Großbrand auf Philippsburger Mittelhof

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Historisches Anwesen auf der Rheinschanzinsel steht in Flammen

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts steht der prächtige Mittelhof auf der Rheinschanzinsel bei Philippsburg, in jenem Gebiet dass die Franzosen einst “Neuholland” tauften. Nach Jahren des Aufschwungs standen die letzten Jahrzehnte für den einstmals prächtigen Gutshof vielmehr im Zeichen des Niedergangs. Dieser erlebte in der vergangenen Nacht nun seinen vorläufigen, traurigen Höhepunkt, als ein großer Teil des Hofs von einem Großbrand vernichtet wurde.

Gegen 4 Uhr am frühen Morgen wurde die Feuerwehr auf die Rheinschanzinsel alarmiert, wo bereits große Teile der Scheune des Mittelhofes in Flamen standen. In den Räumen befanden sich nach letztem Kenntnisstand alte Landmaschinen aber darüber hinaus im Wesentlichen jede Menge Stroh, das die Brandbekämpfung deutlich erschwert und den Flammen als Nahrung dient.

Seither sind unzählige Einsatzkräfte mit den Löscharbeiten beschäftigt, der Dachstuhl des lichterloh in Flammen stehenden Gebäudes ist mittlerweile eingestürzt. Sobald weitere Informationen vorliegen, werden wir den Artikel an dieser Stelle ergänzen. Es ist bereits der zweite Brand auf dem Mittelhof innerhalb von zwei Jahren, bereits 2019 musste die Feuerwehr ausrücken um einen Brand auf dem Areal zu löschen.

UPDATE 12:00 Uhr

Hier die offizielle Pressemitteilung der Polizei Karlsruhe:

Ein Brand löste am frühen Freitagmorgen einen Feuerwehr- und Polizeieinsatz auf der Rheinschanzinsel bei Philippsburg aus. Verletzt wurde offenbar niemand, der entstandene Sachschaden wird vorläufig auf 150.000 Euro geschätzt.

Gegen vier Uhr meldete wohl ein Passant an der Pforte des ehemaligen Kernkraftwerks Philippsburg einen Brand auf der ungefähr 500 m vom Kernkraftwerk gelegenen Insel. Von dort wurden dann Feuerwehr und Polizei verständigt.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand die Scheune in Vollbrand. Auch davor gelagerte Strohballen brannten. Die Löscharbeiten am Gebäude dauerten bis gegen 10.30 Uhr. Die Scheune wurde durch den Brand komplett zerstört, das Dach ist teilweise eingestürzt. Das Wohnhaus des Hofes wurde offenbar nicht in Mitleidenschaft gezogen.

Die Arbeiten der Feuerwehr, die die Strohballen auseinanderziehen musste um Glutnester zu löschen, dauern zur Stunde noch an. Das Stroh war für das Katastrophengebiet im Ahrtal bestimmt gewesen.

Die Zufahrten zur Rheinschanzinsel mussten für den Feuerwehreinsatz gesperrt werden, auch diese Sperrungen dauern noch an. Die Feuerwehr und der Rettungsdienst waren mit ungefähr 100 Personen im Einsatz. Die Ermittlungen zur Brandursache hat das Kriminalkommissariat Bruchsal übernommen. (ots)

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