es sogar eine begehbare Gefängniszelle, in der Besucher aus erster Hand erleben können, wie der Alltag in einer Haftanstalt aussieht.
Erstaunlich ist, wie hochwertig und einzigartig die Produkte aus den VAW-Werkstätten sind. In Freudenstadt bekommt man Einblicke in Erzeugnisse aus Haftanstalten im ganzen Land.
Fazit: Wer die Gartenschau noch nicht besucht hat, sollte das unbedingt nachholen. Bis Oktober lässt sich das TAL Xerkunden – mit etwas Glück sogar vor der Kulisse eines goldenen Herbstwaldes.

War 2 Tage Anfang Juli dort. Obwohl sehr heiss, habe ich es sehr genossen
Es war in der Tat sehr vielfältig , es gab jede Menge zu bestaunen.
Besonders in meinen Bann gezogenhaben mich die Forbach Gärten.
Deshalb die Chance nutzen und einfach hinfahren