Wie die Polizei Karlsruhe mitteilt, ist es in den vergangenen Monaten in Bruchsal wiederholt zu Streitigkeiten und sogar körperlichen Auseinandersetzungen zwischen zwei rivalisierenden Familien gekommen. Dabei handelt es sich nach aktuellem Ermittlungsstand um Angehörige türkischer und kurdischer Herkunft. In der Vergangenheit kam es in diesem Zusammenhang unter anderem zu Körperverletzungen und Verstößen gegen das Waffengesetz. Erst am 1. August konnte eine mögliche Eskalation in der Schönbornstraße nur durch starke Polizeipräsenz verhindert werden.
Um ein klares Zeichen zu setzen, führten Beamte des Polizeipräsidiums Karlsruhe am Donnerstagabend gemeinsam mit dem Ordnungsamt der Stadt Bruchsal, dem Landratsamt Karlsruhe und dem Hauptzollamt Karlsruhe gezielte Kontrollen durch. Zwischen 18 und 23 Uhr wurden in der Innenstadt sechs Gaststätten und Schnellrestaurants überprüft, die den Familien zugerechnet werden. Insgesamt kontrollierten die Einsatzkräfte über 70 Personen.
„Wir dulden keine rechtsfreien Räume im Polizeipräsidium Karlsruhe“, begründete der leitende Polizeidirektor Dr. Gustav Zoller die Maßnahmen in der an die Medien versandten Mitteilung „Wir werden die Straße nicht den rivalisierenden Familien überlassen, sondern dort wo es nötig ist, mit aller Konsequenz für Sicherheit und Ordnung im öffentlichen Raum eintreten.“
Die Bilanz der Aktion: Die Polizei beschlagnahmte zwei Schreckschuss- und Gasdruckwaffen, einen Elektroschocker, einen Teleskopschlagstock, ein Beil sowie weitere gefährliche Gegenstände. Der Zoll stellte mehrere Kilo unversteuerten Tabak sicher. Vier Personen wurden in Gewahrsam genommen, zudem sprachen die Beamten vier Platzverweise aus.
Auch das Landratsamt stieß bei den Kontrollen auf massive Hygienemängel in zwei Schnellimbissen nahe des Bahnhofs.
„Wir dulden keine rechtsfreien Räume im Polizeipräsidium Karlsruhe“, betonte Leitender Polizeidirektor Dr. Gustav Zoller. „Wir werden die Straße nicht den rivalisierenden Familien überlassen, sondern dort, wo es nötig ist, mit aller Konsequenz für Sicherheit und Ordnung im öffentlichen Raum eintreten.“ Die Ermittlungen dauern an.