Das Herz schlägt unter Tage

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Seit Jahrzehnten kämpft Marc Halter dafür, das Fort Schoenenbourg – einst Teil der Maginot-Linie – als lebendiges Zeugnis der Geschichte zu bewahren. Sein Engagement für Erinnerung und Mahnung gewinnt heute, da in Europa wieder Krieg herrscht, eine bedrückende Aktualität.

von Stephan Gilliar

Wie viele Stunden Marc Halter in sein Fort Schoenenbourg investiert hat, kann er gar nicht mehr zählen, denn im Grunde hat er sein ganzes Leben dem massiven unterirdischen Bunker gewidmet, an dessen Bau bereits sein Großvater beteiligt war. Was seinen Vizepräsidenten Jean-Marc angeht, der genau wie er seit Jahrzehnten hier nach dem Rechten sieht, so hat er eine grobe Schätzung: „Das müssten etwa 4700 Stunden sein, fast alle davon unter Tage“, sagt er und schaut grübelnd zur massiven Stahlbetondecke über unseren Köpfen hinauf. „Eher 5000“, murmelt es undeutlich aus dem Nebenraum herüber, und schon schlurft Jean-Marc herein, der sich gerade herrlich französisch verschroben eine Zigarette im Mundwinkel ansteckt. So sieht man ihn eigentlich die ganze Zeit … während er redet, tanzt die Kippe auf und ab, das linke Auge ist zugekniffen, um dem aufsteigenden Qualm zu entgehen. In der Hand hält Jean-Marc seinen jüngsten Fund, einen uralten klobigen Schlüssel, der nach seinem Dafürhalten dazu dient, die massive Kanone, die seit fast 100 Jahren auf die Zufahrt vor dem Haupttor des Forts zielt, zu sichern. Wo er das gute Stück herhat, will ich wissen. „Aus einer Kiste“, sagt Jean-Marc mit seinem breiten Elsässer Dialekt und grinst schief. Bevor es mit dem Interview weitergeht, verschwinden Marc und Jean-Marc schnell, um diese Theorie zu überprüfen. Übrigens nicht die einzigen beiden Marcs hier im Bunker, der Name muss sich seinerzeit großer Beliebtheit erfreut haben. Die Vorfreude lässt die beiden Mittsechziger leichtfüßig die Treppe aus dem für Besucher unzugänglichen Besprechungsraum nach oben eilen, und schon stehen sie an dem riesigen Geschütz und freuen sich sichtlich darüber, dass der Schlüssel genau das tut, was Jean-Marc vorhergesagt hat: Er sichert den Einschub für die flaschengroßen Kaliber.

Für Jean-Marc und Marc ist die alte Bunkeranlage aus den Dreißiger Jahren nicht nur ein Job, sondern tatsächlich Heimat und im Falle von Marc Halter, Eigentümer der Anlage und Präsident de AALMA – die Kurzform von Association des amis de la ligne Maginot d’Alsace – ein zweites Zuhause geworden. „Mein Großvater hat hier gearbeitet, mein Vater gedient – für mich ist es ein Stück Familie, nicht nur Geschichte.“ Nun, in jedem Fall ist Fort Schoenenbourg weit mehr als „Drei Zimmer, Küche, Bad“. Es ist eine komplexe und massive unterirdische Festung mit kilometerlangen Gängen, teilweise mit Schmalspurbahnen befahren, Kasematten und massiven Panzertürmen. Weit über 500 Soldaten fanden hier unten Platz, konnten wochenlang komplett autark von der Außenwelt ausharren. So gigantisch das auch klingt, das Fort Schoenenbourg war dabei nur ein Puzzleteil in der über 400 Kilometer langen Grenzlinie der Maginotlinie. Für die Defensive und den Schutz Frankreichs errichtet, um sich gegen Aggressionen aus Deutschland und auch dem unter Mussolini erstarkten Italien zu schützen, wurde das nach heutigen Maßstäben rund 2 Milliarden Euro teure Projekt in den Dreißiger Jahren unter dem damaligen französischen Kriegsminister André Maginot vorangetrieben. 108 größere Bunkeranlagen oder Artilleriewerke waren Teil des Mammutprojekts, dazu ein Vielfaches an kleineren Bunkern. Die Aufgabe der Linie war klar umrissen: Es galt in erster Linie, einen Überraschungsangriff zu vermeiden und dem französischen Militär Zeit für die Mobilmachung – man ging damals von 2–3 Wochen aus – zu ermöglichen. Bei der Frage, wieso sich Frankreich für ein derart umfassendes Vorhaben entschieden hat, muss man sich die Ausgangslage der Grand Nation in den Zwanziger Jahren vor Augen führen. Durch den blutigen und unbarmherzigen Ersten Weltkrieg hat das Land weit über eine Million Tote zu beklagen, es gab kaum noch Männer im wehrfähigen Alter, weshalb die Landesverteidigung nicht nur über Mannstärke zu gewährleisten war.

