Bruddeln, Schwätzen, Weiterfahren

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Handfester Streit auf der Autobahn endet mit Handschlag

Es ist keine große Geschichte, die sich am gestrigen Dienstag irgendwo auf der A5 zwischen Karlsruhe und Bruchsal abgespielt hat, aber eine mit einem ungewöhnlichen Ende. So ungewöhnlich, dass die Polizei Karlsruhe den Vorfall in einer Mitteilung an die Medien verewigt hat.

Hauptprotagonisten dieser Geschichte sind eine 47-jährige Autofahrerin und ein 49-jähriger Autofahrer, die beide zur gleichen Zeit auf der A5 unterwegs waren. Beide regten sich derart über den Fahrstil des jeweils anderen auf, dass man keinen anderen Ausweg sah, als telefonisch die Polizei zu kontaktieren. Diese war auch sehr schnell zur Stelle und winkte die beiden an einer Behelfsausfahrt heraus.

Nach einer klärenden Ansprache durch die Polizei, nennen wir es ein Vermittlungsgespräch, verpuffte auf beiden Seiten die angestaute Erregung und mündete schließlich in einem versöhnlichen Handschlag. Doch damit nicht genug. Als ungünstigerweise just in jenem Moment der Autofahrer von einer Wespe in den Hals gestochen wurde, reagierte die Frau in ihrer Funktion als ausgebildete Rettungssanitäterin sofort. Sie kümmerte sich auf der Stelle um ihren einstigen Kontrahenten und versorgte ihn an Ort und Stelle mit einer kostenlosen Kältekompresse.

Im Anschluss setzten beide ihre jeweilige Fahrt mit einem – so schreibt es die Polizei – Lächeln auf den Lippen fort. Woher die beiden kamen, lässt sich der Mitteilung aus Karlsruhe nicht entnehmen, wir tippen aber auf den Kraichgau. Wo sonst gilt der gute alte Grundsatz mehr: Ma schlägt sich, ma verträgt sich. Oder ewwe: Bruddeln, Schwätzen, Weiterfahren

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