Bessere Aussichten auf dem Altpapiermarkt

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Vereine haben weiterhin Interesse an gemeinnützigen Altpapiersammlungen im nächsten Jahr

Kreis Karlsruhe. Nicht nur die Corona-Pandemie mit den vorgegebenen Kontaktbeschränkungen, sondern auch die drastisch gefallenen Erlöse, die für Altpapier auf dem Markt zu erzielen sind, haben es den Vereinen und karikativen Einrichtung sehr erschwert, die gemeinnützigen Altpapiersammlungen wie gewohnt durchzuführen. „Nur die sortenreine Sammlung von Zeitungen und Zeitschriften hat noch Geld eingebracht, für gemischtes Altpapier mit Kartonagen gab es nichts“, berichtete Landrat Dr. Christoph Schnaudigel im Ausschuss für Umwelt und Technik, der gleichzeitig der Betriebsausschuss für den Abfallwirtschaftsbetrieb ist, der am Donnerstag, 10. Dezember, in der Sporthalle der Jugendeinrichtung Schloss Stutensee stattfand.

Der Betriebsausschuss hatte daher in seiner Sitzung am 28. Mai 2020 beschlossen, den Vereinen und karitativen Einrichtungen durch den Abfallwirtschaftsbetrieb kostenlos Container bereitzustellen, um die Kartonagen getrennt von den Zeitungen und Zeitschriften sammeln zu können. Durch die weiterhin angespannte Situation konnten nur zehn Sammlungen unterstützt werden, die dem Abfallwirtschaftsbetrieb Kosten für die Container und die Verwertung der Kartonagen von rund 11.500 Euro verursachten.

Für das nächste Jahr werden wieder bessere Erlöse erwartet, ließ Landrat Dr. Christoph Schnaudigel das Gremium wissen. „Die Vereine und Einrichtungen haben uns Interesse signalisiert, im nächsten Jahr wieder Altpapiersammlungen durchführen zu wollen, sobald es die Corona-Pandemie wieder zulässt. Wir haben daraufhin bei den Entsorgungsunternehmen Angebote eingeholt. Für Zeitungen und Zeitschriften werden von 45 bis 69 Euro pro Tonne und für Kartonagen von 10 bis 29 Euro pro Tonne angeboten. Sogar für gesammeltes Mischpapier sind wieder Erlöse von 10 bis 39 Euro pro Tonne möglich. „Dies ist für die Vereine und karitativen Einrichtungen eine erfreuliche Entwicklung“, so der Landrat.

Die Mitglieder des Betriebsausschusses stimmten dem Vorschlag zu, die vorliegenden Angebote für das erste Halbjahr 2021 an die Städte und Gemeinden weiterzuleiten, damit sie diese den interessierten Vereinen und karitativen Einrichtungen für ihre Planung von Sammelterminen zur Verfügung stellen können. Aufgrund der positiven Preisentwicklung werden keine gebührenfreien Container für die getrennte Sammlung von Kartonagen mehr bereitgestellt, so die Beschlusslage. Einig war man sich, die weitere Entwicklung auf dem Weltmarkt genau zu beobachten, um bei Bedarf wieder unterstützend tätig zu werden.

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