„Die Sehnsucht nach Frieden war im ganzen Land greifbar“, erzählt Marc, der sich intensiv mit der Geschichte der Linien und der französischen Kriege befasst und mehrere Bücher zu diesen Themenkomplexen veröffentlicht hat. Seine Meinung zu den vielen Konflikten in der Vergangenheit bringt er in einem Wort zum Ausdruck, das dafür gleich mehrfach: „Dumm, dumm, dumm“, sagt er und ergänzt nachdenklich: „32 Kriege zwischen Frankreich und Deutschland, es muss doch einen besseren Weg geben, als ich die Köpfe einzuschlagen.“ Doch Frankreich lag offenbar richtig mit seinen Befürchtungen. Deutschland griff sein Nachbarland erneut am 10. Mai 1940 an. Mit dem sogenannten „Westfeldzug“ überfielen deutsche Truppen zunächst die neutralen Niederlande, Belgien und Luxemburg und drangen dann nach Frankreich vor, wobei die stark befestigte Maginot-Linie im Norden umgangen wurde. Die Offensive führte innerhalb weniger Wochen zur Besetzung weiter Teile Frankreichs und zur Unterzeichnung des Waffenstillstands am 22. Juni 1940. In Frankreich wird dieser Umstand zu oft als Versagen verstanden, erzählt Marc bitter, aber das entspricht nach seinem Dafürhalten nicht der Wahrheit. Die Linie habe die ihr gestellten Aufgaben erfüllt, schreibt er in einem seiner Bücher. So konnte ein Überraschungsangriff vereitelt, die Mobilmachung gesichert werden. „Die Maginot-Linie hat funktioniert – man hat uns jahrzehntelang das Gegenteil erzählt“, sagt er und macht aus dieser Ansicht auch in seinem Buch keinen Hehl: „Die Festungen waren für das Debakel nicht verantwortlich, auch wenn sie später gerne zum Sündenbock gestempelt wurden.“

In den Sechziger Jahren wurde die Linie weitgehend aufgegeben, zahlreiche Bauwerke wurden dem Verfall preisgegeben, nur wenige blieben erhalten. Dazu zählt beispielsweise das Fort Schoenenbourg, gelegen zwischen Haguenau, Wissembourg und der Kommune Soultz-sous-Forêts. Mehrere Millionen wurden in den letzten Jahrzehnten in die Erhaltung der Anlage investiert, heute sorgen neben Marc Halter nicht nur vier Festangestellte, sondern auch ein großes Team an Saisonkräften und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern dafür, das historische Bauwerk für die Nachwelt zu bewahren. Finanziert wird das Projekt ausschließlich durch die Einkünfte aus den Eintrittsgeldern, die je nach Tag und Jahreszeit mal höher und mal niedriger ausfallen. „Wir tun das nicht fürs Geld“, sagt Marc, der früher bis zu seiner Pensionierung als Lehrer gearbeitet hat. „Wir machen aus einer Festung, die trennen sollte, eine Brücke zwischen den Völkern.“

