Ertrunkene Vögel auf der BUGA – Eppingen macht den Fehler nicht

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Ein Schwan auf dem BUGA-Gelände / Symbolbild der Redaktion

Natürlicher Teich wird keine Todesfalle für Entenküken

Vergangene Woche eröffnete in Heilbronn die aktuelle Bundesgartenschau. Auf etwa 40 Hektar Fläche können Besucher sich hier bis Anfang Oktober am Neckarkanal blühende Landschaften und viele kulturelle Veranstaltungen ansehen. In den letzten Tagen gab es allerdings rund um das künstlich angelegte Hafenbecken “Floßhafen” auch ein paar Impressionen, die so gar nicht zum farbenfrohen Image der BUGA beitragen. Immer wieder berichteten Besucher in den sozialen Netzwerken über Entenfamilien die es nicht mehr schafften das künstlich angelegte Gewässer mit seinen steilen und glatten Ufern selbständig zu verlassen. Nach Darstellung des Vereines “Tierrettung Unterland e.V.” fanden auch bereits mehrere Tiere auf diese Art und Weise den Tod. Zwar haben die Verantwortlichen der BUGA offenbar zwischenzeitlich Ausstiegshilfen für die Tieren nachträglich installieren lassen, nach Auffassung der Tierretter sind diese aber bisher unzureichend, so dass es bislang zu mehreren Rettungseinsätzen auf dem BUGA-Gelände kam. In deren Zuge soll es auch zu Auseinandersetzungen zwischen der BUGA-Verwaltung und Mitarbeitern der Tierrettung Unterland gekommen sein. Dass eine solche Publicity in den ersten Tagen, der Bundesgartenschau und ihrem Besucherstrom nicht gerade zuträglich sein dürfte, bedarf keiner weiteren Erläuterung.

Aufmerksam verfolgen dürfte man die Ereignisse auch im Organisationsbüro der Landesgartenschau in Eppingen. Hier soll das überregional bedeutsame Event Landesgartenschau in zwei Jahren an den Start gehen. Dass sich hier ein ähnliches Debakel wie aktuell in Heilbronn wiederholen könnte, gilt aber als so gut wie ausgeschlossen. Nach einer entsprechenden redaktionellen Anfrage konnte das ausführende Planungsbüro planorama aus Berlin für ein vergleichbares Szenario Entwarnung geben. Der in Bälde auf den Bahnhofswiesen entstehende See wird über eine natürliche Uferlandschaft verfügen die für Enten keinerlei Probleme darstellen wird.

Der geplante See der Landesgartenschau in Eppingen verfügt über natürliche Ufer / Grafik: planorama / Stadt Eppingen

Die Enten-Problematik ist bei weitem nicht die erste Panne im Umfeld der Bundesgartenschau. Für Diskussionen im Vorfeld sorgten auch veränderte Sperrstunden für Prostituierte in direkter Nachbarschaft zum BUGA Gelände und der geforderte Abschuss von Nilgänsen auf den Grünflächen der Gartenschau.

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