Tanzen nur am Wochenende, spät abends und nur für junge Hüpfer? Nicht mit Moni! Bei ihr kocht die Hütte auch „Unner-dä-Woch“ – und just genauso heißt auch ihr liebenswertes Partyformat, das demnächst erstmals in Kronau gastiert.
Drei essenzielle Erkenntnisse
Steigen wir mal ein mit drei essenziellen Erkenntnissen. Die ersten beiden hatte ich schon vor geraumer Zeit, die dritte kam erst vor wenigen Tagen dazu:
- Erstens: Tanzen macht glücklich. Wer sich fröhlich und ausgelassen im Takt der Lieblingsmusik bewegt, schüttet pure Glückshormone aus, wird dadurch jünger, gesünder und ausgeglichener.
- Zweitens: Beim Tanzen kommt es nicht auf Technik und Können an, sondern auf Gefühl und Leidenschaft. Beweg dich einfach, ohne darüber nachzudenken – die Musik und dein Herz geben dir den Weg vor.
- Drittens: Wenn man Moni das erste Mal trifft, muss man sie auf der Stelle und sofort gernhaben.
Ein kleiner Reinholer
Ach stimmt, Sie wissen ja noch gar nicht, wer Moni ist. Keine Sorge, hier ein kleiner Reinholer: Moni ist gebürtige Eschdringerin, ein echtes Kind der Hügel, aufgewachsen am Fuß des Kirchbergs. Dort verbrachte sie ihre ersten Jahre, bis es sie schließlich in die weite Welt fünf Kilometer weiter nach Mühlhausen hinauszog.
Und zwischendurch? Ein Studium an der Verwaltungshochschule aka Bürgermeister-Bootcamp in Kehl (nicht so toll) und ein weiteres an der Uni Stuttgart (schon besser), das mit einer Magisterarbeit über die Geschichte des deutschen Schlagers das Krönchen aufgesetzt bekam. Letzteres sollten Sie im Hinterkopf behalten, denn das Thema war nicht zufällig gewählt.
Moni – ein derart lebendiger und fröhlicher Mensch, dass schon ihre Gegenwart euphorisierend wirkt – hat schon immer einen Narren daran gefressen, etwas zu organisieren, etwas zu gestalten, etwas aus der Theorie in die Praxis zu hieven. Events, Kulturveranstaltungen, Feste, Partys … das hat ihr immer Spaß gemacht, hat sie mit Herz und Seele vereinnahmt. Beruflich ging dieser Plan teilweise auf, wenn auch vielleicht nicht in der Dimension, die sich Moni gewünscht hätte. Eine gute Stelle bei einem großen Software-Riesen in der Region brachte zwar das nötige Kleingeld, schaffte es aber nie so ganz, den Funken der Leidenschaft zu entzünden, auf den Moni immer gewartet hat.

So blieb ihr nichts anderes übrig, als ihre Leidenschaft während der Freizeit auszuleben. So ziemlich an jedem Wochenende stand und steht sie daher als DJ hinter ihrem Mischpult, lässt die Lichtorgel bunte Spritzer und Funken über ihr Publikum ergießen und ihre Boxen im passenden Takt dazu alles, was Spaß macht und tanzbar ist: ABBA, Chaka Khan, die Weather Girls, Boney M. … Alles, was ins Ohr geht und vom Gehirn direkt an die Beinmuskulatur weitergereicht wird.
Die Sinnfrage in der Lebensmitte
Einen Job eine Weile lang nur deshalb zu machen, weil es eben eine gute Stelle ist und die passende Asche abwirft – das kann man sicher ein paar Jahre machen, insbesondere wenn Kinder im Haus sind und viel schnöder Alltag einfach erledigt werden möchte … Doch in der Mitte unserer voraussichtlichen kleinen Exkursion auf den Planeten Erde stellen wir uns alle irgendwann unweigerlich existenzielle Fragen. Zum Beispiel jene nach der Sinnhaftigkeit unseres Tuns und der Ausgestaltung unserer zweiten – und erfahrungsgemäß auch letzten – Lebenshälfte.
Moni, die statistisch gesehen ihre Lebensmitte auch vor einigen Jahren gerissen hat, kam nach reiflicher Überlegung auf ihr amtliches Endergebnis:
„Dann habe ich irgendwann für mich überlegt: Mensch, das letzte Hemd hat keine Taschen, warum … warum mache ich nicht eigentlich jetzt mal nur noch das, auf was ich Bock habe?“
Auf was Moni Bock hat? Na, was wohl?! Tanzen, Musik, Events und natürlich Schlager. Diese letztgenannte große Leidenschaft lebt sie übrigens nicht nur an der Playtaste ihres CD-Players aus, sondern auch live on Stage. Zusammen mit ein paar ebenfalls exzellent gealterten Gleichgesinnten steht sie mehrfach pro Jahr mit ihrer Schlagerband, den „Schlagerfuzzis“, auf der Bühne. Den Namen hat man kurzerhand einer geringschätzigen Bemerkung ihrer Musikleidenschaft gegenüber entnommen und ins Positive verkehrt – ganz Moni eben. So spielen und singen sie regelmäßig zu fünft, gekleidet in Hemden, die an Onkel Ronnys DDR-Tapete erinnern, und geben die großen alten Schlagerperlen – beginnend ab den Sechzigerjahren – zum Besten.
Der Befreiungsschlag: „Unner-dä-Woch“
Monis jüngster Schachzug scheint nun in jeglicher Hinsicht ein echter Volltreffer zu sein. Da sie für ihr Leben gern tanzt (früher gerne im Lit in Östringen oder bei Asbach-Cola im Sternen zu Odna), musste sie sich zuletzt jedoch regelmäßig die Frage stellen: Wieso muss ich zum Tanzen in die Großstadt? Wieso geht das nur am Wochenende? Wieso starten viele Partys erst dann, wenn andere eigentlich schon ins Bett gehen? Wieso wird so oft nur Techno, House, Trance oder anderer primär rhythmusbasierter Kram aufgelegt?
„Ja, alle in meinem Alter, also alle irgendwie um die 50 sagen, es gibt nichts mehr. Und das war so der springende Punkt zu überlegen: Ja, stimmt eigentlich. Also wo können wir noch hin?“
Tja, selbst ist die Frau – was nicht ist, das muss also dringend werden! Dieses Bedürfnis, das Moni selbst empfindet, scheinen offenbar auch viele andere so wahrzunehmen. Denn als Moni, um hier Abhilfe zu schaffen, ihr neues Partyformat „Unner-dä-Woch“ erstmals im Herbst letzten Jahres in Mühlhausen auf die Beine stellte, war es vom ersten Moment an ein voller Erfolg.