Tatsächlich fühlt sich Marcs Welt, tief unter dem derzeit nebelverhangenen und rot belaubten Elsässer Wald, freundlich und harmonisch an, was irgendwie seltsam erscheint, eingedenk der einstigen militärischen Nutzung der Anlage. Immer wieder treffen wir auf unserem Rundgang durch die kilometerlangen Tunnel Kolleginnen und Kollegen, immer hält Marc an, unterhält sich, man lacht, klopft sich auf die Schulter, umarmt sich. Eine Herzlichkeit, die Marc auch den Besucherinnen und Besuchern entgegenbringt. Egal, wie tief wir gerade im Gespräch sind, wenn ein junges Pärchen mit einem Baby auf der Schulter vorbeikommt, kann er nicht anders, beugt sich runter und strahlt das Kleine an. Dann weiß man auch, wieso seine Enkelkinder so gerne bei „Papi Marc“ hier unten sind, die vielen unterirdischen Gänge und Räume spielerisch erkunden, die ganze Anlage wie auch Marc als ihr erweitertes Zuhause begreifen. Seine kleine Enkelin habe schon Details und Geheimnisse entdeckt, die ihm, obwohl er sie jahrzehntelang tagtäglich vor Augen hatte, bisher verborgen waren, lacht Marc sichtlich stolz.

Stunde um Stunde erkunden wir das Labyrinth der unterirdischen Festung. Wegweiser mit Entfernungsangaben in Kilometern sind hier unten keine Seltenheit, an Laufstrecke mangelt es Marc und seinem Team sicher nicht. Immer wieder treffen wir Jean-Marc, der mit irgendetwas beschäftigt ist, sei es eine der 2000 Glühbirnen auszuwechseln oder seiner aktuellen Passion, der Restaurierung historischer Wasserpumpen nachzugehen. Dennoch begegnet man auch minutenlang überhaupt niemandem, hört nur die eigenen Schritte in der Stille der Feste. Ich staune über eine riesige Küche mit Kochkesseln groß wie Whirlpools, zwölf Meter hohe, hydraulisch ausfahrbare Geschütztürme, die sich über mehrere Stockwerke erstrecken, und über Mannschaftsquartiere, deren Kojen so eng anmuten, dass man sich problemlos vorstellen kann, welche psychischen Belastungen die hier stationierten Soldaten während ihrer rund 300 Tage unter Tage durchlitten haben müssen. Dennoch wirkt die Anlage nicht beklemmend auf mich. Die rund 13 Grad, die es hier unten im Sommer wie im Winter hat, wirken deutlich wärmer, aber natürlich ist es etwas ganz anderes, hier nur einen Nachmittag zu verbringen im Vergleich zu einem knapp Jahr.

Marc hingegen kann von seiner Festung gar nicht genug bekommen. „Wenn ich nicht hier bin, fehlt mir etwas“, grinst er. Tja, wenn er nicht hier ist, dann ist er entweder zu Hause in Straßburg oder kämpft am Schreibtisch bei staatlichen Institutionen oder bei Tourismusverbänden um Unterstützung und Anerkennung für die Maginot-Linie und ihr historisches Erbe. Irgendwann erreichen wir das Ende des langen Korridors, den wir plaudernd entlangschlendern. Vor dem runden, wuchtigen Hauptportal hat sich inzwischen – hier unten völlig unbemerkt – die Nacht über die massiven Steinwände der Festung gelegt. Wir verabschieden uns herzlich, geben uns die Hand und sind heute, genau an diesem Ort, an dem unsere beiden Länder noch vor nicht allzu langer Zeit als Kontrahenten standen, ein Stück weit zu Freunden geworden. Und das, das ist wahrlich ein Grund zum Hoffen und zum Dankbarsein.


