Ausbau der Infrastruktur S4 und reaktivierte Strecken machen Mobilitätswende sichtbar

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Sachstandsbericht zu Infrastrukturmaßnahmen im Öffentlichen Personennahverkehr Thema im Verwaltungsausschuss

Kreis Karlsruhe. Einmal mehr stand ein aktueller Sachstandsbericht zum Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) auf der Tagesordnung des Verwaltungsausschusses des Kreistags, der am Donnerstag, 21. Oktober, zu einer Sitzung in der Berghalle in Karlsbad-Spielberg zusammenkam. Zu Beginn informierte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel über die Potentialuntersuchungen der Schienenverbindungen Karlsruher Nordring (Jöhlingen – Weingarten – Blankenloch – KIT) und Ubstadt-Weiher / Bad Schönborn – Östringen – Sinsheim, die als mögliche neue Strecken angeregt wurden. Beide Vorhaben können lediglich ein geringes Potential vorweisen. Da die Kriterien für die standardisierte Bewertung insbesondere im Hinblick auf die Höhergewichtung des Klimaschutzes neu gefasst werden und dies sich auf die Potentiale auswirkt, wird das Gremium zunächst die Neufassung abwarten und dann das weitere Vorgehen festlegen.

Der barrierefreie Ausbau des DB-Haltepunktes Bahnhof Bretten wird vom Land Baden-Württemberg im Rahmen des Bahnhofsmodernisierungsprogramms gefördert. Voraussetzung ist ein kommunaler Finanzierungsanteil von 20%. Dem Antrag der Stadt Bretten auf hälftige Übernahme des kommunalen Kostenanteils durch den Landkreis Karlsruhe gemäß der ÖPNV-Finanzierungsrichtlinie hat der Verwaltungsausschuss zugestimmt und eine Kostenbeteiligung in Höhe von rund 490.000 Euro beschlossen. Die Planungen zu weiteren Infrastrukturmaßnahmen wie die Reaktivierung von Schienenstrecken, der barrierefreie Ausbau der AVG-Schienenhaltepunkte und der zweigleisige Ausbau der Kraichgaubahn S4 werden weiter vorangetrieben.

Die Planungen zu weiteren Infrastrukturmaßnahmen wie die Reaktivierung der Schienenstrecken Ettlingen West – Ettlingen Erbprinz (Albtalbahn) und Graben-Neudorf – Hochstetten (Hardtbahn) in Verbindung mit der Karlsruher Strecke Neureut – Mühlbürg, der barrierefreie Ausbau der AVG-Schienenhaltepunkte und der zweigleisige Ausbau der Kraichgaubahn S4 zwischen Karlsruhe und Bretten werden weiter vorangetrieben. Durch den zweigleisigen Ausbau kann sowohl die Zuverlässigkeit gesteigert, als auch eine bessere Vertagung erreicht werden, die auf der bereits gut genutzten Verbindung die Mobilitätswende voranbringen kann. Dabei wird auch die Ortsumfahrung Berghausen berücksichtigt und versucht, mögliche Synergieeffekte zu nutzen.

Zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember wird die Kombilösung mit dem Stadtbahntunnel in der Karlsruher Innenstadt in Betrieb genommen. Aufgrund der neuen Linienwege ändern sich nicht nur die Fahrzeiten für die innerstädtischen Verkehre, sondern auch für

einige Verbindungen in den Landkreis. So sparen beispielsweise die Bahnen der Linien S1/S11 und S2 einige Minuten bei der Innenstadtdurchfahrt und es gibt Taktverbesserungen auf den Linien S1 und S5. Das Gremium nahm dies erfreut zur Kenntnis ebenso die Aussage, dass der Bahnbetrieb auf den Strecken Stuttgart – Mühlacker – Bretten – Bruchsal – Heidelberg sowie Stuttgart – Mühl-acker – Bretten – Bruchsal bis Ende des Jahres gesichert sei trotz der finanziellen Schwierigkeiten des Verkehrsunternehmens Abellio.

Mitteilung des Landkreises Karlsruhe

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