Das Konzept ist simpel: Eine schöne Location mit Platz zum Tanzen, ein paar bunte Lichter, gute Musik – handverlesen und aufgelegt von DJ Moni. Immer unter der Woche, früher Start meist so um 20:00 Uhr, danach ungefähr 3–4 Stunden Vollgas mit einfach allem, was Spaß macht und in den letzten Jahrzehnten auf den Tanztennen dieser Nation so richtig gezündet hat. Oder: „Von allem Ebbes“, wie Moni das ausdrückt.
Tanzen wie früher – nur früher
Einmal im Monat gibt’s diese Events: fröhliche Tanzabende, die alles sein sollen, nur kein schnödes und pseudo-hippes Afterwork-Gedöns. Willkommen sind alle, aber ganz besonders richtet sich das Angebot an die … wie sagt man … Best-, Prime-, Silver-, Golden-, Mid-Ager? Sie wissen schon, eben alle, die wie wir statistisch gesehen gerade während der Halbzeitpause in der Kabine auf die zweite Spielzeit warten. Eine Ausschlussliste gibt es aber natürlich nicht: Wer kommen möchte, darf kommen und ist herzlich willkommen.
Moni macht das Ganze aus Spaß an der Freude; Geld verdient sie mit ihren monatlichen Tanzpartys nicht wirklich:
„Weil ich so mega finde, die Rückmeldung von den Menschen: ‚Geil, Moni, und danke!‘ Ja, diese Wertschätzung. Und ich sag dir eins, ja: Das ist so schön wie Geld.“
Damit das Ganze kein Verlustgeschäft wird, geht an jedem Abend der Hut herum – Ehrensache, hier einen kleinen Obolus einzulagern.

Die Gelegenheit dazu haben Sie in Kürze das erste Mal auch außerhalb von Mühlhausen. Durch guten freundschaftlichen Kontakt zur Dabelstein-Gruppe, die übrigens dieses Jahr ihr 30-jähriges Jubiläum feiert, kann Moni die nächste große Tanzparty in der brandneuen Location Plicana in Kronau feiern – im neuen Quartier an der Autobahn A5, dort wo die riesigen Logistichlorallen in den Himmel gewachsen sind. Etwas höher noch liegt das Plicana: Gefeiert wird ganz oben auf dem Dach mit Blick über die Kronauer Wälder bis hinüber in Monis Heimat nach Östringen.


Also, bewegen Sie Ihre Hachsen, kommen Sie am 16. September nach Kronau und … um es mit Monis Worten zu sagen: Tanzen Sie wie früher, nur früher und unter der Woche. Oder ewwe: Unner-dä-Woch.
Super da freue ich mich schon 💃
Danke für den tollen Bericht zu DJ – Moni !
Ich wohne leider nimma im Hügelland, aber wenn ich umziehe dann wegen ihres tollen Berichts und Moni 🙏🙏