Français (Cliquer ici pour la traduction)

Le cœur bat sous terre (Das Herz schlägt unter Tage)

« Depuis des décennies, Marc Halter se bat pour préserver le Fort de Schoenenbourg – autrefois partie intégrante de la Ligne Maginot – en tant que témoignage vivant de l’Histoire. Son engagement en faveur du souvenir et de l’avertissement prend aujourd’hui, alors que la guerre est de retour en Europe, une actualité poignante et inquiétante. » par Stephan Gilliar

Combien d’heures Marc Halter a investies dans son Fort de Schoenenbourg, il ne pourrait pas les compter, car il a essentiellement consacré toute sa vie à ce bunker souterrain massif, à la construction duquel son grand-père avait déjà participé. Quant à son vice-président, Jean-Marc, qui, tout comme lui, veille aux intérêts du lieu depuis des décennies, il a une estimation grossière : « Ça doit être environ 4700 heures, presque toutes passées sous terre », dit-il en levant les yeux, l’air songeur, vers le plafond de béton armé au-dessus de nos têtes. « Plutôt 5000 », marmonne indistinctement une voix venant de la pièce voisine. Et Jean-Marc arrive déjà en traînant les pieds, et allume une cigarette au coin de sa bouche d’une manière délicieusement française et excentrique. C’est ainsi qu’on le voit pratiquement tout le temps… pendant qu’il parle, la clope danse de haut en bas, l’œil gauche plissé pour échapper à la fumée montante. Dans sa main, Jean-Marc tient sa trouvaille la plus récente, une vieille clé encombrante qui, selon lui, sert à sécuriser le canon massif qui vise l’entrée principale du Fort depuis près de 100 ans. Je veux savoir d’où il sort cette bonne pièce. « D’une caisse », dit Jean-Marc avec son large accent alsacien, affichant un sourire en coin. Avant de poursuivre l’interview, Marc et Jean-Marc s’éclipsent rapidement pour vérifier cette théorie. Ce ne sont d’ailleurs pas les deux seuls Marc ici dans le bunker ; le prénom a dû jouir d’une grande popularité à l’époque. L’excitation fait monter les deux sexagénaires au pas de course l’escalier qui mène hors de la salle de réunion inaccessible aux visiteurs, et les voilà devant l’énorme pièce d’artillerie, visiblement ravis que la clé fasse exactement ce que Jean-Marc avait prédit : elle sécurise le bloc de culasse destiné aux calibres de la taille d’une bouteille.

Marc et Jean-Marc en pleine cogitation (tête-à-tête)

Pour Jean-Marc et Marc, l’ancienne installation souterraine des années trente n’est pas seulement un travail, mais une véritable maison et, dans le cas de Marc Halter, propriétaire du lieu et président de l’AALMA (l’Association des amis de la ligne Maginot d’Alsace), une seconde résidence. « Mon grand-père a travaillé ici, mon père y a servi – pour moi, c’est un bout de famille, pas seulement de l’Histoire. » Quoi qu’il en soit, le Fort de Schoenenbourg est bien plus que « trois pièces, cuisine, salle de bain ». C’est une forteresse souterraine complexe et massive avec des kilomètres de galeries, parcourues en partie par des chemins de fer à voie étroite, des casemates et de massives tourelles blindées. Plus de 500 soldats pouvaient y trouver refuge, capables de tenir bon pendant des semaines, totalement autonomes du monde extérieur. Aussi gigantesque que cela puisse paraître, le Fort de Schoenenbourg n’était qu’une pièce du puzzle dans la Ligne Maginot, longue de plus de 400 kilomètres. Érigé pour la défense et la protection de la France contre les agressions de l’Allemagne et de l’Italie, qui se renforçait sous Mussolini, ce projet, dont le coût serait aujourd’hui estimé à environ 2 milliards d’euros, fut mené à bien dans les années trente sous l’impulsion du ministre de la Guerre français de l’époque, André Maginot. 108 ouvrages majeurs ou d’artillerie faisaient partie de ce projet pharaonique, en plus d’un multiple de bunkers plus petits. La mission de la Ligne était clairement définie : il s’agissait avant tout d’éviter une attaque surprise et de donner à l’armée française le temps de mobiliser ses troupes – on estimait alors ce délai à 2 ou 3 semaines. Pour comprendre pourquoi la France a opté pour une entreprise d’une telle ampleur, il faut se remémorer la situation de la Grande Nation dans les années vingt. En raison de la Première Guerre mondiale, sanglante et impitoyable, le pays comptait bien plus d’un million de morts, et il ne restait pratiquement plus d’hommes en âge de servir, c’est pourquoi la défense nationale ne pouvait pas être assurée uniquement par la force vive des hommes.

