Hightech pur – So modern ist Brettens neue Rechbergklinik 2.0

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Glanzvolle Eröffnung des neuen Kreiskrankenhauses

Großer Bahnhof heute in der Magistrale genannten Eingangshalle der neuen Klinik auf dem Brettener Rechberg. Alle waren sie gekommen um der Eröffnung des neu erbauten Krankenhauses, das die Nachfolge der in die Jahre gekommenen Rechbergklinik antritt, beizuwohnen: Ministerialdirigentin Dr. Monika Vierheilig, Landrat Dr. Christoph Schnaudigel, die Landtagsabgeordneten Andrea Schwarz und Joachim Kößler, Brettens und Bruchsals Oberbürgermeister Cornelia Petzold-Schick und Martin Wolff, sowie viele weitere Größen aus Politik und Medizin.

Das neue Krankenhaus erhebt den Anspruch mit seiner Fertigstellung eine der modernsten medizinischen Einrichtungen im Lande zu sein, genau so wie es damals unter anderem die Bild-Zeitung der 1965 in Betrieb gegangenen ersten Rechbergklinik attestierte. Tatsächlich verfügt die neue Rechbergklinik über unterschiedlichste und moderne Innovationen aus der Medizintechnik. Ein neuer Computertomograph, ein ultra-moderner dreidimensionaler Bildgeber für exakte, medizinische Analysen oder eine mobile Diagnose-Einheit für die tägliche Visite sind nur drei Beispiele einer langen Liste von Neuanschaffungen.

Unterstützt wird das medizinische Personal dabei auch von künstlicher Intelligenz. Der eigens für die Rechbergklinik angeschaffte, interaktive Roboter Pepper, ist in der Lage beispielsweise mit dementen Patienten zu interagieren, Fragen zu beantworten und Spiele zu spielen. Durch die Flure patrouillieren vollautomatische Reinigungsroboter und jedes Patientenzimmer ist mit einem multimedialen Unterhaltungssystem ausgestattet. Statt einem Fernseher erhält jeder Patient künftig ein Tablet mit dem er auf audiovisuelle Medien zugreifen, im Internet surfen und sich über Klinik-Einrichtungen informieren kann.

Die Eckdaten der neuen Klinik: Es gibt 120 Betten für die stationäre Aufnahme von Patienten, eine zentrale Notaufnahme, sowie Stationen bzw. Fachbereiche für Chirurgie, Unfallchirurgie, Innere Medizin, Kardiologie, Endoskopie, Anästhesie, Radiologie,Intensivtherapie, Schlaganfalltherapie, Geriatrie und einen ganz neuen Operationsbereich mit mehreren Sälen.

50 Millionen Euro hat der Neubau der Rechbergklinik gekostet. Zwar wurde diese ein Jahr später als geplant eröffnet, blieb dafür aber genau im Kostenrahmen. „Besser so, als anders herum“ konstatierte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel bei seiner Eröffnungsansprache und gratulierte den Gastgebern – Regionaldirektorin Susanne Jansen und dem Geschäftsführer der Regionalen Kliniken Holding (RKH) Prof. Dr. Jörg Martin.

Der Eröffnung des neuen Krankenhauses gingen intensive Jahre der Planung aber auch politischer Kontroversen voraus. Noch zu Beginn des neuen Jahrtausends waren die beiden Landkreis-Kliniken in Bruchsal und Bretten in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand. Zur Debatte stand damals auch die Schließung der Klinik in Bretten. Als dies bekannt wurde und fast zeitgleich auch die Geburtenstation auf dem Rechberg den Betrieb einstellte, bildete sich in der Stadt eine Bürgerinitiative die sich für den Erhalt des Hauses einsetzte.

Am morgigen Samstag, den 2. März, wird die neue Rechbergklinik dann ihre Pforten für die Bevölkerung öffnen. Zum Tag der offenen Tür können sich alle Interessierten die neuen Räume bei Führungen ansehen und sich selbst über die neuen medizinischen Standards auf dem Brettener Rechberg informieren.

Für die alte Rechbergklinik geht der Weg in Bälde zu Ende. Das alte Gebäude, das 1962 auf einer ehemaligen Streuobstwiese erbaut wurde, wird noch in diesem Jahr abgerissen um einem neuen Wohngebiet Platz zu machen.

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