Neue Fahrbahndecke im September
Von Wolfgang Braunecker / Stadt Östringen
In Odenheim nimmt jetzt das neue Erscheinungsbild des östlichen Teilabschnitts der Forsthausstraße nach den umfassenden Tiefbauarbeiten der zurückliegenden Monate zusehends Gestalt an. Seit vorigem November hatte der komplette Austausch der im Untergrund der rund 230 Meter langen Ausbaustrecke verlegten Kanalröhren und Wasserversorgungsleitungen für die Anwohner nicht unerhebliche Beeinträchtigungen mit sich gebracht und auch die Mehrzweckhalle des Arbeitskreises Odenheimer Vereine (AOV), in der sich ein Großteil des kulturellen und gesellschaftlichen Veranstaltungsgeschehens im Stadtteil abspielt, war über viele Wochen nur eingeschränkt zugänglich gewesen.
In den vergangenen Tagen konnte nun von dem mit dem Projektbeauftragten Fachunternehmen aus Mühlhausen mit der Wiederherstellung der Oberflächen begonnen werden. In diesem Zusammenhang wurden inzwischen auf der südlichen Straßenseite bereits die Bordsteine gesetzt und der Bürgersteig ist mit beige-braunem Betonpflaster belegt worden. Fortgeführt werden die Pflasterarbeiten nun auf der nördlichen Straßenseite, wo bereits auch die Konturen der straßenbegleitenden Baumquartiere und Pflanzrabatten erkennbar sind, die zur optischen Aufwertung des Straßenzugs beitragen sollen. Im September soll zudem der Vorplatz der Mehrzweckhalle gepflastert werden und im kommenden Monat steht außerdem auch die durchgehende Asphaltierung der Fahrbahn der Forsthausstraße auf dem Bauzeitenplan. Darüber hinaus werden bis Anfang Oktober die restlichen Pflasterarbeiten am Übergang zur Kirchstraße erledigt und in diesem Zusammenhang wird auch das Umfeld des 1937 an der Ortsdurchfahrt aufgestellten Denkmals zur Erinnerung an die Gefallenen des 1. Weltkriegs neu hergerichtet.
Die gesamte Sanierungsmaßnahme im Bereich der Forsthausstraße, für die im städtischen Etat sowie in den Wirtschaftsplänen der Eigenbetriebe der Wasserversorgung und der Abwasserbeseitigung reine Baukosten von rund 3 Millionen Euro vorgemerkt sind, soll auf jeden Fall bis zum Jahresende abgeschlossen werden.
Nach der Freigabe des renovierten Straßenzugs für den Verkehr wird im Gemeinderat im Spätjahr außerdem auch noch über den Verbleib beziehungsweise den Abbau der bislang lediglich angemieteten Behelfsbrücke über den Katzbach Beschluss zu fassen sein, die seit November für die Dauer der baustellenbedingten Vollsperrung der Forsthausstraße auch für schwerere Fahrzeuge wie beispielsweise der Feuerwehr oder der Müllabfuhr die Passage von der Brühlstraße zu den Siedlungsgebieten im Bereich „Kies/Wirbelberg“ gewährleistet. Als Teil der Entscheidungsgrundlagen für den Gemeinderat wird vom Stadtbauamt derzeit eine Gegenüberstellung der Kosten für eine dauerhafte Übernahme der Stahlbrücke und der Aufwendungen zur Herstellung eines bedarfsgerecht dimensionierten neuen Brückenbauwerks erarbeitet. Die an der Querungsstelle über den Katzbach zuvor vorhandene Brücke stammte aus dem Jahr 1956 und hatte lediglich die Überfahrt von Fahrzeugen mit einer zulässigen Gesamtmasse von bis zu zwei Tonnen ermöglicht.
Die momentan vorhandene Behelfsbrücke ist für Fahrzeuge bis zu einem Gewicht von 30 Tonnen freigegeben, was für die allermeisten Fahrzeuge ausreichend ist. Im Falle einer dauerhaften Übernahme wäre diese Brückenkonstruktion in der Zukunft für noch „gewichtigere“ Kranfahrzeuge, Schwerlasttransporter und Sattelschlepper allerdings ebenfalls nicht geeignet.