Der ungesühnte Tag des Schmerzes

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Vor fünf Jahren starben in Ubstadt vier Pferde einen qualvollen Tod – Ihr/e Mörder wurde nie gefasst

Diesen Einsatz werde ich vermutlich niemals vergessen. Es war ein nebelverhangener Freitag-Morgen an diesem 18. November vor fünf Jahren, als die Alarmierung der Feuerwehr in der Redaktion eintraf. Gemeldet wurde ein Brand auf einem landwirtschaftlichen Anwesen am Rande Ubstadts, bis dahin ein normaler Einsatz unter vielen. Als damaliger Öffentlichkeitsarbeiter der Ubstädter Wehr setzte ich mich sofort hinters Steuer und fuhr den Brandort an. Am Ziel angekommen hatten die Kameraden vor Ort den Brand bereits gelöscht, das Bild das sich bot, hat sich aber dennoch unlöschbar in mein Gedächtnis eingebrannt. In der Brandruine einer Stallung lagen die Überreste von vier Pferden, ihre schrecklich entstellten Leiber qualmten noch immer. Ein oder mehrere Unbekannte/r hatte in denen frühen Morgenstunden Feuer an dem kleinen Verschlag gelegt und alle vier Pferde in einen grausamen und qualvollen Tod geschickt. Keinem der Tiere gelang es sich aus der Todesfalle zu befreien, alle vier kamen in den schnell um sich greifenden Flammen zu Tode. Ich kann mir nicht ausmalen, welche Angst und welche Qualen sie in ihrem letzten Minuten durchlebt haben müssen.

Heute, fünf Jahre später, ist von der alten Brandruine nichts mehr zu erkennen, stattdessen haben die Pferdebesitzer schon vor geraumer Zeit einen Ort der Erinnerung für ihre gestorbenen Tiere errichtet. Vier Gedenksteine in einer liebevoll gestalteten Umfriedung gedenken “Pretty Woman, Joy, Lucky und Gypsy” – den vier Pferden, die an jenem Morgen ihr Leben ließen. Ihr/e Mörder blieb/en unerkannt, wurde niemals festgenommen oder für seine Taten zur Rechenschaft gezogen. Auch fünf Jahre später fehlt jede Spur, teilt uns heute die Polizei Karlsruhe auf Anfrage mit. In den Wochen und Monaten nach der Tat dürften viele Pferdebesitzer im Umkreis noch oft unruhige Tage und Nächte verbracht haben, war doch nicht auszuschließen, dass der oder die Unbekannte/n erneut zuschlagen könnten. Ob er oder sie noch ermittelt werden und seiner gerechten Strafe zugeführt werden kann, dürfte aus polizeilicher Sicht als unwahrscheinlich gelten, die Besitzer der vier verendeten Pferde kommen auf dem Schild am Gedenkplatz aber zu einer klaren Einschätzung: “Der / die Schuldigen werden früher oder später ihre Strafe bekommen”

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1 Gedanke zu „Der ungesühnte Tag des Schmerzes“

  1. Einfach schrecklich und unendlich traurig . So einen ähnlichen Fall gab es übrigens vor etwa 10 Jahren in Rheinhausen auch. Da verbrannten auch mehrere Pferde im Stall durch Brandstiftung , soweit ich mich erinnern kann.

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