Die Welt unter unseren Füßen

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Ein Baum an der Bruchkante oberhalb eines Steinbruchs

Egal ob “Brunnenweg” oder “Hügelweg” – Auf dem Östringer Geopfad gibt es viel zu erleben und zu lernen

Wussten sie schon: Ein nicht unwesentlicher Teil unserer Kraichgauer Heimat kommt eigentlich weit aus der Ferne. Schon während der Eiszeit wehten die Winde aus entfernten, trockenen Flussbetten gelblichen Staub in unsere Breitengrade, der sich hier ansammelte und jenen, fruchtbaren Boden erzeugte, auf dem im Sommer unsere saftigen und grünen Kraichgauer Felder wogen. Die Rede ist natürlich von Löss und zusammen mit Keuper, der jüngsten Gesteinsschicht des germanischen Trias, bildet er jenen Boden, auf dem wir Kraichgauer tagtäglich unterwegs sind. Wer mehr über die Geschichte und die geologische Beschaffenheit unsere hügeligen Heimat erfahren möchte, dem empfehlen wir eine Wanderung über die beiden Routen des Östringer Geopfades, einem von der EU gefördeten Projekt, das auf die Initiative des Pädagogen Wolfgang Essig zurückgeht.

Der Steinbruch im Östringer Forlenwald

Entlang dieser beiden Routen bekommen Wanderer spannende Einblicke in den Kraichgauer Untergrund, beispielsweise in tiefe, landschaftlichen Einkerbungen, in denen die unterschiedlichen Gesteinsschichten hervorragend zu beobachten sind, in einem spektakulären Steinbruch und natürlich über die einfach und informativ gestalteten Tafeln entlang des Weges. Doch die beiden 13 und 20 Kilometer langen Routen sind nicht nur Futter fürs Gehirn, sondern auch für die Seele. Beide führen durch eine herrlich abwechslungsreiche Landschaft, durch Felder, Wiesen, Hohlwege, Bachtäler und bieten mitunter herrliche Ausblicke. Wird das Wesen und die Natur des urtümlichen Kraichgaus erleben möchte, dem legen wir eine Wanderung auf diesen Pfaden ans Herz.

Der Steinbruch hinter dem Stifterhof

Je nach Konstitution und je nachdem welche Route sie wählen, sollten Sie in jedem Fall vier bis sechs Stunden Zeit für diesen Ausflug einplanen. Nicht immer führt der Weg über befestigten Grund, gerade in den Steinbrüchen kann der Boden durchaus bucklig und uneben sein. Aus diesem Grund stoßen Kinderwägen oder in ihrer Mobilität eingeschränkte Personen hier wahrscheinlich auf Probleme. Wer jedoch ein paar kleinere Umwege in Kauf nimmt, kann den Großteil der Strecke aber auch auf asphaltierten Wegen bestreiten, diese sind auch für Fahrradfahrer gut geeignet. Weniger erfahrenen Wanderern empfehlen wir den Brunnenweg, dieser ist nicht ganz so anspruchsvoll wie der Hügelweg, der auch steile Abschnitte mit Aufstiegen bis auf knapp 400 Meter Höhe beinhaltet.

Der Steinbruch am Tiefenbacher Kapellenberg

Die Karten für beide Wanderungen können Sie auf der Seite der Stadt Östringen herunterladen, der Einfachheit halber haben wir die beiden Downloadlinks hier für sie integriert:

Geopfad-Wanderkarten zum Download

Karte Brunnenweg Östringen als PDF

Karte Hügelweg Odenheim als PDF

Ein Baum an der Bruchkante oberhalb eines Steinbruchs

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1 Gedanke zu „Die Welt unter unseren Füßen“

  1. Vielen Dank für den wunderbaren Wandertipp. Leider ist es aktuell nicht möglich meinen Vorschlag in Gochsheim umzusetzen (Bauarbeiten und gesperrte Straßen).

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