Brettener Bahnhof soll modernisiert werden

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430 Millionen Euro – Spritze für Bahnhöfe im ganzen Land

Marode, alt und nicht barrierefrei. Der Sanierungsstau bei vielen Bahnhöfen in Baden-Württemberg ist enorm. Manche Bauwerke wurden seit Jahrzehnten nicht mehr modernisiert und taugen kaum als Schauplätze für die längst überfällige Mobilitätswende im Land. Weil der Gesetzgeber die Barrierefreiheit bis spätestens 2022 für alle öffentlichen Gebäude zur Pflicht erhoben hat, stehen Land und Bahn nun unter Zugzwang.

Wie das Innenministerium Baden-Württemberg am Mittwoch bekannt gegeben hat, soll nun ein großes Investitionsprogramm dutzende Bahnhöfe in Baden-Württemberg ertüchtigen, darunter auch den Bahnhof in Bretten. Dieser wurde ursprünglich im Herbst 1853 erbaut und das letzte Mal vor 19 Jahren modernisiert. Das insgesamt 430 Millionen starke Sanierungspaket soll auch diesem wichtigen Verkehrsknotenpunkt im Kraichgau zugute kommen. Mit den Geldern soll der Bahnhof nicht nur behindertengerecht umgebaut werden, sondern auch dessen “Aufenthaltsqualität” attraktiver gestaltet werden. Wie umfangreich die Umgestaltung des Bahnhofes in Bretten aber letztendlich ausfällt, kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht beantwortet werden.

Die Brettener Landtagsabgeordneten Joachim Kößler (CDU) und Andrea Schwarz (Grüne) begrüßen die Bekanntgabe des Bahnhofsmodernisierungsprogramms II. „Ich freue mich, dass der Bahnhof in Bretten im neuen Bahnhofsmodernisierungsprogramm der Landesregierung aufgenommen wurde. Denn nur mit attraktiven, barrierefreien und sicheren Bahnhöfen können wir mehr Menschen vom Umstieg auf die Schiene überzeugen.“, so Andrea Schwarz in einer gemeinsamen Erklärung in Stuttgart.

Neben der Sanierung des Bahnhof-Areals selbst, sowie der behindertengerechten Umgestaltung, soll auch der Anschluss an die weiteren Achsen des ÖPNV verbessert werden. Auch die Schaffung weiterer park-and-ride Stellplätze sowie die Einrichtung von Ladestationen für E-Autos stehen auf der Agenda von Bahn und Land.

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