« Le désir de paix était palpable dans tout le pays », raconte Marc, qui s’est beaucoup intéressé à l’histoire des Lignes et des guerres françaises et a publié plusieurs livres sur ces sujets épineux. Il exprime son opinion sur les nombreux conflits passés en un seul mot, qu’il répète plusieurs fois pour insister : « Bête, bête, bête », dit-il, ajoutant pensivement : « Trente-deux guerres entre la France et l’Allemagne, il doit bien y avoir une meilleure façon que de se taper sur la gueule mutuellement. »

Mais la France avait apparemment raison de s’inquiéter. L’Allemagne attaqua à nouveau son voisin le 10 mai 1940. Avec la « Campagne de l’Ouest », les troupes allemandes envahirent d’abord les Pays-Bas, la Belgique et le Luxembourg, pays neutres, puis avancèrent en France, contournant la Ligne Maginot fortement fortifiée au nord. L’offensive conduisit en quelques semaines à l’occupation d’une grande partie de la France et à la signature de l’armistice le 22 juin 1940. En France, Marc raconte avec amertume que cette circonstance est trop souvent interprétée comme un échec, mais cela ne correspond pas à la vérité selon lui. La Ligne a rempli les tâches qui lui étaient assignées, écrit-il dans l’un de ses livres. Une attaque surprise a pu être déjouée et la mobilisation sécurisée. « La Ligne Maginot a fonctionné – on nous a dit le contraire pendant des décennies », affirme-t-il, et il ne cache pas cette opinion dans son livre : « Les forteresses n’étaient pas responsables de la débâcle, même si elles ont été volontiers estampillées bouc émissaire par la suite. »

Dans les années soixante, la Ligne fut largement abandonnée, de nombreux ouvrages furent livrés à la décrépitude, et seuls quelques-uns furent conservés. Parmi eux se trouve le Fort de Schoenenbourg, situé entre Haguenau, Wissembourg et la commune de Soultz-sous-Forêts. Plusieurs millions ont été investis dans la préservation de l’installation au cours des dernières décennies. Aujourd’hui, en plus de Marc Halter, quatre employés permanents, ainsi qu’une grande équipe de saisonniers et de bénévoles, veillent à la préservation de cet ouvrage historique pour la postérité. Le projet est financé exclusivement par les recettes des droits d’entrée, qui varient en fonction du jour et de la saison. « Nous ne faisons pas ça pour l’argent », dit Marc, qui a travaillé comme enseignant jusqu’à sa retraite. « Nous transformons une forteresse qui devait séparer en un pont entre les peuples. »

De fait, le monde de Marc, profondément enfoui sous la forêt alsacienne actuellement brumeuse et aux feuilles rouges, paraît amical et harmonieux, ce qui semble étrange compte tenu de l’ancienne utilisation militaire de l’installation. Au cours de notre visite à travers les kilomètres de tunnels, nous rencontrons sans cesse des collègues ; Marc s’arrête toujours, discute, on rit, on se tape sur l’épaule, on s’embrasse. Une cordialité que Marc offre également aux visiteurs. Peu importe à quel point nous sommes plongés dans la conversation, si un jeune couple passe avec un bébé sur l’épaule, il ne peut s’en empêcher, se penche et rayonne en direction du petit. C’est à ce moment-là que l’on comprend pourquoi ses petits-enfants aiment tant être ici, chez « Papi Marc », explorant les nombreux couloirs et pièces souterrains de manière ludique, et considérant l’ensemble de l’installation comme leur maison élargie, tout comme Marc. Sa petite-fille a déjà découvert des détails et des secrets qui lui étaient restés cachés, bien qu’il les ait eus sous les yeux quotidiennement pendant des décennies, rit Marc, visiblement fier.

Heure après heure, nous explorons le labyrinthe de la forteresse souterraine. Les panneaux indicateurs avec les distances en kilomètres ne sont pas rares ici, et Marc et son équipe ne manquent certainement pas de kilomètres à parcourir. Nous croisons Jean-Marc à plusieurs reprises, toujours occupé par quelque chose, que ce soit à remplacer l’une des 2000 ampoules ou à s’adonner à sa passion actuelle, la restauration de pompes à eau historiques. Néanmoins, on ne rencontre personne pendant de longues minutes, n’entendant que ses propres pas dans le silence de l’ouvrage. Je m’émerveille devant une cuisine gigantesque avec des marmites grandes comme des jacuzzis, des tourelles de tir hydrauliques de douze mètres de haut qui s’étendent sur plusieurs étages, et des quartiers de troupes dont les couchettes semblent si étroites qu’on peut facilement imaginer le stress psychologique que les soldats stationnés ici ont dû endurer pendant leurs quelque 300 jours sous terre. Pourtant, l’endroit ne m’oppresse pas. Les quelque 13 degrés qu’il fait ici, été comme hiver, semblent nettement plus chauds, mais bien sûr, c’est une toute autre histoire de n’y passer qu’un après-midi par rapport à près d’un an.

Marc, en revanche, ne se lasse pas de sa forteresse. « Quand je ne suis pas ici, il me manque quelque chose », sourit-il. Eh bien, s’il n’est pas ici, soit il est chez lui à Strasbourg, soit il se bat, derrière son bureau, auprès des institutions étatiques ou des offices de tourisme pour obtenir soutien et reconnaissance pour la Ligne Maginot et son héritage historique. Finalement, nous arrivons au bout du long couloir que nous longeons en discutant. Devant le portail principal, rond et massif, la nuit est tombée sur les murs de pierre imposants de la forteresse, sans que nous nous en rendions compte sous terre. Nous nous disons au revoir chaleureusement, nous nous serrons la main et sommes devenus, aujourd’hui, précisément en ce lieu où nos deux pays étaient encore des adversaires il n’y a pas si longtemps, un peu plus des amis. Et ça, c’est vraiment une raison d’espérer et d’être reconnaissant.


2 Kommentare zu „Das Herz schlägt unter Tage“

  1. Ich kann einen Besuch nur empfehlen. Geschichte hautnah erleben. Ich war auch mal mit meinen Kindern dort. Hier kann man gut erklären warum Krieg zwischen Völkern idiotisch ist. Anstelle Milliarden zu verbuddeln und Kanonen zu bauen sind Frankreich und Deutschland heute Freunde – sol sollte es sein.
    Do Krieg und Aggressoren und Diktatoren gibt es heute jedoch wieder – siehe Russland – von wo eine echte Bedrohung ausgeht. Es sind aber heute mehr die Cyber-Angriffe auf kritische Infrastruktur oder Drohnen die vieles lahmlegen. Wir können vom dem Wahnsinn der Maginot Linie lernen – dass man sich anpassen muss und nicht in alten Mustern verharrt – denn diese war beim Bau quasi schon veraltet gegen neue Technologien wie z.B. eine dominierende Luftwaffe.

  2. Das Ding muss man gesehen haben! Was ein Wahnsinn!
    Und nur gut, dass das nicht mehr gebraucht wird!
    Vive l`amité franco-allemande!!!

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